Jetzt sind die Tuntenhausener gefragt: Wie soll sich ihre Gemeinde entwickeln?

Eine Online-Bürgerbefragung soll der Gemeinde Tuntenhausen helfen, die Flächennutzungsplan-Neuaufstellung voranzutreiben. Ab 15. Dezember können sich alle Bürger der Kommune daran beteiligen.

Von Werner Stache

Tuntenhausen – Dem Gemeinderat von Tuntenhausen wurde in der jüngsten Sitzung der Fragenkatalog erstmals vorgestellt. In diesem Fragenkatalog wird den Bürgern die Möglichkeit gegeben, zu verschiedenen Themenbereichen ihre Meinung aktiv einzubringen. „Sie sind die Experten in ihren Orten, sie besitzen wichtiges Wissen“, betonte Bürgermeister Georg Weigl.

Nahversorgung ausgeklammert

Zusammen mit der Gemeindeverwaltung hat der Planungsverband München einen diesbezüglichen Fragenkatalog zur Neuaufstellung des Bebauungsplanes erarbeitet. „Auf den Punkt Nahversorgung haben wir hier bewusst verzichtet, da zu diesem Thema bereits mehrere Umfragen gemacht wurden“, meinte Weigl.

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Die nun anvisierte Befragung soll in der Zeit vom 15. Dezember bis 31. Januar stattfinden. Die Umfrage ist ausschließlich online abrufbar und dauert circa 20 Minuten. Wer keinen Internetzugang besitzt oder Hilfe benötigt, kann sich in der Gemeindeverwaltung melden. Dort können Laptops ersatzweise genutzt werden.

Ein Blick auf die kommenden 20 Jahre

Im Flächennutzungsplan sind die voraussehbaren Nutzungen und Entwicklungen für die kommenden circa 20 Jahre dargestellt. „Auch wenn der Flächennutzungsplan noch kein Baurecht schafft, müssen sich die Bebauungspläne gemäß Städtebaurecht aus diesem heraus entwickeln“, erklärt der Bürgermeister. „Erst mit Aufstellung des Bebauungsplanes werden dann die verbindlichen Regeln für die Bebauung festgesetzt und Baurecht geschaffen.“

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In der Online-Befragung werden die verschiedensten Themenbereiche abgefragt. Sie reichen vom Verkehr („Welche Verkehrsmittel nutzen Sie?, „Wie zufrieden sind Sie mit dem Radwegenetz?“) bis zur Arbeit und Digitalisierung (Arbeitsplatzkonzepte, Ausweisung neuer Gewerbegebiete). Auch ein Punkt „Natur, Landschaft und Erholung“ ist dabei. Die Aspekte „Erneuerbare Energien und umweltfreundliches Bauen“, „Bildung, Gesundheit und Betreuung“ (Seniorenangebote, medizinische Angebote) werden ebenso abgefragt wie Freizeit, Sport und Kultur (Förderung Vereinsleben, Angebot). Mit „Kultur und Brauchtum“ schließt der Fragenkatalog.

Klausur geplant

„Das Ergebnis ist die Grundlage für einen ersten Workshop mit dem Planungsverband und dem Gemeinderat“, erläuterte der Bürgermeister. Stefan Hofbauer (UW Ostermünchen) fragte nach, ob das Ergebnis zu gegebener Zeit publiziert werde. Hierauf konnte der Bürgermeister noch keine Antwort geben, tendierte aber dazu, zumindest nach der Klausur ein Fazit zu ziehen.

Der Gemeinderat genehmigte mit 21:0 Stimmen den Fragenkatalog zur Online-Befragung der Bürgerschaft im Vorfeld des formellen Beteiligungsverfahrens zur Flächennutzungsplan-Neuaufstellung.

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