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„Endlich wieder Leben in der Schule“

„Kaleidoskop.Klänge.2022“ – Ein lyrisch-musikalischer Sommerabend am Gymnasium Bruckmühl

Die „Suricats“ begeisterten mit einem Abba-Medley.
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Die „Suricats“ begeisterten mit einem Abba-Medley.

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Funkstille fand mit dem Lyrik-Abend „Kaleidoskop.Klänge.2022“ eine gelungene Rückkehr in das kulturelle Leben am Bruckmühler Gymnasium statt. An zwei Abenden im Juni stellten viele engagierte Schüler einen bunten Strauß an atmosphärischen Texten, tiefgründigen Gedichten und stimmungsvollen Songs vor.

Bruckmühl – Den roten Faden lieferte kein Geringerer als der Dichter Kurt Tucholsky: „Freundschaft, das ist wie Heimat!“ Der Auftakt des Abends erfolgte auf Türkisch und Deutsch. Mit einem zweisprachigen Gedicht aus der Feder des Lyrikers Hidir Eren Cerik („Wofür kämpfen wir?“) kritisierte das Quartett aus Ilknur Öztürk, Annabelle Klotz, Eva Gottwald und Marina Eder die Absurdität kriegerischer Auseinandersetzungen.

Im Anschluss setzen Anna Hafner (Klarinette), Merle Schütze (Cello) und Patrizia Mecher (Klavier) einen ersten Klangtupfer mit der Klezmer-Nummer „Der Mirjambrunnen“.

Danach erlebten die Zuschauer zwei Kurzfilme von großer atmosphärischer Dichte: „Andorra.Projekt.2021“ und „Kaleidoskop.Klänge.2022“. Beide Produktionen entstanden in Lockdown-Phasen der Pandemie und illustrierten die kreative Energie der jungen Generation in schwierigen Zeiten und als Ergebnis des schulisch nicht leicht zu gestaltenden letzten Winters, mit Masken, Hygiene- und Abstandsregeln. Weitere Perlen der Poesie fanden die vier jungen Damen bei Rose Ausländer, Amanda Gorman („The Hill We Climb“), Mascha Kaléko und Erich Kästner.

Auf zwei Bühnen, einem Novum in der Aula des Gymnasiums im Mangfalltal, wanderte die Aufmerksamkeit des Publikums zwischen zahlreichen Solo-Darbietungen hin und her: Hanna Schertler (Harfe) und Amelie Dörnberger (Gitarre) wechselten mühelos mit Corinna Uebigau, die zwei eigens verfasste Kurgeschichten („Drown“ , „Cigarettes at Night“) auf einem atmosphärischen Sound-Teppich präsentierte, unterstützt von Patrick Sondermann an der Gitarre.

Weitere Berichte aus dem Mangfalltal finden Sie hier.

Fundamentale Botschaft des Abends: Beides, Freundschaft und Heimat, sind essentielle Bestandteile menschlichen Glücks – Einsamkeit und Heimatlosigkeit dagegen das schmerzhafte Gegenteil. Die geflüchteten Familien aus der Ukraine in der Sporthalle in diesem Frühjahr waren lebendiges Zeugnis dieser bitteren Wahrheit.

Weitere musikalische Höhepunkte: Die Geschwister Lucie und Lina Knoll, Arline Moschner und Eva Büchler sowie Eva-Maria Schmid am Klavier interpretierten die Songs „The War“, „Oh Canada“ und „Don’t watch me cry“ in außergewöhnlicher, tief berührender Qualität.

Wie ein ins Wasser geworfener Stein vergrößerten sich im Laufe der kurzweiligen 90 Minuten die Schwingungswellen der freundschaftlichen Begeisterung – die „Suricats“ klinkten sich ein und brachten mit vier Rock-Songs vom Feinsten den ersten Kulturabend nach zwei Jahren Abstinenz zu einem rauschenden Finale im Abba-Medley.

Am Klavier Patrizia Mecher.

Fazit: An zwei Sommerabenden vor den Pfingstferien entstanden viele magische Momente, in denen alle Anwesenden „viele schöne Formen“ wie in einem Kaleidoskop sehen, hören und erleben durften.

„Endlich wieder Leben in der Schule!“ Schulleiter Walter Baier war sichtlich erfreut, sein Gymnasium im Mangfalltal endlich in alter Form und mit ganz viel Leidenschaft wieder entdecken zu dürfen. Da war er nicht der einzige, wie der Foyer-Ausklang illustrierte. Dort zauberten das P-Seminar „Römische Küche“ und der Arbeitskreis „Catering“ kulinarische Highlights. Und nicht zu vergessen: die „Profis“ vom AK Technik. Sie brachten sich engagiert und unterstützend ein, denn Heimat ist auch da, wo man sich hilft.

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