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Soziale Projekte fördern

Kolpingfamilie Bad Aibling startet neue Stiftung mit 100.000 Euro

Symbolische Scheckübergabe: Bad Aiblings Kolpingvorsitzender Franz Besel, Präses Georg Neumaier und stellvertretender Vorsitzender Norbert Kotter (von rechts) freuen sich mit Alexa Hubert, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Sparkassenstiftungen Zukunft, über das Startkapital von 100000 Euro, mit dem die Kolpingfamilie Bad Aibling ihren Stiftungsfonds ausstattet.
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Symbolische Scheckübergabe: Bad Aiblings Kolpingvorsitzender Franz Besel, Präses Georg Neumaier und stellvertretender Vorsitzender Norbert Kotter (von rechts) freuen sich mit Alexa Hubert, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Stifterkreis Zukunft, über das Startkapital von 100000 Euro, mit dem die Kolpingfamilie Bad Aibling ihren Stiftungsfonds ausstattet.
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Die Kolpingfamilie Bad Aibling hat 100000 Euro in einen Stiftungsfonds unter dem Dach des Stifterkreis Zukunft investiert. Mit dem Erlös werden soziale Projekte gefördert. Kolping ist laut Stifterkreis Zukunft der erste Verein im Landkreis, der diesen Weg beschreitet.

Bad Aibling – Klaus Bittner war seit Mai 1967 Mitglied der Kolpingfamilie. Als er im Februar 2018 starb, setzte er den Verein, dem er 51 Jahre angehörte, zu seinem Haupterben ein. Der Verstorbene, der unverheiratet war, überließ ihm einen sechsstelligen Betrag.

Spendenbetrag nachhaltig anlegen

Im Vorstand herrschte schnell Einigkeit darüber, dass man die Summe nachhaltig anlegen wolle und das Geld nicht binnen kurzer Zeit nach dem Gießkannenprinzip in Form von Einzelspenden vollständig verteilt werden sollte. Die Gründung einer eigenen Stiftung kam aus diversen Gründen nicht infrage – unter anderem deshalb, weil die zur Verfügung stehenden Mittel einen solchen Schritt nicht sinnvoll erscheinen ließen. Der Kostenaufwand hierfür wäre nach Ansicht der Kolpingfamilie im Vergleich zu den zu erwartenden Erlösen zu hoch gewesen. Der Stifterkreis Zukunft erwies sich da als der ideale Kooperationspartner. Erste Gespräche wurden bereits im Jahr 2019 aufgenommen.

Als auch das Finanzamt grünes Licht für einen solchen Schritt gab, war der Weg für die Schaffung des Fonds frei, der offiziell „Stiftung der Kolpingfamilie Bad Aibling – Klaus Bittner“ heißt. Dem Verein war wichtig, dass sich der Name des Erblassers als Zeichen der Dankbarkeit für diese Geste in der Bezeichnung der Stiftung wiederfindet.

Sehr schnell habe sich gezeigt, dass die Vorstellungen des Vereins von der Verwendung der Erlöse mit den Zielen des Stifterkreis vereinbar seien, berichtet der Bad Aiblinger Kolpingvorsitzende Franz Besel. Weil der Vorstand der Kolpingfamilie coronabedingt monatelang nicht tagen konnte, verzögerte sich die Unterzeichnung der Stiftungsvereinbarung jedoch.

Umso mehr freuten sich Alexa Hubert, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Stifterkreis Zukunft, Kolpingpräses Georg Neumaier, Franz Besel und sein Stellvertreter Norbert Kotter, als sie jetzt in den Räumen des Stifterkreis Zukunft in Rosenheim die Stifterurkunde in Empfang nehmen durften. „Es ist wirklich sehr schön, dass die Bad Aiblinger Kolpingfamilie den Weg in den Stifterkreis gewählt hat. Ich hoffe sehr, dass wir den Verein beim Erreichen seiner Ziele tatkräftig unterstützen können“, sagte Hubert. Stadtpfarrer Georg Neumaier ist fest davon überzeugt, dass dieser Schritt des Vereins ein „sehr gutes Beispiel für nachhaltiges soziales Engagement“ ist

Soziale Projekte in der Region unterstützen

Mit den Stiftungserlösen will Kolping künftig vorwiegend in der Stadt Bad Aibling und der Region soziale Projekte unterstützen – insbesondere die Arbeit für und mit jungen Leuten, das Engagement in der Arbeitswelt, die Familienarbeit und Aktionen zur Förderung des Eine-Welt-Gedankens. „Wir haben uns da an den Zielen orientiert, die unsere Satzung ausweist“, sagt Besel. „Der gesamte Verein ist Klaus Bittner zu großem Dank verpflichtet. Dass seine Erbschaft uns noch besser n die Lage versetzt, nachhaltig Gutes zu tun, ist ein sehr gutes Gefühl“, so der Vorsitzende weiter.

Bereits jetzt steht fest, dass die Summe von 100 00 Euro nur der Grundstock für die Stiftung sein soll. Der Verein werde in den nächsten Jahren in Absprache mit dem Finanzamt weitere Mittel in den Fonds einzahlen. Auch Zustiftungen von anderer Seite sind möglich.

Bürgermeister Stephan Schlier zeigte sich im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen sehr dankbar für die Entscheidung der Kolpingfamilie und würdigte insbesondere auch das Engagement von Klaus Bittner. „Wir können ihm nur einen ganz großen Dank für sein Handeln aussprechen. Dass Kolping das Geld in einen Stiftungsfonds anlegt, finde ich eine großartige Idee. Ich bin sicher, damit kann viel Positives bewirkt werden.“

3,7 Millionen Euro in zwölf Fonds

Der Stifterkreis Zukunft für die Stadt und den Landkreis Rosenheim wurde am 20. Juli 2016 von der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling gegründet und von dem Geldinstitut mit einem Grundstockvermögen von 100 000 Euro ausgestattet. Insgesamt befinden sich derzeit laut Stifterkreis Zukunft zwölf Stiftungsfonds mit einem Vermögen von 3,7 Millionen Euro unter dem Dach der Stiftung. Die Bank verwaltet die Fonds kostenlos. Jeder einzelne Geldgeber kann selber bestimmen, wofür der Erlös seines Fonds verwendet wird. Die Errichtung eines Fonds kann zu Lebzeiten auch durch Privatleute oder auf Basis eines Testamentes erfolgen. Sie ist ab einem Betrag in Höhe von 25 000 Euro möglich. Nähere Infos gibt es unter www.stifterkreis-zukunft.de.

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