Kommentar zur Bürgermeisterwahl in Bad Aibling: Es geht nur gemeinsam

Die Geschicke einer Stadt in Zeiten der größten bisher gekannten Krise zu übernehmen, stellt den neuen Bad Aiblinger Bürgermeister vor eine gewaltige Herausforderung. Diese kann nur gemeinsam gemeistert werden, so die leitende Redakteurin des Mangfall-Boten, Eva Lagler, in ihrem Kommentar.

234 Stimmen trennten Bad Aibling gestern von einer Zäsur. Fast hätte es erstmals eine Frau auf den Chefsessel im Rathaus geschafft und erstmals wäre das Amt in grüner Hand gewesen. Spannender hätten es die Wähler wirklich nicht machen können. Zu knapp fiel das Ergebnis auch aus, als dass sich festmachen ließe, was letztlich den Ausschlag gegeben hat. Dass sich die Corona-Krise seit dem ersten Wahlgang vor zwei Wochen so extrem verstärkt hat, hat viele der lokalen Themen in den Hintergrund gedrängt. So dürfte sich auch die öffentliche Wahrnehmung des Ministerpräsidenten Markus Söder als starke Kraft in schweren Zeiten wohl letztlich als Bonus für den CSU-Bewerber erwiesen haben. Der junge Bürgermeister Stephan Schlier steht nun vom ersten Tag an vor der ganz großen Bewährungsprobe, für Bad Aibling den bestmöglichen Weg durch diese Krise zu finden und für die Zeit danach die richtigen Weichen zu stellen. Eine Aufgabe, für die es nirgendwo auf der Welt eine Anleitung gibt. Sicher ist: Das alles wird nur in gemeinsamer Anstrengung gelingen. Hier sind alle verfügbaren Kräfte gefragt. Der neue Stadtrat ebenso wie starke Partner, die mit ihm an einem Strang ziehen. Für Parteipolitik ist hier kein Platz, denn es geht um das, was jedem einzelnen Wähler am Herzen liegt: eine gute Zukunft für Bad Aibling.

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