Es geht um Seeton

Untergrund wird „durchgerüttelt“: An der Kolberstraße in Kolbermoor entsteht eine Versuchsfläche

Auf diesem Areal an der Kolberstraße will die Technische Universität München untersuchen, wie sie Fundamente imSeeton verhalten.
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Auf diesem Areal an der Kolberstraße will die Technische Universität München untersuchen, wie sie Fundamente imSeeton verhalten.
  • Ines Weinzierl
    vonInes Weinzierl
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„Keine Dauer-Rüttelaktionen“: Wie sich Seeton verhält, will die Technische Universität München auf einer Versuchsfläche auf einem Areal in der Moorkulur klären. Im Bauausschuss wurde auch darüber diskutiert, ob ein Zusammenhang mit dem Nordzulauf besteht.

Kolbermoor – Werden die Bewohner nahe der Kolberstraße künftig durchgerüttelt? Diese Frage beschäftigte das Gremium des Bauausschusses, als es um die Beantragung seitens der Technischen Universität (TU) München zur Errichtung einer Versuchsfläche auf einem Areal in der Moorkultur ging. Dort soll untersucht werden, wie sich Fundamente auf Dauer tief im Seeton verhalten.

36 Monate soll Maßnahme dauern

Diese Versuchsfläche war bereits im Herbst Thema im Bauausschuss. Damals forderte das Gremium mehr Informationen zu diesem Projekt. Obendrein wurde damals bemängelt, dass die nahen Anwohner nicht informiert worden seien. Mittlerweile ist das vom Tisch: Sie wissen bescheid und haben dem Bauvorhaben zugestimmt, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Was ist mit dem Schall?

Auch die Fragen, die die Verwaltung an die TU geschickt hatte, wurden jetzt beantwortet. Beispielsweise wurde geklärt, dass die Maßnahme auf der und 4800 Quadratmeter großen Fläche, die dem Freistaat gehört, 36 Monate betrage. Darüber hinaus wurde nochmal en Detail erklärt, was genau dort gemacht werden soll: Der Grund soll ob seiner Standfestigkeit hin geprüft werden. Kurz: Wie verhalten sich Pfahl- und Säulengründungen im Seeton auf Dauer? Ausgangspunkt hierfür sind Erfahrungen beim Bau der „B 15 neu“.

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Rathauschef Peter Kloo (SPD) sagte eingangs dass „dort keine Dauer-Rütteaktion“ stattfinden soll. Dagmar Levin (SPD) fragte, ob die Versuche „vorbereitende Maßnahmen für den Nordzulauf“ darstellen. Kloo erklärte, dass man seitens der Verwaltung auch die Befürchtung gehabt habe. Sachbearbeiter Alexander Lemke-Glashauser erklärte daraufhin, dass die Maßnahmen nicht im Zusammenhang mit dem Nordzulauf stünden. Levin sprach auch die „Schall-Geschichte“ an. „Es gibt keine Rüttelversuche“, sagte der Rathauschef. Lediglich sollen die Pfähle eingebracht werden, um zu schauen wie sich verhalten.

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Caroline Schwägerl (Grüne) hatte Fragen zur Grundwasserschicht, ob die dadiurch nicht beeinträchtigt würde. Kloo antwortete, dass die weiter unter dem Seeton liege. Markus Schiffmann (CSU) regte noch an, dass die die Erkenntnisse unbedingt der Stadt zur Verfügung gestellt werden sollen. Letztlich votierte das Gremium mit 3:3 Stimmen.

Wann es losgehen soll, steht noch nicht fest. Nur soviel: „Sobald sie grünes Licht haben“, sagte Lemke-Glashauser auf Anfrage des Mangfall-Boten. Wann das sein wird, könne er nicht sagen.

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