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Historisches Areal

Kellerberg: Projektentwickler aus Pullach soll Bad Aiblinger Schandfleck gekauft haben

Seit Jahren stellt das obere Kellerberg-Areal im Herzen der Stadt ein Brache dar. Jetzt scheint das Tor für eine zukunftsfähige Entwicklung des Geländes offen.
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Seit Jahren stellt das obere Kellerberg-Areal im Herzen der Stadt ein Brache dar. Jetzt scheint das Tor für eine zukunftsfähige Entwicklung des Geländes offen.
  • Norbert Kotter
    VonNorbert Kotter
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Die Eckpfeiler Immobilien Gruppe mit Hauptsitz in Pullach bei München hat das obere Kellerberg-Areal gekauft. Diese Exklusiv-Information der OVB-Heimatzeitungen dementiert Bürgermeister Stephan Schlier nicht, wenngleich er den Käufernamen nicht nennt.

Bad Aibling – In der Kurstadt keimt Hoffnung auf, dass eine seit Jahren vor sich hindümpelnde Brache städtebaulich jetzt vernünftig entwickelt werden kann.

Dass ein Notarvertrag mit einem Käufer geschlossen wurde, stand bereits wenige Tage nach dem Bericht in der Heimatzeitung fest, in dem der 20. September als der vom Gericht festgesetzte Termin genannt wurde, an dem das Areal für einen Verkehrswert von 8,3 Millionen Euro zwangsversteigert werden sollte.

Käufer sprachbereits mit Bürgermeister

Das hatte das Beratungsunternehmen für Kommunikation bestätigt, welches der Insolvenzverwalter Justus von Buchwald beauftragt hat. Mit dem Vertrieb der Immobilien des insolventen Vorbesitzers German Property Group wurde der Immobilienvermarkter CR Investment Management beauftragt.

Wenn Schlier auch den Namen des Käufers nicht nennt, bestätigt er dennoch, dass dieser bereits bei der Stadt vorstellig geworden ist. „Wir haben ein sehr gutes Gespräch geführt. Ich hatte den Eindruck, dem Investor war sehr daran gelegen, die Vorstellungen der Stadt in Erfahrung zu bringen“. Offiziell in Erscheinung treten will der Käufer nach Auskunft des Rathauschefs erst dann, wenn der Eintrag im Grundbuch erfolgt und damit der Eigentumsübergang auch offiziell vollzogen ist.

Möglicherweise ein Grund, warum es seitens der Firma auf eine konkrete Nachfrage zum Kauf der OVB-Heimatzeitungen keine Antwort gab. Die Geschäftsführung sei in Urlaub, man könne frühestens in zwei Wochen dazu etwas sagen, hieß es seitens der Assistenz der Geschäftsführung.

Schlier hat bei dem Gespräch mit dem Käufer unter anderem darauf hingewiesen, dass die Stadt an dieser Stelle gerne einen Supermarkt sähe, ihr an der Wiedereröffnung des Durchgangs zur Birkenallee gelegen sei und sie auch Interesse daran habe, eine Option für eine mögliche Erweiterung des Kinderhauses Camino zu haben, das am Kellerberg angesiedelt ist. Auf jeden Fall will der Bürgermeister den Stadtrat „bereits in einem sehr frühen Stadium“ in die Gespräche miteinbeziehen. „Auch die Stadträte sollen sich bereits im Vorfeld von konkreten Planungen in die Diskussion um die Zukunft des Areals einbringen können“, so der Bürgermeister. Er geht davon aus, dass sich der Versteigerungstermin erübrigen dürfte, auch wenn er nach seinem aktuellen Informationsstand noch nicht offiziell aus dem Terminkalender gestrichen ist.

Die Eckpfeiler Immobilien Gruppe, eine GmbH, teilt auf ihrer Homepage mit, dass ihr Fokus vor allem auf der Entwicklung von Gewerbe- und Wohnprojekten, der Revitalisierung und Aufwertung von Bestandsobjekten und der Bestandshaltung von Wohn- und Gewerbeeinheiten liege. Leidenschaft der Gruppe sei, „das Potenzial von Immobilien nachhaltig zu entwickeln“. Man arbeite bevorzugt mit regionalen Partnern zusammen

Gruppe hat seit seit 2015 entwickelt 2600 Wohneinheiten

Nur durch intelligente Nutzungskonzepte entstünden Lösungen mit Mehrwert für alle Interessengruppen, heißt es weiter. Deshalb sei es der GmbH wichtig, „diese Interessensgruppen proaktiv einzubinden, um einen ausgewogene Interessenslage sicherzustellen“. Die Gruppe verfüge über Kapitalkraft, um Projekte langfristig durchzuführen, umfassende Erfahrung und die Kreativität, um „um die Ecke zu denken“, heißt es auf der Homepage der Firma weiter.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2015 hat sie nach eigenen Angaben insgesamt 2600 Wohneinheiten entwickelt, 42 Projektstandorte zählt die Firma auf. Die von ihr in diesem Zeitraum entwickelte gesamte Grundstücksfläche gibt sie mit 836.000 Quadratmetern an, den Bestand der gewerblichen Geschossfläche mit 162.000 Quadratmetern.

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