Die Katastrophe hat ein Ende: Vagenerau Weg in Bruckmühl wird endlich saniert

Saniert wird der Vagenerau Weg im Abschnitt von der Hainerbachbrücke bis zur Frühlingsstraße. Baumann

Schlaglöcher, abbrechende Kanten, stehende Pfützen – der Vagenerau Weg in Bruckmühl ist in schlechtem Zustand. Deshalb beschloss der Marktgemeinderat jetzt, ein Teilstück für 250000 Euro zu sanieren.

Bruckmühl – Es wird höchste Zeit, dass am Vagenerau Weg etwas passiert. „Die Straße ist eine Katastrophe“, betonte Bauamtsleiter Konrad Kremser auf der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates. Der Untergrund ist weder tragfähig noch frostsicher. Es gibt keine Entwässerung. Kein Wunder also, dass der Fahrbahnrand abbricht und sich zahlreiche Schlaglöcher in den Teerbelag eingenistet haben.

Da diese in den letzten Jahren zu Unfällen mit Sach- und Personenschäden führten, besteht dringender Handlungsbedarf. Doch wie kann die Straße sinnvoll und dauerhaft saniert werden? Diese Frage hat die Verwaltung zu klären versucht und dabei festgestellt, dass für eine umfassende Sanierung der Straße nicht ausreichend Grund erworben werden kann.

Bei den Recherchen stellte sich aber auch heraus, dass Sträucher und Hecken der Anlieger in den öffentlichen Grund ragten. Der Rückschnitt ist inzwischen erfolgt. Gleichzeitig wurde klar, dass sich die Straße im Laufe der Jahre auf den Grund der Landwirte verlagert hat.

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Für die Lösung des Problems gibt es nach Informationen der Bauverwaltung zwei Lösungen: Vollsperrung oder Sanierung. Dem Marktgemeinderat wurde nun ein Konzept für die Sanierung der Straße im Abschnitt Hainerbachbrücke bis Frühlingsstraße vorgelegt.

Die vorhandene Teerdecke und der nicht tragfähige Untergrund werden ausgebaut. Auf einer Gesamtbreite von fünf Metern entstehen eine 40 Zentimeter dicke Frostschutzschicht, eine zehn Zentimeter dicke Tragdeckschicht und beidseitig ein je 50 Zentimeter breiter Bankettstreifen. Die Kosten ohne Entsorgung: circa 250 000 Euro. Der Marktgemeinderat stimmte dem Vorhaben einstimmig zu.

Wolfgang Huber (Grüne) regte an, den Verkehr durch technische oder verkehrsrechtliche Maßnahmen zu beruhigen. Bauamtsleiter Kremser riet von Schwellen oder Aufpflasterungen ab, da diese erfahrungsgemäß die Ruhe der Anwohner. Die Errichtung einer 30er-Zone muss der Marktausschuss beschließen und dann mit der Polizeiinspektion Bad Aibling abklären.

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