Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


BRUCKMÜHLER MARKTAUSSCHUSS LEHNT BAUANTRAG AB

Keine neue Maschinen- und Bergehalle für Lohnunternehmen aus Waith

Im geplanten Neubau einer Maschinen- und Bergehalle in Waith sah der Marktausschuss vor allem in der langen „Schotterpiste“ als Erschließungsstraße und der Löschwasserversorgung Probleme.
+
Im geplanten Neubau einer Maschinen- und Bergehalle in Waith sah der Marktausschuss vor allem in der langen „Schotterpiste“ als Erschließungsstraße und der Löschwasserversorgung Probleme.

Ein Bauantrag für den Neubau einer Maschinen- und Bergehalle 500 Meter südlich vom Ortsteil Waith löste bei den Mitgliedern des Bruckmühler Marktausschusses unterschiedliche Sichtweisen aus. In Summe sprach sich das Kommunalplenum mit einem 7:4-Entscheid gegen das Vorhaben aus.

Bruckmühl – Die Spanne der Argumentationen reichte von „sinnvolle Unternehmenserweiterung“ bis „keine weitere Expansion an dieser Stelle“. Der Antragsteller wollte sein landwirtschaftliches Lohnunternehmen durch eine Maschinen- und Bergehalle erweitern. Die Planung sah ein Gebäude von 30 Metern Länge, 12 Metern Breite und einer maximalen Höhe von 8,30 Metern vor.

Nach Aussage der gemeindlichen Bauverwaltung liege das betroffene Areal im Außenbereich auf einer Fläche für Landwirtschaft. Knackpunkt sei nach Erläuterung von Markus Schwinghammer von der Bauverwaltung unter anderem die fehlende Privilegierung. Auch fehle eine gesicherte Erschließung. So könne das Grundstück von Osten lediglich über einen 500 Meter langen und vier Meter breiten öffentlich gewidmeten Feld- und Waldweg angefahren werden. Auch von der Westseite sei die Erschließung auf einer Länge von knapp 850 Meter nicht gesichert. Für ein Teilstück fehle in diesem Bereich sogar eine Widmung.

Grundstück hat keinen Wasser- und Kabelanschluss

„Für landwirtschaftliche Gebäude wären die öffentlich gewidmeten Wege ausreichend, nicht aber für ein gewerbliches Lohnunternehmen mit häufigeren Fahrzeugbewegungen“, stellte Schwinghammer klar. Hinzu komme, dass das Grundstück keinen Wasser- und Kanalanschluss habe. Damit stelle sich auch die gewichtige Frage nach einer ausreichenden Wasserversorgung bei einem Brandfall, denn der nächste Hydrant sei knapp 400 Meter Luftlinie entfernt.

Weitere Beiträge aus dem Mangfalltal finden Sie hier.

Fazit der Verwaltung: Die Anzahl der „Knackpunkte“ ist zu groß, es gibt zu viele Zweifel, also Nein. Für Grünen-Rat Wolfgang Huber war die Sache relativ klar. Für ihn habe sich der ehemalige landwirtschaftliche zum lohnwirtschaftlichen Betrieb entwickelt. Damit verband er die Frage: „Warum sollten wir hier dann anders entscheiden als bei jedem anderen gewerblichen Betrieb?“ Auch warf er die Frage auf: „Was ist, wenn er noch weiter expandiert?“ In Summe sprach er sich gegen den Antrag aus.

OLB-Rat Richard Linke bewerte dies anders. Er führte die 20-jährige Existenz des Betriebes an. Eine verbindliche Aussage zur Privilegierung verwies er in den Bereich „des Glaskugel-Lesens“. Klar war für ihn: „Maschinen brauchen kein Wasser und Abwasser.“ Das Thema „Brandschutz“ war für ich durchaus wichtig, aber auch lösbar. Er wollte den Antrag „nicht abschmettern“ und sprach sich eher für eine Zustimmung aus.

Christian Kastl (CSU/PW) sah dies ähnlich. Für ihn war der Antrag eine „gute Betriebserweiterung eines Bruckmühlers“. Positiv bewerte er, dass sich der Bauwerber bis dato immer um den Wegeerhalt gekümmert habe. Daher plädierte er für eine Suche nach einer praktikablen Lösung für eine gesicherte Löschwasserversorgung.

Einen Mittelweg wollte Michael Stahuber (CSU/PW) gehen. Er sprach sich für den Bau einer überdachten, aber offenen Lagerhalle aus, „damit die Maschinen nicht draußen stehen“. Die Straßenerschließung sei „optimierbar“ . Er votierte unter Auflagen für den Antrag.

Für Bürgermeister Richard Richter (CSU/PW) war der „Gleichbehandlungsgrundsatz“ für alle Gewerbebetriebe wichtig: „Wir sollten hier nicht unterschiedliche Maßstäbe anwenden und keine falschen Signale setzen.“ Letztlich sprach sich eine Mehrheit des Kommunalplenums gegen den Antrag aus.

Mehr zum Thema

Kommentare