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Anbauen statt verbrauchen

Einsatz für Klima und Region: Bad Aiblinger Azubis wollen 200 Bäume im Forstbetrieb Rott pflanzen

Wollen die Region unterstützen (von links): Luisa Hund, Amelie Pratsch, Pia Moritz, Matthias Becker und Angela Hundhammer von der Bad Aiblinger Baufirma „B&O“ freuen sich auf die gemeinsame Aktion.
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Wollen die Region unterstützen (von links): Luisa Hund, Amelie Pratsch, Pia Moritz, Matthias Becker und Angela Hundhammer von der Bad Aiblinger Baufirma „B&O“ freuen sich auf die gemeinsame Aktion.
  • Korbinian Sautter
    VonKorbinian Sautter
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Fünf Bad Aiblinger Auszubildende wollen die Region unterstützen und 200 Bäume im Forstgebiet Rott einpflanzen. Jörg Meyer, Forstbetriebsleiter der Region Schliersee, erklärt die Feinheiten, die es bei der wohltätigen Aktion zu beachten gilt.

Bad Aibling – In einem Leben soll man eine Familie gründen, ein Haus bauen und einen Baum pflanzen. Zumindest zwei dieser drei bekannten Lebensweisheiten erledigen fünf Bad Aiblinger Auszubildende gleich in einem Lehrjahr. Im Rahmen eines Projektes der Baufirma „B&O“ treffen sich die Azubis mit Förster Lukas Hofmann, um in den Wäldern von Rott 200 Bäume einzupflanzen. Ziel der Aktion ist es, sich bewusst mit der Natur auseinanderzusetzen und die Umwelt in der eigenen Region zu unterstützen.

Fünf Lehrlinge, ein gemeinsames Ziel

„Wir waren alle sofort begeistert“, beschreibt Pia Luise Moritz, Auszubildende bei der Bad Aiblinger Baufirma, das Treffen im Juni, als die Idee für das Projekt entstand. Fünf der aktuell zwölf Lehrlinge setzten sich zusammen und überlegten, wie sie mit Hilfe der alljährlich von der Firma verlangten Aktion in der Region etwas Gutes tun können. Nachdem die Auszubildende Amelie Pratsch guten Kontakt zu Förster Lukas Hofmann hatte, war der gemeinsame Nenner schnell gefunden und die Planung für das Forstgebiet Rott konnte beginnen.

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Doch bei aller Euphorie müssen sich die Bad Aiblinger Azubis noch bis in den Herbst gedulden. Zum einen bedarf die Bestellung, Abholung und Bepflanzung eine gewisse Vorlaufzeit. Zum anderen müssen die Waldarbeiter auf den optimalen Zeitpunkt im Jahr warten. „Wir können neue Bäume nur im Frühling und Herbst einpflanzen“, erklärt Jörg Meyer, Forstbetriebsleiter der Region Schliersee. Denn nur dann hätte der Boden die richtige Feuchtigkeit, um den Setzlingen die notwendigen Voraussetzungen zum Wachsen zu bieten.

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Etwas, dass die Auszubildenden bei dem Projekttag im November lernen sollen, ist die richtige Baumart, die in der Region am besten gedeihen kann. „Die Tanne, Eiche und Ulme sind mit ihren tiefen Wurzeln für die Erde in Rott gut geeignet“, weiß Meyer. Mit Hacke, Spaten und unter Anleitung eines Waldarbeiters können die Baulehrlinge dafür sorgen, dass der Mischwald der Gemeinde innerhalb von rund fünf Stunden um 200 Bäume größer wird.

Ein weiterer Aspekt für die jungen Bad Aiblinger ist der Umgang mit dem aus der Arbeit bekannten Material. „Es ist schon etwas Besonderes, dass wir jetzt das einpflanzen, womit wir normalerweise bauen“, meint Moritz. Zwar achte man bei der Baufirma durchaus auf Nachhaltigkeit. Das Wissen, dass die gepflanzten Bäume über 100 Jahre wachsen müssten, bevor sie gefällt und verarbeitet werden können, lässt die Auszubildenden das Holz dennoch mit anderen Augen betrachten.

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Mit der Idee, die Förster bei der neuen Bepflanzung zu unterstützen, sind die Azubis aus der Region jedoch nicht alleine, wie Meyer betont: „Die Anfragen sind extrem angestiegen, sodass wir gar nicht wissen, wie wir da noch hinterherkommen sollen.“ Aktuell bestelle der Betrieb bei den Baumschulen und Pflanzengärten in der Umgebung ein paar Tausend neue Bäume pro Jahr, braucht für das Einpflanzen jedoch Zeit und das notwendige Personal. Auch wenn sich Meyer immer über Sponsoren für die Bäume freut, muss er manche Firmen dennoch vertrösten. Gerade die Hilfe aus der Region versucht der Leiter des Forstbetriebes aber immer anzunehmen, weshalb die Auszubildenden sich nun auf einen lehrreichen Tag in den Wäldern rund um der Gemeinde Rott freuen dürfen.

Mehr Einsatz für Klima und Region

Für Moritz ist der Einsatz für die Umwelt damit allerdings noch nicht beendet. „Ich könnte mir schon vorstellen, mit dem nächsten Projekt wieder etwas für das Klima zu tun“, kündigt sie an. Wie genau die kommende Aktion aussehen soll, sei zwar noch nicht ganz klar. In jedem Fall soll es aber wieder etwas sein, dass die Gemeinden im Landkreis in irgendeiner Form unterstützt.

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