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Premiere am 26. September

Junges Theater der Höhenrainer Trachtler erobert mit eigenem Stück die Bühne

Das Junge Theater Höhenrain steht am morgigen Sonntag erstmals mit einem eigenen Stück unter Regie von Ruth Feldschmidt (Zweite von links) auf der Bühne. Erfahrene Theaterer wie Toni Hermann, Marlene Plötz und Georg Messerer (von links) sind auf die Premiere gespannt.
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Das Junge Theater Höhenrain steht am morgigen Sonntag erstmals mit einem eigenen Stück unter Regie von Ruth Feldschmidt (Zweite von links) auf der Bühne. Erfahrene Theaterer wie Toni Hermann, Marlene Plötz und Georg Messerer (von links) sind auf die Premiere gespannt.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Das gab‘s in 116 Jahren Vereinsgeschichte noch nie. Der Nachwuchs erklimmt die Theaterbühne – und das mitten in der coronabedingten Zwangspause der Großhöhenrainer Theaterer. Die Jungen des Trachtenvereins „Alpengrün“ haben ihrer Spielfreude freien Lauf gelassen. Und eines ist schon jetzt klar: Das „Regnwurm Orakl“ wird die Lachmuskeln strapazieren.

Feldkirchen-Westerham – Mit dem Segen der „Alten“ steht das Junge Theater am Sonntag, 26. September, um 20 Uhr, erstmals auf der traditionellen Bühne des Landgasthofes Stahuber in Thal.

Seit 75 Jahren im Landgasthof Stahuber

Ein traditionelles bayerischen Bauerntheater gibt es in Großhöhenrain schon seit 116 Jahren. Seit 75 Jahren ist es im Landgasthof Stahuber beheimatet. Und so wie sich diese Tradition bei den Wirtsleuten von Josef über Leonhard auf Thomas Stahuber vererbte, lebt sie auch bei den Theaterern von Generation zu Generation fort. Die Eltern von Toni Hermann waren im Vorstand, spielten und bauten Kulissen. Auch Marlene Plötz und Georg Messerer sind mit dem Laienschauspiel aufgewachsen und kennen den Theater-Jahreskreis, der spätestens ab Juli für unruhiges Kribbeln und die Frage sorgt: „Wann ruft der Theaterleiter denn endlich an, wann geht es los?“, wie Toni Hermann erzählt.

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In wochenlangen Proben sind sie in den Jahren schon in viele Rollen geschlüpft und haben ihre freien Tage zwischen den Jahren ganz dem Theater gewidmet. Traditionell liegen die Vorstellungen zwischen den Weihnachtsfeiertagen und dem 6. Januar. Doch seit einem Jahr ist Pause. „Wir werden erst wieder auftreten, wenn wir auch das traditionelle Flair wieder bieten können“, erklärt Hermann. Dazu gehören mindestens 140 Besucher pro Vorstellung, die im Saal des Landgasthofes doppelt genießen können: das Stück und ein feines Menü vom Wirt. Aufgrund der Coronapandemie ist das noch immer nicht möglich und für das Stamm-Ensembles der Theaterer ein Grund zum Pausieren. Für die Nachwuchs-Laiendarsteller dagegen war es der ideale Zeitpunkt, mal etwas Neues zu probieren.

Spielfieber der Jungen erwacht

„Das hat uns schon immer gereizt. Viele junge Trachtler haben schon lange Lust darauf, auch mal ein eigenes Stück einzustudieren, weil es bei den Stücken des Stammensembles nur mal zwei oder drei Rollen für die Jungen gibt“, sagt Ruth Feldschmidt. Sie ist als Musiklehrerin zugleich Musikwartin des Trachtenvereins, betreut die Kindergruppen und hat nun als Regisseurin mit dem Jungen Theater den ersten Dreiakter einstudiert. „Einen Einakter von 30 Minuten haben wir 2019 schon aufgeführt. Jetzt dreimal 45 Minuten auf der Bühne präsent zu sein, wird schon eine Herausforderung“, blickt sie auf die intensiven Proben zurück. Dass es ausgerechnet das „Regnwurm Orakl“ sein sollte, hat einen guten Grund. „Ich hatte von Ralph Wallner schon mal ein Stück gesehen, und als wir uns ins ,Regnwurm Orakel‘ eingelesen haben, waren wir alle sofort verliebt in dieses Stück“, erzählt Ruth.

Dabei konnten sich die Jungen auf Toni Hermann senior und Korbinian Huber als erfahrene Tüftler verlassen. Auch wenn sie jetzt als Bühnenbauer „in Rente“ gehen wollen, verwandelten sie die Bühne im Saal des Landgasthofes noch einmal in eine Theaterkulisse. Diesmal kreierten sie eine schäbige Fischerhütte, in der das Lumpenpärchen Lotti und Lumpi glücklich leben, bis der mysteriöse Hauser auftaucht.

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Die Trachtlerkinder haben die Generalprobe des „RegnWurmOrakl“ miterlebt: „Sie waren total begeistert“, verrät Marlene Plötz. Sie freut sich, „dass die Jungen etwas Neues aufziehen“ und meint: „Jetzt ist die beste Zeit zu spielen.“ Neun junge Schauspieler zwischen 20 bis 30 Jahren werden morgen zu erleben sein. Ins rechte Licht werden sie von Stefan, Wasti und Georg Messerer gerückt. Johanna Glockner sorgt als Souffleuse dafür, dass keiner ins Stottern kommt. Beate Augenstein fungiert als Maskenbildnerin.

Ob das Junge Theater auch in Zukunft Ende September zu eigenen Vorstellungen ruft, wird wohl vom Erfolg des ersten Stückes abhängen, denn, so weiß Toni Hermann aus Erfahrung: „Nach der langen Probenzeit scheint erstmal die Luft raus zu sein. Doch sobald Du auf der Bühne stehst, die Reaktionen des Publikums erlebst und Applaus bekommst, wird die Spielfreude neu entfacht.“ Die „alten Hasen“ lassen sich die Premiere ihrer Talenteschmiede natürlich nicht entgehen. Morgen, 20 Uhr, heißt es: Vorhang auf!

Vorstellungen

Aufführungen im Saal des Landgasthofes Stahuber:

• Sonntag, 26. September, um 20 Uhr

• Donnerstag, 30. September, um 20 Uhr

• Freitag, 1. Oktober, um 20 Uhr

• Samstag, 2. Oktober, um 20 Uhr

• Sonntag, 3. Oktober, um 14 Uhr

• Sonntag, 3. Oktober, um 20 Uhr

Karten können über die Homepage des Trachtenvereins „Alpengrün“ unter trachtenverein-grosshoehenrain.de reserviert werden.

• Wichtig: Aufgrund der Corona-Pandemie sind pro Vorstellung nur 75 Plätze zugelassen. Auch können die Besucher nicht wie gewohnt an den Tischen im „Theater“ essen. Wer die Kreationen der Stahubers genießen möchte, sollte bitte vorab noch Zeit einplanen und sich dafür vor Beginn der Vorstellung im Gasthof Plätze reservieren. Dafür unter Telefon 0 80 63/96 68 im Landgasthof Stahuber anrufen.

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