Die Kolpingfamilie Bad Aibling will mit Schafkopfen neue Mitglieder gewinnen

Die Karten sind gemischt: Kolpingvorsitzender Franz Besel, Pfarrer Georg Neumaier und Organisator Michael Liegl (von links) hoffen, dass der Schafkopfkurs der Kolpingfamilie auf reges Interesse stößt. Reisner
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Neue Wege bei der Mitgliederwerbung zu gehen, hat sich der Vorstand der Kolpingfamilie Bad Aibling auf seine Fahnen geschrieben. In einem ersten Schritt soll der Eichelober zur Trumpfkarte in doppelter Hinsicht werden.

Bad Aibling – Noch zählt die Namensliste des Vorsitzenden Franz Besel knapp 300 Personen. Dennoch: Der Altersdurchschnitt der Vereinsmitglieder steigt seit Jahren kontinuierlich an, bei der Jahreshauptversammlung im Januar musste erstmals seit langer Zeit mehr verstorbener Mitglieder gedacht werden, als neue aufgenommen wurden. „Diesem Trend wollen wir entschieden gegensteuern, vor allem auch im Bereich der Jugendarbeit“, sagt Besel. Mit einem Schafkopfkurs in der Fastenzeit, der an fünf Freitagen angeboten wird, unternimmt dieKolpingfamilie jetzt einen ersten konkreten Versuch in diese Richtung.

Schafkopfkurs soll auch Junge zur Kolpingfamilie bringen

Vorstandsmitglied Michael Liegl hat die Grundkonzeption hierfür entwickelt und musste nicht viel Überzeugungsarbeit leisten, um dieFührungsmannschaft des Vereins von der Idee zu begeistern. Gerne erinnerte sich der Vorstand bei seinem Ja zu dem Angebot an die Zeiten zurück, als der Bad Aiblinger Altbürgermeister Dr. Werner Keitz erfolgreich Schafkopfkurse in der Volkshochschule abhielt und auf diese Weise zahlreiche neue Freunde für das bayerische Traditions-Kartenspiel gewonnen werden konnten. „Daran wollen wir anknüpfen. Um möglichst viele Leute anzusprechen, verzichten wir ganz bewusst auf eine Kursgebühr“, weist Liegl auf eine Besonderheit des Angebots hin.+++

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Bei Kolping in Aibling kostenlos Schafkopfen lernen

Kolping stellt an den insgesamt fünf Kursabenden die Räumlichkeiten, die Spielkarten und die „Trainer“ kostenlos zur Verfügung. „Wir haben glücklicherweise genügend erfahrene Schafkopfer, die ihr Wissen gerne weitergeben“, freut sich Vorsitzender Franz Besel. Damit sei gewährleistet, dass ausreichend Zeit bleibe, um sich um jeden einzelnen Teilnehmer intensiv zu kümmern. Erst werde die Theorie des Spieles erklärt, dann würden die Karten für den praktischen Teil gemischt.

Trainer zeigen Schafkopf-Interessierten ab 12 Jahren das Karteln

An den Kursabenden stehe den Teilnehmern auch beim Kartenspielern ein Betreuer zur Verfügung, der ihnen in den verschiedensten Spielsituationen das richtige Verhalten erklärt. „Wir fangen ganz langsam an und führen die Kartler Schritt für Schritt an das Schafkopfen heran“, so Michael Liegl, der zusammen mit Stefanie Wagner für die Organisation verantwortlich zeichnet. Teilnehmen kann jedermann, der das Schafkopfen erlernen möchte. Das Mindestalter für Kursteilnehmer beträgt zwölf Jahre. Die Kursabende finden an den Freitagen, 6., 13., 20. 27 März, sowie am 3. April im Paulusheim statt. Damit es für die Kinder nicht zu spät wird, beginnt der Kurs um 17.30 Uhr und endet um 20.30 Uhr. Wer länger bleiben möchte, hat dazu die Gelegenheit. Im Anschluss an den offiziellen Teil besteht die Möglichkeit zum freien Spiel. „Wir bieten praktisch zusätzliche kostenlose Trainingseinheiten“, scherzt Franz Besel.

Kolpingfamilie sieht Angebot auch für Menschen, die Kirchen nicht nahstehen

Auch wenn Kolping ein der katholischen Kirche nahestehender Verein ist, versteht sich der Kurs bewusst als überkonfessionelles Angebot und ist auch für Interessenten offen, die der Kirche fernstehen. Wer sich hierfür anmelde, gehe keinerlei Verpflichtung ein und werde auch in keinster Weise bedrängt, versichert der Vorsitzende. Sollte der ein oder andere Teilnehmer über den Eichelober aber den Weg zu Kolping finden, wäre das natürlich ein schöner Nebeneffekt, räumt Franz Besel ein. „Auf jeden Fall machen wir mit dem Angebot aktiv auf uns aufmerksam, und das ist uns wichtig“. Vielleicht ergebe sich aus dem Kurs heraus auch die ein oder andere private Schafkopfrunde. Das wäre ebenfalls ein schöner Nebeneffekt, so der Vorsitzende.

Wie man sich zum Kurs anmelden kann

Wer an dem Schafkopfkurs teilnehmen möchte, kann sich ab sofort bei Stefanie Wagner unter der Telefonnummer 0162/755 4485 oder per E-Mail unter stefanie.wagner01@googlemail.com anmelden. Sie erteilt Interessenten +auch nähere Auskünfte zum Ablauf des Kurses und beantwortet Fragen.

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