Karl Puff: Große Verdienste um das Gemeinwohl

Altbürgermeister Karl Puff – flankiert von Bürgermeister Richard Richter (links), Ehefrau Maria und Zweitem Bürgermeister Klaus Christoph (rechts) – feierte seinen 90. Geburtstag. Baumann

Bruckmühl –. Würde in einer Umfrage nach den verdienstvollsten Bürgern Bruckmühls gefragt, wäre der Name „Karl Puff“ mit Sicherheit einer der meistgenanntesten.

Der waschechte Bruckmühler, der Zeit seines Lebens nie außerhalb der Marktgemeinde gewohnt hat, feierte jetzt seinen 90. Geburtstag.

Zur Welt kam er im Ortsteil Sonnenwiechs. Er besuchte die Volksschule in Bruckmühl und danach die Handelsschule in München. Anschließend trat er in den elterlichen Lebensmittel- und Getränkebetrieb ein, den er später übernahm. 1954 schloss er mit seiner Frau Maria den Bund der Ehe, aus dem drei Kinder, sechs Enkel und ein Urenkel hervorgingen. 1966 wurde Puff erstmals in den Marktgemeinderat und 1971 ins Bürgermeisteramt gewählt, das er 22 Jahre lang bis 1993 ausübte. Außerdem gehörte der CSU-Politiker 30 Jahre lang dem Aiblinger beziehungsweise Rosenheimer Kreisrat sowie viele Jahre dem Verwaltungsrat der früheren Kreissparkasse Bad Aibling an.

In seine Amtszeit als Bürgermeister fielen unter anderem der Bau von Kindergärten, Schulen, Turn- und Mehrzweckhallen, Feuerwehrhäusern und des Bürgerhauses, die Ausweisung zahlreicher Baugebiete, die Aufstellung des Grünordnungsplanes für das Kiesgrubengelände und die Integration der ehemals selbstständigen Gemeinden Götting und Holzham im Rahmen der Gebietsreform.

Auch die Errichtung des Bruckmühler Sportzentrums und des Schwimmbades sowie die Gründung der Partnerschaft mit Bruck an der Leitha (Niederösterreich) sind untrennbar mit seinem Namen verbunden. Für seine großen Verdienste um das Gemeinwohl erhielt Karl Puff eine Vielzahl hoher Ehrungen. Dazu zählen das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland, die Ernennung zum Altbürgermeister und Ehrenbürger der Marktgemeinde sowie die goldene Medaille des Partnerschaftsvereins. Er ist Mitglied in rund 40 Vereinen, unter anderem beim Trachtenverein „D’Wendlstoana“, beim Altersverein „Edelweiß“ und Ehrenmitglied beim Schwimmbadverein.

Einen besonderen Stellenwert nimmt der SV Bruckmühl ein, dem er seit dem Jahr 1942 angehört und der ihn ebenfalls zum Ehrenmitglied ernannte. Der Jubilar spielte in jungen Jahren Fußball und war als Torjäger gefürchtet. Er fuhr ferner Ski und schwang den Tennisschläger. Als Leichtathlet wurde er einst Dritter bei den bayerischen Meisterschaften im Diskuswerfen und als Eisstockschütze mit der Bruckmühler AH-Mannschaft bayerischer Meister. Ein weiteres Hobby ist das Klavierspielen, das er auch heute noch pflegt. Mit seiner Frau unternimmt der Altbürgermeister gelegentlich Spaziergänge. Eine zentrale Rolle in seinem Leben nimmt die Familie ein. Außerdem ist er FC-Bayern-Fan. Bürgermeister Richard Richter überbrachte Präsente sowie die Glückwünsche der Marktgemeinde, des Bayerischen Gemeindetages und des CSU-Ortsverbandes. Zweiter Bürgermeister Klaus Christoph gratulierte als Vorsitzender des SVB. Eine schriftliche Gratulation bekam der Jubilar von Landrat Wolfgang Berthaler. bjn

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