Kleines Stück Normalität ist zurück – Unterrichtsbeginn für Bruckmühler Abschlussklassen

Die halbe Klasse 10c der Realschule Bruckmühl mit Rektorin Andrea Ranner und Lehrer Volker Vollenbröker. Baumann
  • vonJohann Baumann
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Schulstart für die Abschlussklassen: Auch in Bruckmühl kehrte am Montag an drei Schulen wieder Leben ein. Mit der Wiederaufnahme des Unterrichts wurde ein Bündel von Richtlinien erlassen. Dem Re-Start an den Schulen gingen vielfältige organisatorische Maßnahmen voraus.

Bruckmühl – Die Leitung der Justus-von-Liebig-Mittelschule schickte den Eltern der 68 Abschluss-Schüler vorab Fragebögen zu, um eventuelle Vorerkrankungen, Schwangerschaft, Covid-19-Symptome oder Kontakte zu Covid-19-Infizierten zu erfragen.

Straff organisierte Schulalltag

Straff organisiert ist auch der Ablauf des Schultages – vom getrennten Abstellen der Fahrräder, dem Aufenthalt in unterschiedlichen Wartebereichen mit Maskenpflicht über das Abnehmen der Masken und Händewaschen im Klassenzimmer oder die Pausengestaltung bis zum zeitlich und räumlich gestaffelten Verlassen des Schulgebäudes nach dem dreistündigen Unterricht.

Ängste wurden ausgeräumt

Den Unterricht besuchen Schüler der drei neunten Klassen sowie der zehnte Klasse (M-Zug). „Das Lehrerkollegium hatte im Vorfeld der Wiederaufnahme des Unterrichts durchaus unterschiedliche Meinungen“, bekennt Rektorin Arabella Quiram. „Je mehr Einzelheiten wir aber geregelt haben, desto geringer wurden die Ängste.“

Die Realschule Bruckmühlist wieder mit Leben und der Parkplatz mit ersten Rädern und Mopeds erfüllt.

Schüler kommen gern zurück

Die Schulleiterin befürwortet ganz klar die Wiederaufnahme der Präsenzbeschulung, durch die der Schultag wieder strukturierter werde und die sozialen Kontakte reaktiviert würden. Nach dem ersten Schultag resümiert die Schulleiterin: „Unser ganzes Kollegium war begeistert von den disziplinierten und im Unterricht aufmerksamen Schülern. Es war spürbar, dass sie nach sechs Wochen Pause gern zurück in die Schule gekommen sind.“

Disziplinierter Neustart am Gymnasium

„Ganz ruhig, sehr diszipliniert und wie geplant“ verlief nach Auskunft von Walter Baier der Unterrichtsbeginn für die 82 angehenden Abiturienten des Bruckmühler Gymnasiums. Der Schulleiter, zugleich Landesvorsitzender der Direktoren der Bayerischen Gymnasien erklärt: „Die Aufnahme des Unterrichts war dringend notwendig. Jetzt besteht noch eine reelle Chance, eine Abitur-Prüfung ohne großen Zeitdruck hinzukriegen. Heute ist wieder ein kleines Maß an Normalität zurückgekehrt.“

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Die Schule habe derzeit drei Herausforderungen gleichzeitig zu bewältigen: den wieder begonnenen Präsenzunterricht, die ausgeweitete Notbetreuung und das „Lernen zu Hause“.

Der Corona-Abstandsplan an der Justus-von-Liebig-Schule in Heufeld.

Unterricht mit Maskenpflicht

Insgesamt 89 Schüler der vier zehnten Klassen sind in die Klassenzimmer der Bruckmühler Realschule zurückgekehrt. Wie am Gymnasium war auch dort der Ablauf straff organisiert. Dazu gehören unter anderem Maskenpflicht in den Klassenzimmern, getrennte Eingänge und Treppenhäuser sowie Außen-Pausenbereiche. „Ich bin froh, dass die Schüler wieder da sind“, gesteht Schulleiterin Andrea Ranner: „In der Zeit bis zu den Prüfungen kann man sich gut vorbereiten.“

Rückkehr tut Schülern und Lehrern gut

Der Start sei reibungslos verlaufen und schon in der ersten Stunde habe sie gemerkt, dass der Unterricht den Schülern wieder guttut. „Im Vorfeld habe ich mir viele Gedanken gemacht, und es hat im Lehrerkollegium anfangs Bedenken gegeben, die aber durch unser schlüssiges Konzept abgebaut werden konnten“, verrät die Realschul-Chefin.

Mit mehr Klassen wächst die Herausforderung

Zudem habe sie sich in Vorbereitung des Unterrichts-Neustart mit der Wilhelm-Leibl-Realschule Bad Aibling und der Johann-Rieder-Realschule Rosenheim ausgetauscht. Übereinstimmend betonten die Schulleiter, dass die Richtlinien insbesondere in punkto Abstand mit den Abschlussklassen gut umzusetzen seien.

Sollten diese Vorschriften auch nach der stufenweisen Rückkehr aller anderen Klassen noch bestehen, wären allerdings deutlich größere Herausforderungen zu bewältigen.

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