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Mit stehen Ovationen verabschiedet

Klaus Christoph gibt Vorsitz des SV Bruckmühl nach 37 Jahren an Bernhard Gleißner ab

Engagiertes Oktett: Bruno Stach, Hannes Dörnberger, Otto Afflerbach, Christa Aumann, Vorsitzender Bernhard Gleißner, Ade Hofmann, Torsten Neuwirth und Stefan Brence (von links) leiten für die kommenden zwei Jahre im Vorstand maßgeblich die Geschicke des SV Bruckmühl.
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Engagiertes Oktett: Bruno Stach, Hannes Dörnberger, Otto Afflerbach, Christa Aumann, Vorsitzender Bernhard Gleißner, Ade Hofmann, Torsten Neuwirth und Stefan Brence (von links) leiten für die kommenden zwei Jahre im Vorstand maßgeblich die Geschicke des SV Bruckmühl.
  • VonTorsten Neuwirth
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Nach 37 Jahren, zwei Monaten und sieben Tagen endete eine beeindruckende Ära, die in dieser Art Einmaligkeitscharakter besitzt. Mit stehenden Ovationen verabschiedeten die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung des SV Bruckmühl (SVB) ihren langjährigen Vorsitzenden Klaus Christoph, der für keine weitere Amtsperiode mehr kandidierte.

Bruckmühl – Christoph zeigte sich von der Sympathiebekundung emotional sehr berührt. Als Nachfolger sprach sich die Versammlung für Bernhard Gleißner als neuen Vorsitzenden des SV Bruckmühl aus. Als neuer Vize steht ihm Hannes Dörnberger zur Seite.

Pandemie ist K.O.-Schlag für Sport

In seinem Rückblick bezeichnete der scheidende Vorsitzende die Pandemie als K.O.-Schlag für den Sport: „Keine sportliche Betätigung, keine sozialen Kontakte, das war schon eine Nummer.“ Erfreut zeigte er sich, dass auf Initiative die Marktgemeinde ihre Turnhallen auch während der Sommerferien für den Sportbetrieb genutzt werden können, und sich der Landkreis dieser Maßnahme mit seiner Realschul-Turnhalle angeschlossen habe. Einen weiteren Dank richtete er an die Kommunen für die Überweisung der Jugendförderung.

Als riesige Herausforderung bezeichnete Christoph den wiederholten Ausfall des Volksfestes, das die finanzielle Basis für die erfolgreiche Arbeit des SVB bildet.

Bewegender Moment: Nach 37 Jahren, zwei Monaten und sieben Tagen stand das SVB-Urgestein Klaus Christoph zum letzten Mal als Vorsitzender am Rednerpult.

Rücklagen des Vereins sind geschrumpft

So mussten für die notwendige Modernisierung der 30 Jahre alten Heizung des Sportheims in Höhe von knapp 160 000 Euro die angesparten Rücklagen in Anspruch genommen werden. Ob, wann und in welcher Höhe die dem Bayerischen Landessportverband gemeldeten Einnahmen-Ausfälle der beiden vergangenen Haushaltsjahre erstattet werden können, ist nach seiner Aussage noch völlig offen. Als positiv bewerte er die Spendenaktion „Volksfest dahoam“ und den „Gutscheinverkauf“ für die Pächterfamilie der „Sportheim Gaststätte“.

Auf dem Sportsektor zeigte er sich unter anderem stolz über die Errichtung der „Kids-Arena“ – einer professionellen und variablen Allwetter-Spielfläche – mit Eigenmitteln der Sparte Tennis. Beeindruckt ist Christoph aber auch vom in der Vereinsgeschichte erstmaligen Aufstieg der Fußballer in die Landesliga und den Sprung von acht SVB-TeamGym Mädels in den deutschen Nationalkader.

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Am Ende seiner letzten Rede nach 37 Jahren als Vorsitzender des SV Bruckmühl richtete er seinen innigen Dank an alle, die ihn in dieser Zeit begleitet haben, denn: „Ein Vorstand kann nur mit einem perfekt aufgestellten Team erfolgreich sein. Ich hatte immer das Glück, eine verdammt gute Mannschaft um mich herum zu haben.“ Mit einer Umarmung verabschiedete er sich von der Geschäftsstellenleiterin Silvia Afflerbach: „Du wirst mir fehlen, deine Fröhlichkeit und Freundlichkeit sind beispiellos.“

Schatzmeister Stefan Brence stellte auf launige Art seine Tätigkeit in Frage, denn „was macht ein Schatzmeister ohne Volksfest, er hat zum Leidwesen seiner Frau nur Langeweile“. Trotz harter Einschnitte in den Wirtschaftsplan konnte nach seiner Darstellung in enger und kooperativer Zusammenarbeit mit den Sparten „das SVB-Schiff gut durch die stürmische See gesteuert werden“. Sein abschließendes Fazit: „Unser SVB ist gesund, wir können positiv gestimmt die Zukunft angehen.“

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Schriftführer Otto Afflerbach ging auf die Mitgliederentwicklung der beiden letzten Jahre ein. So ist nur ein prozentual minimaler Rückgang zu verzeichnen: „Wir sind gut durch die Pandemie gekommen, unsere Mitglieder haben ihrem SVB die Treue gehalten.“

Ein unschlagbares Duo über viele Jahre. Geschäftsstellenleiterin Silvia Afflerbach und Klaus Christoph.

Mit den einleitenden Worten „Liebe ehemalige Volksfestbesucher“ sorgte Wiesn-Bürgermeister Alex Zehetmaier für Lacher. Er brachte seine persönliche Stimmungslage kurz und knapp auf den Punkt: „Erst, wenn etwas fehlt, merkt man, wie wichtig es einem ist.“ Das zweijährige Aus für die SVB-Wiesn bezeichnete er nicht nur für sich allein „als echt schlimme Zeit“.

2022 wird ein großes Fest gefeiert

Zehetmaier blickte voraus: „Jetzt hoffen wir auf das kommende Jahr und dann feiern wir im Juli ein riesiges Fest.“

Als „umgänglich und freundlich, aber hart in der Sache und immer auf der Suche nach dem Besten für seinen SVB“, charakterisierte Bürgermeister Richard Richter in seinem Grußwort den scheidenden Vorsitzenden, der zugleich Zweiter Bürgermeister der Marktgemeinde Bruckmühl ist. „Wenn du aber meinst, jetzt mehr Freizeit zu haben, irrst du dich, denn ich werde dich noch mehr in die Gemeindearbeit einbinden.“, prophezeite er seinem Vize mit seinem bekannt verschmitzten Lächeln.

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