Kolbermoor: Jetzt doch vier erste Klassen an der Mangfallschule

Über 150 Kolbermoor Abc-Schützen kommen nach den Ferien im September in die erste Klasse.
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Über 150 Kolbermoor Abc-Schützen kommen nach den Ferien im September in die erste Klasse.

156 Kinder starten nach den Sommerferien in Kolbermoor in die erste Klasse. 69 sind für die Adolf-Rasp-Schule angemeldet, 87 gehen samt Schultüte zur Mangfallschule. Von den 87 Kindern, die sich für die Mangfallschule angemeldet haben, muss keines zur Adolf-Rasp-Schule.

von Ines Weinzierl

Kolbermoor – Anfang Juni hatte es im Stadtrat geheißen, dass sieben Erstklässler seitens des Schulamtes zugewiesen werden sollen (wir berichteten). Heißt: Sieben, die im Sprengel der Mangfallschule wohnen, hätten zur Adolf-Rasp-Schule gesollt. Dagegen formierte sich im Gremium heftiger Widerstand.

Rektorin freut sich für Kinder und Eltern

Die angedachte Zuweisung ist jetzt aber vom Tisch, erklärt Christa Wagner, Rektorin der Mangfallschule, auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. Über die Entscheidung des Schulamtes ist sie „sehr froh für die Kinder und auch für die Eltern“. Dem schließt sich auch Ralf Henneke vom Elternbeirat der Mangfallschule an, dessen zweites Kind eingeschult wird. Aber wie erklärt er sich, dass das Schulamt die Zuweisung ablehnte? „Es gab viel Gegenwind seitens der Eltern. Unter anderem habe der Elternbeirat Politiker aktiviert.

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„Der Gegenwind war nicht ausschlaggebend“, sagt Edgar Müller, Schulamtsdirektor Fachliche Leitung auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. „Wir waren damals in den Planungen.“ Die große Frage, die über allem schwebte, war: Ist die andere Schule zumutbar – auch im Hinblick auf den Schulweg. Müller erklärt, dass man unter anderem eine Karte habe, auf der jeder Abc-Schützen samt Wohnort verzeichnet ist. „Wir schauen beispielsweise, ob Kinder zusammen zur Schule gehen können, weil sie in einer Straße wohnen.“ Das war bei den Kolbermoorer Kindern allerdings nicht der Fall. Und somit erteilte das Schulamt der angedachten Zuweisung ein „klares Nein“. Man habe auch die Busfahrpläne im Blick gehabt.

Aber die Erstklässler aus dem Norden hätten „eine extrem lange Wartezeit“ gehabt. Auch das sei ein Grund für die Ablehnung gewesen. Nun werden aus zunächst angedachten drei ersten Klassen an der Mangfallschulevier – inklusive einer Ganztagsklasse. Nach jetzigem Stand sollen laut Wagner 24 Kinder in der Ganztagsklasse sein, in den drei anderen ersten Klasse jeweils 21 Kinder. Zuweisungen haben „praktische Gründe“, erklärt Müller. Denn gebe es eine Klasse mehr, wie jetzt an der Mangfallschule „fehlen Stunden an anderer Stelle.“ Ein Beispiel: „24 Stunden werden für eine Klasse aufgewendet. Diese fehlen dann bei AGs und Förderkursen“, erklärt er. Genau deshalb werde auch genau geprüft, ob man Zuweisungen durchführen könne.

Grund für die angedachte Zuweisung seitens des Schulamtes war die „vorgegebene Teilungsgrenze“. Das heißt: Für die rund 156 Kinder sollen sechs Klassen zur Verfügung stehen. Die Folge: Somit dürfen in der Mangfallschule für das erste Schuljahr nur drei und nicht vier Klassen gebildet werden. 87 Erstklässler sind bisher für die Mangfallschule angemeldet.

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