Kolbermoorer BI: Unterschriften gegen Brenner-Nordzulauf-Pläne nach Berlin geschickt

Ein Papier-Paket mit hunderten Unterschriften von Bürgern, die sich gegen die Planungen des Brennernordzulaufs, einsetzen hat der Vorstand der BI Nordzulauf Kolbermoor jetzt nach Berlin geschickt (von links): Dominik Prikril, Maximilian Schlarb, Christian Staudinger und Ralf Exler. re

Brenner-Petition: BI Nordzulauf Kolbermoor sammelt über 4400 Unterschriften – bis 18. Dezember kann man sich noch eintragen und so seinen Unmut über die Planungen kundtun

Kolbermoor –  4411 Unterschriften auf über 400 Listen sind bis gestern Nachmittag bei der Bürgerinitiative (BI) Nordzulauf Kolbermoor eingegangen. Und die hat die BI am Wochenende verschnürt und via Post nach Berlin geschickt. Alle Unterzeichner sind gegen die Planungen zum Brenner Nordzulauf und haben mit ihrer Unterschrift die Brennerpetition, die der Brennerdialog Rosenheimer Land auf den Weg gebracht hat, unterstützt. Bis 18. Dezember kann noch unterschrieben werden (wir berichteten).

20 ehrenamtliche Helfer unterwegs

Mehr als 4000 Unterschriften haben rund 20 ehrenamtliche Helfer der Kolbermoorer BI zusammengetragen – mit Listen auf Klemmbrettern sind sie losmarschiert. Sie haben Bürger angesprochen und informiert, obendrein lagen Listen in Rathaus, Bürgerbüro und in rund 30 Geschäften, Arztpraxen und Apotheken in Kolbermoor und Bad Aibling aus. „Die Helfer waren wirklich hoch engagiert“, so BI-Sprecher Ralf Exler auf Anfrage unserer Zeitung.

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Insgesamt müssen 50 000 Unterschriften zusammenkommen. Erst dann wird im Petitionsausschuss öffentlich beraten – zusätzlich wird ein Vorstandsmitglied vom Brennerdialog Rosenheimer Land angehört.

Und trotz des Engagements der Kolbermoorer ist BI-Sprecher Exler überzeugt, dass „die erforderlichen 50 000 Unterschriften bis 18. Dezember nicht zusammenkommen“. Und das, obwohl auch die anderen 15 Bürgerinitiativen Unterstützer suchen. Obendrein kann online abgestimmt werden – gestern hatten bereits via Internet 3579 Bürger unterzeichnet.

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Dennoch ist Exler über die rund 4400 Unterschriften, die die Kolbermoorer BI zusammengetragen hat, positiv gestimmt: „Wir von der BI Kolbermoor sind über das Ergebnis sehr erfreut, da man sieht wie sich immer mehr Bürger mit der Thematik kritisch auseinandersetzen und klar ihre Position zeigen. Wir zeigen deutlich den steigenden Trend in der Bevölkerung, die sich gegen die derzeitigen Planungen der Deutschen Bahn richten“, sagt er.

Und deshalb geht es für die Kolbermoorer jetzt weiter: Sie faxen ab sofort eingehende Listen nach Berlin, denn bis 18. Dezember müssen sie vorliegen. Obendrein haben sie weitere Pläne für 2020: Ein Sternmarsch im Februar beispielsweise – im Januar 2019 fand schon einer statt –  obendrein jede Menge Hilfestellungen. Denn die Bahn werde ein Raumordnungsverfahren auf den Weg bringen – „und da können Bürger Einwände vorbringen“.

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