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Jugendring genehmigt Zuschuss - Fokus fürchtet Haushaltsberatungen

"Kick": Wackelt der Baubeginn?

Bad Aibling - Gute Nachrichten und doch Pessimismus - das Fokus Familiennetzwerk als Träger des Jugendtreffs "Kick" ist im Zwiespalt.

Denn: Eigentlich ist die letzte Hürde zur Finanzierung des beschlossenen Neubaus genommen, da der Bayerische Jugendring den von der Stadt beantragten Zuschuss genehmigt hat. Etwa 200000 Euro. Aber: im September beginnen die Beratungen zum Haushalt 2010 und da befürchtet der Träger eine Prioritätenverschiebung.

In dieser Woche trifft der Vorbescheid des Bayerischen Jugendrings im Rathaus über die Zuschussbewilligung ein. Die eingereichte Planung mitsamt dem Raumprogramm entspricht dem BJR zufolge den Vorgaben. 251 Quadratmeter seien förderungsfähig, so die Leiterin des Referats Baumaßnahmen beim BJR, Marianne Haas. Das bedeutet: 190000 bis 200000 Euro Zuschuss für die Stadt als Bauherrin.

Zwar müsse der Antrag noch um einige Kleinigkeiten ergänzt werden, fügte die Referentin hinzu - diesbezüglich werde die Kommune informiert - doch dies könne nachgereicht werden und beeinflusse nicht die jetzige Zusage. "Das geht dann direkt über meinen Schreibtisch und braucht nicht mehr in den Förderausschuss", erklärte Marianne Haas.

Bei den Ergänzungen handelt es sich ihr zufolge zum Beispiel um das Energiekonzept, für das es inzwischen erhöhte Anforderungen gebe. Die BJR-Referentin sicherte zu, den endgültigen Bescheid inklusive der Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn innerhalb einer Woche nach Erhalt der Zusatzunterlagen auf den Weg zu bringen - "wir wollen doch nichts verzögern", ermunterte sie, zumal sie selbst dann im August in Urlaub sei.

Genau dies, eine weitreichende Verzögerung, befürchten die Verantwortlichen von Fokus und "Kick". Angeblich sollen für den Neubau des Jugendzentrums keine Mittel da sein. Was ist dran an diesen Gerüchten?

"Nichts ist dran", wehrt Bauamtsleiter Andreas Krämer auf Anfrage ab. Richtig sei, dass es einen Ratsbeschluss gebe und dieser Auftrag zu vollziehen sei. Bislang habe die Stadt auf eine Förderbewilligung durch den BJR gewartet, bis dato liege auch noch keine Baugenehmigung (durch das Landratsamt) vor. Auch bei einem vorzeitigen Baubeginn müsse man vorher noch das Procedere mit Ausschreibungen (durch den Architekten) und Vergaben abwarten.

Im September beginnen die Haushaltsplanberatungen für 2010. Dabei stehen auch zahlreiche "große Brocken" auf dem Programm, wie die jüngsten Diskussionen in Ausschüssen und Stadtrat zeigten: Umbau Am Klafferer, Neubau Rathaus, Umgestaltung Marienplatz, US-Areal etc. "Wir wollen nichts verschieben", unterstrich Krämer in diesem Zusammenhang und verwies auf die Kämmerei als Hüterin der städtischen Finanzen.

Angesichts der anstehenden Großprojekte kann Kämmerer Andreas Mennel, wie er zugibt, nur schwindlig werden: Alles zu finanzieren, klappt ihm zufolge nur über Kredite. "Und das wollen wir nicht", unterstrich er. Also müssten Prioritäten gesetzt werden. Die Verwaltung könne Vorschläge machen, was aber wann realisiert werden solle, das sei einzig und allein eine politische Entscheidung.

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