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Auf Abkürzung ins Glück geradelt

„Jung heiraten und gesund bleiben“ – Die Kimmels aus Bruckmühl feiern Eiserne Hochzeit

Eiserne Hochzeit feierten Johann und Barbara Kimmel (von rechts). Bürgermeister Richard Richter überbrachte die Glückwünsche der Marktgemeinde. Baumann
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Eiserne Hochzeit feierten Johann und Barbara Kimmel (von rechts). Bürgermeister Richard Richter überbrachte die Glückwünsche der Marktgemeinde. Baumann
  • VonJohann Baumann
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„Nur ganz wenigen Ehepaaren ist ein so weit zurückreichender Blick auf gemeinsam erlebte Jahrzehnte vergönnt. Meinen herzlichen Glückwunsch zu diesem seltenen Jubiläum“ – mit diesen Worten gratulierte der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder in seinem persönlichen Schreiben Johann und Barbara Kimmel.

Bruckmühl – Das Bruckmühler Paar feierte seinen 65. Hochzeitstag und damit die Eiserne Hochzeit. Johann Kimmel kam in Pohorsch im einstigen Sudetenland (heute Tschechische Republik) zur Welt, wuchs dort auf und ging zur Schule. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges musste er mit seiner Familie die Heimat verlassen und gelangte als Flüchtling nach Nandlstadt (Landkreis Freising).

Dort schloss er die Schulzeit ab und verdingte sich als Knecht in einem landwirtschaftlichen Betrieb. Einige Zeit später absolvierte er eine Maurer-Lehre und arbeitete im erlernten Beruf bei einem Baugeschäft am Ort und danach vier Jahre bei dem Energieversorger „Isar-Amperwerke“, der heutigen Bayernwerk AG. Durch einen in Bruckmühl ansässigen Großonkel kam er 1963 in die Marktgemeinde und arbeitete von 1964 bis zum Renteneintritt bei der früheren hiesigen Baufirma Josef Hafner.

Seine Frau Barbara ist in Nandlstadt geboren und half nach ihrer Schulzeit im kleinen elterlichen Hopfenbetrieb mit. 1952 trat sie dann in die Dienste eines großen Hopfenbauern. Kennengelernt hat sich das „eiserne Paar“ im Sommer 1953, als Barbara an einem Sonntag mit dem Fahrrad unterwegs war und eine Abkürzung über einen Wiesenweg wählte. Dort begegnete ihr der ebenfalls radelnde Hans und die Beiden kamen ins Gespräch und sich in der nächsten Zeit auch näher. 1957 schlossen sie in Nandlstadt den Bund der Ehe, aus der zwei Kinder und vier Enkelkinder hervorgingen.

Sie wohnten zunächst in Nandlstadt, erwarben jedoch 1963 ein Grundstück in Bruckmühl und zogen 1964 in ihr erbautes Eigenheim. Gemeinsam gingen sie gerne zum Schwimmen, machten oft Ausflüge und Wanderungen und engagierten sich im Altersverein „Edelweiß“. Hans bekleidete dort über 20 Jahre lang das Amt des Fähnrichs und ist Ehrenmitglied. Barbara war in dem lange Zeit nur von Männern dominierten Verein die erste Frau, die als stellvertretende Vorsitzende fünf Jahre lang eine offizielle Funktion ausübte. Beide sind außerdem Mitglieder im Rauchclub- und Sterbekassen-Unterstützungsverein Bruckmühl.

Hans spielte früher gerne Schafkopf und seine Frau beschäftigte sich oft mit Handarbeiten und schrieb Gedichte und Geschichten. Außerdem löst sie bis heute mit Leidenschaft Kreuzworträtsel. Bürgermeister Richard Richter überbrachte zusammen mit einem Blumenstrauß, einem Gesundheitskorb und dem Galerie-Buch „Dem Heil so nah“ die Glückwünsche der Marktgemeinde. Er zollte dem Jubelpaar seinen Respekt für 65 Jahre Ehe und wünschte noch viele schöne gemeinsame Jahre.

Das „eiserne Paar“ freute sich auch über das Geschenk des bayerischen Ministerpräsidenten – einen Bildband mit dem Titel „Bayern – Land im Herzen Europas“.

Nach dem Rezept für 65 glückliche Ehejahre befragt, erklärte Barbara Kimmel: „Dafür muss man zuerst einmal jung heiraten und gesund bleiben. Wichtig sind ansonsten, sich gegenseitig Freiheit zu lassen und auch Verlässlichkeit und Ehrlichkeit.

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