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Konrad Gartmeier – ein Aiblinger Urgestein wird 80

Trachtler und Opa mit Herz uns Seele: Konrad Gartmeier und Enkelin Franzi.
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Trachtler und Opa mit Herz uns Seele: Konrad Gartmeier und Enkelin Franzi.

Der Bad Aiblinger Konrad Gartmeier feiert am Samstag, 6. Februar, seinen 80. Geburtstag. Er blickt auf Leben, das von gesellschaftlichem und politischen Engagement geprägt ist. Zahlreiche Ehrentitel zeugen von seinen großen Verdiensten aus vielen Jahrzehnten.

Bad Aibling – Es dürfte sehr wenige Menschen geben, die sich so für ihre Heimat engagieren wie Konrad Gartmeier, der am 6. Februar 2021 seinen 80. Geburtstag feiert. 1974 kam er für die CSU in den Stadtrat und gehörte diesem in zahlreichen Funktionen bis 2014 an. Unter anderem begleitete er als Werksreferent die Entstehung der Therme, die seither erfolgreich Geschichte schreibt und die der passionierte Saunagänger fleißig nutzt.

Am Ende kam der Vollbart weg

Ein besonderes Anliegen war ihm die Südumgehung. Angesichts des jahrelangen „Hin und Hers“ gelobte er, seinen Vollbart abzunehmen, wenn diese eröffnet wird. Im Jahr 2000 war es so weit. Seitdem kennt man ihn mit dem prägnanten Oberlippenbart. Nach Gründung der AIB-Kur begleitet er deren Geschicke bis 2014 als Aufsichtsrat. Ehrungen durch die Stadt mit der goldenen Ehrennadel sowie den Landkreis mit der kommunalen Verdienstmedaille waren nach seinem Ausscheiden aus all diesen Ämtern verdienter Lohn.

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Herausragend sicher auch sein Einsatz für die Trachtensache: 30 Jahre Vorsitzender bei den Edelweißern, bei denen er heute Ehrenvorsitzender ist, und sechs Jahre bei der Vereinigung der 18 Trachtenvereine des Altlandkreises. Maßgebend war er an der Gründung der Aiblinger Faschingsgilde 1967 beteiligt, bekleidete das Amt des Zeremonienministers, war Mitglied der „Damischen Ritter am Hofe von König Stefan (Riedl) von Zahnstein“ und beerbte diesen schließlich als Senatspräsident.

Auch bei de Gebirgsschützenkompanie Aibling ist er Mitglied. Der Einsatz bei der Organisation der Musikgruppen für das Adventssingen der Kompanie brachte ihm die Ehrenmitgliedschaft ein. Auch wurde er mit der Kiem Pauli Medaille ausgezeichnet.

Ein Sänger mit Leib und Seele

Zudem ist er ist das letzte noch lebende Mitglied der Sundergauer Sänger und auch der Joseph-Hass-Chor als Nachfolger der „Aiblinger Liedertafel“ machte sich seine Tenor-Stimme zu Nutze. Auch hier ist er Ehrenmitglied. Den Musikförderverein hob er 2002 nicht nur aus der Taufe, sondern stand ihm auch bis 2014 vor. Alle Ehrenämter und Mitgliedschaften in den Vereinen aufzuzählen (nach eigenen Angaben sind es etwa 20 Organisationen) würde den Rahmen sprengen, erwähnt sei aber, dass Gartmeier für den Skiclub 17 Jahre lang Hüttenwart war und dort ebenfalls Ehrenmitglied ist.

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1957 hatte er sich zudem der Feuerwehr angeschlossen. Im „Dienst am Nächsten“ erlebte er mit einem schweren Unfall 1969 auch weniger gute Zeiten. Den Feuerwehrdienst musste er quittieren, Jahre später führten die Spätfolgen dieses Unfalls dazu, dass er seinen Beruf als selbstständiger Elektromeister nicht mehr ausüben konnte.

Aufgewachsen ist der Familienmensch mit drei Geschwistern auf dem „Ziegler-Hof“. 1969 heiratete er seine Maria, die Töchter Hildegard (1974) und Evi (1978) kamen zur Welt und mittlerweile freut er sich über fünf Enkelkinder.

Zeit für die Ehefrau und die Hobbys

Wenn er auch seit einigen Jahren hauptsächlich für seine Gattin da ist, die mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat und die er nach besten Kräften unterstützt und umsorgt, so bleibt doch noch Zeit für einige Hobbys. Eines davon ist seine neapolitanische Weihnachtskrippe, die er seit 1972 ständig mit Figuren und Gebäuden erweitert hat. Wenn die Zeit dafür ist, trifft man ihn als Schwammerlsucher, dem kaum ein Pilz unbekannt ist, in den Wäldern und einmal in der Woche steht die Schafkopfrunde mit Freunden auf dem Programm. Auch wenn Konrad Gartmeier sich nach und nach von allen aktiven Posten getrennt hat, so ist er weiterhin ein stets aufmerksamer und zuweilen auch kritischer Beobachter des Geschehens in seiner Heimatstadt. Wo sein Rat gefragt ist, hilft er und sein Wort hat in vielen Belangen Gewicht. Uwe Hecht

Bis 2000 kannte man ihn mit Vollbart.

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