Keine Bad Feilnbacher Stellungnahme im Raumordnungsverfahren zum Brenner-Nordzulauf

Nur geringfügig ist die Gemeinde im Gebiet Eulenau (roter Kreis) vom Lärmkorridor einer Trassenführung Brenner-Nordzulauf betroffen.
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Nur geringfügig ist die Gemeinde im Gebiet Eulenau (roter Kreis) vom Lärmkorridor einer Trassenführung Brenner-Nordzulauf betroffen.

Das Raumordnungsverfahren zum Brenner-Nordzulauf war Thema der jüngsten Gemeinderatssitzung der Gemeinde Bad Feilnbach. Die Gemeinde ist von keiner der fünf Trassenvarianten direkt betroffen. Lediglich ein Lärmkorridor bei Eulenau könnte für akustische Einschränkungen sorgen. Trotzdem gab die Gemeinde keine Stellungnahme ab.

Von Peter Strim

Bad Feilnbach – Ausschlaggebend für die Diskussion waren acht Aktenordner mit Verfahrensunterlagen der Deutsche Bahn Netz AG, in denen unter anderem der Verlauf der fünf Trassenvarianten erläutert wird. Noch in diesem Jahr soll die Entscheidung für eine finale Trasse fallen.

Bad Feilnbach hat Glück: Eine ursprünglich angedachte Trassenführung durch das östliche Gemeindegebiet wurde aufgrund äußerst ungünstiger geologischer Gegebenheiten von der Deutschen Bahn verworfen.

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Demzufolge besteht aktuell also nur eine geringfügige Betroffenheit für die Gemeinde: der Lärmkorridor im Bereich Eulenau in Folge dreier möglicher Trassenführungen vom Inntal kommend im Umgriff Wasserwiesen/Stocka über die Bundesautobahn BAB 8.

Die Gemeinde, so die Meinung von Bürgermeister Anton Wallner (CSU) und Gemeinderat, könne sich im Raumordnungsverfahren aufgrund mangelnder Betroffenheit nicht zu Wort melden. Deshalb gibt es auch keine Stellungnahme von Bad Feilnbach. Trotzdem sollte, so Wallner, jeder Bürger seine Bedenken zum Projekt äußern.

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Das unterstützte auch Josef Riedl (CSU): Jeder Bürger solle die Möglichkeit nutzen, seine Einwände schriftlich oder per E-Mail einzusenden. Wer sich nicht äußere, so der Gemeinderat, stimme dem Bahnprojekt zu. Petra Eirainer (Bündnis90/Die Grünen) forderte: „Gute Argumente müssen gehäuft kommen!“ Sie machte noch einmal auf die Doppelbelastung von Verkehr auf der Autobahn und der Bahnlinie aufmerksam, die aufgrund der Lärmausbreitung vom Bereich Eulenau aus auch die Bürger im Gemeindegebiet von Bad Feilnbach betreffen würden.

Die Unterlagen zum Raumordnungsverfahren können unter www.brennernordzulauf.eu eingesehen werden. Stellungnahmen können bis zum heutigen Freitag bei der Regierung Oberbayerns eingereicht werden.

Hier besteht noch die Möglichkeit, seine Meinung zur Raumverträglichkeit des Brenner-Nordzulauf zu äußern: Bürgerinitiative Brennerdialog Rosenheimer Land

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