Konzept für Abwasserklärung

Tuntenhausen – 3,5 Millionen Euro hat die Gemeinde Tuntenhausen im Jahr 2022 in ihren Investitionsplan eingestellt.

Diese sind für einen möglichen Neubau der Kläranlage in Ostermünchen vorgesehen. „Ich möchte langfristig planen“, betont Bürgermeister Georg Weigl. Deshalb soll Ende des Jahres ein Konzept erstellt werden, das die Situation der Abwasserbeseitigung in der Gemeinde analysiert und konkrete Vorschläge für die nächsten Jahre unterbreitet. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob die Kläranlage in Ostermünchen erneuert werden muss und welche Erweiterungen in der Kläranlage in Tuntenhausen erforderlich sind. Gegenwärtig gibt es drei Kläranlagen im Gemeindegebiet. Die in Hohenthann ist für 3500 Einwohnerwerte (EW) ausgelegt. Dabei ist der Einwohnerwert ein Vergleichswert für die in Abwässern enthaltenen Schmutzfrachten. Eingespeist werden die „Schmutzfrachten“ aus Hohenthann und den umliegenden Orten. „Bei circa 1400 Einwohnern in diesem Bereich ist die Anlage ausreichend groß“, schätzt Weigl ein. Nach Tuntenhausen werden auch die Abwässer aus Söhl, Biberg und Beyharting gepumpt. Die Kapazität liegt hier ebenfalls bei 3500 EW. Bei der Kläranlage in Ostermünchen (3500 EW) handelt es sich um eine 45 Jahre alte, mechanische Tropfkörperanlage. „Sie funktioniert zwar noch bestens, aber ich möchte vorsorgen, deshalb sollten wir rechtzeitig abwägen, ob wir sie austauschen oder auch nach 2022 weiter betreiben wollen“, erläutert Weigl. Mit diesen drei Anlagen verfügt die Gemeinde über die Kapazität für die Abwasserbeseitigung von 10500 Bürgern. Die Gemeinde hat derzeit circa 7230 Einwohner. „Ich rechne in den nächsten Jahren mit einem Bevölkerungswachstum von einem bis zwei Prozent. Die Kapazität ist also ausreichend“, so Weigl. Für die Wartung der Kläranlagen sowie der etwa 70 Kilometer langen Druckleitungen, Kanäle und Pumpstationen sind in diesem Jahr 905 000 Euro eingeplant. In der Kläranlage in Tuntenhausen wird beispielsweise die Förderanlage erneuert. ka

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