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Nach Rücktritt von Dr. Marcel Huber

Katholischer Männerverein Tuntenhausen sucht neuen Vorsitzenden

So kannten ihn die Tuntenhausener: Dr. Marcel Huber auf der Herbstwallfahrt im vergangenen Jahr, als er eine Lanze für das Impfen brach: „Impfen ist christliche Nächstenliebe.“
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So kannten ihn die Tuntenhausener: Dr. Marcel Huber auf der Herbstwallfahrt im vergangenen Jahr, als er eine Lanze für das Impfen brach: „Impfen ist christliche Nächstenliebe.“
  • VonWerner Stache
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Mit dem Rücktritt von Dr. Marcel Huber verliert der Katholische Männerverein Tuntenhausen seinen langjährigen Vorsitzenden. Die Vereinsstruktur erlaubt es aber, unverändert zu agieren und die Zeit bis zur gelösten Nachfolge gut zu überstehen.

Tuntenhausen – Bayerns früherer Umweltminister Dr. Marcel Huber (CSU) legte nach fast 20 Jahren sein Landtagsmandat nieder und zieht sich aus der Politik zurück. Auch vom Vorsitz beim Katholischen Männerverein Tuntenhausen, dem er seit dem Jahr 2009 vorstand.

Großes Bedauern in Tuntenhausen

Das Bedauern über seinen Rücktritt war parteiübergreifend groß – natürlich auch beim Männerverein. Der 64-jährige galt auch in Tuntenhausen als bodenständig, uneitel und verlässlich. „Er hat seine Sache mit Herzblut erledigt“, sagt Bürgermeister Georg Weigl, der selbst im fünfköpfigen Beirat des Männervereins sitzt. Er schildert Huber als einen Mann, der sich ganz mit dem christlichen Glauben identifiziert.

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Weigl erinnerte explizit an die Romreise des Männervereins im Jahre 2019, als eine Gruppe von 29 Männern und Frauen sich im 150. Gründungsjahr des Vereins mit Dr. Marcel Huber und seinem Stellvertreter Otto Lederer auf den Weg machte, die besonderen Stätten an der Wiege der Katholischen Kirche zu besuchen und die „Urbs aeterna“ – die ewige Stadt Rom – zu erkunden. Trotzdem hat Weigl Verständnis für diesen Schritt, denn: „So ein persönlicher Schicksalsschlag ist nicht einfach zu verkraften.“

Auch für den stellvertretenden Vorsitzenden Otto Lederer kam der Rücktritt überraschend. „Aber wir sind gut aufgestellt“, so der Landrat, für den außer Frage steht, dass die Frühjahrswallfahrt stattfinden wird – sofern Corona keinen Strich durch die Rechnung macht. Ob man dann allerdings schon einen Nachfolger gefunden habe, bezweifelt er. Beim einstigen Vorsitzenden Hans Zehetmair hatte der Verein einst über ein Jahr Zeit, den Prozess der Nachfolge anzugehen.

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Deshalb geht Lederer davon aus, dass es bis zum Sommer dauern wird, ehe man zur Neuwahl rufen könne. Dass die Suche nicht einfach wird, weiß auch Tuntenhausens Bürgermeister Georg Weigl: „Es muss ein geeigneter Nachfolger sein, der in der bayrischen Politik gut vernetzt ist und auch im Kabinett sitzt.“ Beirat Hans Thiel, zugleich Ehrenbürger von Tuntenhausen, ist tief in der Geschichte des Männervereins verwurzelt. Er erlebte schon viele Vereinsvorsitzenden – von Alois Hundhammer und Max Streibl über Hans Zehetmair bis hin zu Dr. Marcel Huber.

Rückblick auf gutes Miteinander

Für Thiel war es stets eine angenehme Zusammenarbeit mit dem Ampfinger, den er als sehr bescheidenen Menschen beschreibt. Rückblickend meint Thiel, dass die CSU und der Ministerpräsident nicht gut beraten waren, den CSU-Stimmenkönig von Bayern nicht mehr ins Kabinett aufzunehmen oder ihm zumindest eine andere führende Stelle zu geben.

Doch nun steht erstmals die Nachfolgersuche in Tuntenhausen an. Der nächste Höhepunkt im Leben des Katholischen Männervereins ist die Frühjahrswallfahrt.

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