Josef und Christa Guggenhuber: 60 Jahre Humor und Lebensfreude im Doppelpack

Mit einem Geschenkkorb überbrachte Bürgermeister Stephan Schlier die Glückwünsche der Stadt an Christa und Josef Guggenhuber.
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Mit einem Geschenkkorb überbrachte Bürgermeister Stephan Schlier die Glückwünsche der Stadt an Christa und Josef Guggenhuber.

Wenn das kein Grund zum Feiern ist: Josef und Christa Guggenhuber blicken auf 60 Jahre Ehe zurück.

Bad Aibling – „Sie können mit Freude und Stolz auf die gemeinsam erlebten Jahre zurückblicken. In ihnen hat es gewiss die eine oder andere Prüfung gegeben, sie waren aber auch reich an glücklichen Stunden“ – mit diesen Worten gratulierte der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder dem Ehepaar Josef und Christa Guggenhuber zur diamantenen Hochzeit.

Der „Diamanthochzeiter“ ist in Bad Aibling geboren, ging hier zu Schule und erlernte den Beruf des Schreiners. Später wechselte er zur damaligen Deutschen Bundesbahn und arbeitete sich bis zum Gleisbau-Werkmeister hoch. Seine Einsatzstellen waren unter anderem Freilassing, Bad Reichenhall, Traunstein und ab 1969 Rosenheim. In seiner insgesamt 42-jährigen Dienstzeit vertrat er lange Jahre die Interessen der Bahn-Mitarbeiter als freigestellter Personal- beziehungsweise Betriebsrat. Als Pensionist leitete er 20 Jahre lang in Rosenheim das Senioren-Sozialwerk der Bahn.

Seine Frau Christa kam in Kolbermoor zur Welt und wuchs in Rosenheim auf. Sie absolvierte eine Einzelhandels-Lehre im damaligen Kaufhaus Neckermann, arbeitete später im Rosenheimer Schuhhaus Moser und danach 25 Jahre lang beim Bekleidungshaus K&L Rupert.

Kennengelernt haben sich die beiden 1957 bei einem Faschingsball im Aiblinger Kurhaus und 1960 wurden sie in der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt vom Geistlichen Rat Anton Pfäffel getraut. Die standesamtliche Eheschließung im Aiblinger Rathaus vollzog der damalige Bürgermeister Max Falter. Aus der Ehe gingen ein Sohn, eine Tochter und zwei Enkelkinder hervor. Das frisch getraute Paar wohnte zunächst in Freilassing und ab 1969 in Rosenheim. 1980 folgte der Umzug in das Elternhaus von Josef Guggenhuber an der Aiblinger Jägerkampstraße.

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Beide gingen früher oft zum Skifahren und Bergwandern und unternehmen noch heute gerne Busreisen. Josef Guggenhuber gehört der Aiblinger Sektion des Deutschen Alpenvereins sowie dem Skiclub an, dessen Gründungsmitglied er zudem ist. Seine Frau liebt Handarbeiten und besucht jede Woche ihren Damen-Stammtisch. Zweimal jährlich steht ferner ein einwöchiger Kuraufenthalt mit Freundinnen in Bad Füssing auf dem Programm.

Ihr größtes gemeinsames Hobby ist freilich ihre Familie, und der enge Zusammenhalt kam auch während des Corona-Lockdowns zum Ausdruck. „In diesen schwierigen Wochen haben sich unsere Kinder sehr um uns gekümmert“, lobt das „Diamantpaar“.

Dank ihres Humors und ihrer Lebensfreude haben sie auch eine üble Überraschung an ihrem eigentlichen Jubeltag überstanden: Da stand wegen des kürzlichen Hochwassers nämlich ihr Keller unter Wasser. „Die Aiblinger Feuerwehr hat unseren Keller aber schnell wieder leergepumpt“, berichten die beiden.

Bürgermeister Stephan Schlier gratulierte im Namen der Stadt mit einem „Gesundheitskorb“ und wünschte dem Jubelpaar weiterhin Gesundheit. „Eine diamantene Hochzeit ist etwas ganz Besonderes“, stellte er fest. Landrat Otto Lederer sandte ein Glückwunschschreiben und einen Blumenstrauß.

Das Hochzeitsfoto des „Diamantpaares“ aus dem Jahr 1960. Baumann/privat

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