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IDEENTAG ein Erfolg

Kulturfest „Zamma“ fördert Inklusion: 50 Veranstaltungen made in Bad Aibling

Gut 70 Personen und damit so gut wie alle Vereine, Verbände und Gruppierungen aus Bad Aiblings Kultur- und Sozialleben hatten sich zum Ideentag für das Zamma-Festival eingefunden. Thomae
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Gut 70 Personen und damit so gut wie alle Vereine, Verbände und Gruppierungen aus Bad Aiblings Kultur- und Sozialleben hatten sich zum Ideentag für das Zamma-Festival eingefunden. Thomae
  • VonJohannes Thomae
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Inklusion vorantreiben: Das Kulturfestival „Zamma“ soll im Juli 2022 in Bad Aibling stattfinden. Im Vorfeld haben sich jetzt Vereine und Co. getroffen, um Ideen für die Veranstaltungen zu entwickeln. Denn die sind nicht von der Stange, sondern made in Kurstadt.

Bad Aibling – Eigentlich hätte es jetzt im Juli stattfinden sollen: „ Zamma “ das große oberbayerische Kulturfestival, das in zweijährigem Rhythmus in jeweils einer anderen Stadt ausgerichtet wird und dessen nächster „Heimatort“ Bad Aibling sein wird. Coronabedingt musste das Festival aber auf 2022 verschoben werden, so dass die Auftaktveranstaltung für die Vorbereitungsphase auch erst jetzt abgehalten wurde.

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Das eine Jahr Vorlauf für die Vorbereitung ist angemessen, denn schließlich geht es um eine ganze Woche, vom 2. bis 9. Juli, mit gut 50 einzelnen Veranstaltungen. Höhepunkte die, wie Bezirkstagspräsident Josef Mederer betonte, nicht von der Stange sind, nirgendwo als fertige Events zugekauft werden, sondern ureigene Produkte Bad Aiblings sein werden. Mederer ist in gewissem Sinn einer der Väter dieses Projektes, denn es ist eine Idee des Bezirks Oberbayern, die nun schon auf eine 22-jährige Tradition zurückblicken kann.

Oberbayerns Bezirkstagspräsident Josef Mederer (stehend) ist, immer wieder begeistert von der Flut von Veranstaltungseinfällen, die schon beim ersten Ideentag, vorgebracht werden.

Alt und Jung, Fremder und Einheimischer

Zentraler Punkt des Konzeptes war und ist der Wunsch, die Inklusion voranzutreiben: Behinderte und Nicht-Behinderte, Alt und Jung, Fremde und Einheimische sollen in gleichem Maß an dem Fest beteiligt sein. Dies immer mit der Hoffnung, dass das Festival auch Wirkung über die Veranstaltungswoche hinaus zeigt.

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Eine Hoffnung, die in Bad Aibling auch Kurdirektor Thomas Jahn hat: „Wenn es gut läuft, ergeben sich aus dem Festival neue Veranstaltungsformate, auch neue Veranstaltungsorte, die dauerhaft bleiben.“ Auf jeden Fall aber, da waren sich Mederer und Bad Aiblings Bürgermeister Stephan Schlier einig, wird das Fest, aber auch schon seine Vorbereitung, nach der Corona-Depression wieder Aufbruchsstimmung unter den beteiligten Akteuren, aber dann auch unter den Besuchern verbreiten.

Anmeldungen zunächst schleppend

Wie nötig das ist, zeige sich, so Kurdirektor Jahn, bei den Anmeldungen für die Vorbereitungsphase. Die seien am Anfang etwas schleppend eingegangen, ganz so als hätten sich die Menschen aus der Phase des „es ist ja sowieso nichts möglich“ noch nicht ganz befreien können. Am Ende waren aber dennoch etwa 70 Vertreter aus Vereinen, Verbänden und Organisationen zusammengekommen, die das Festival mitgestalten wollen.

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Lebhafte Mitarbeit, viele Einfälle: Das zeichnete die neun Arbeitsgruppenaus. Hier der Arbeitskreis Kultur, moderiert von Magdalena Stuber von der Kurverwaltung, und Norbert Haimerl, dem Geschäftsführer des RFO.

Die Teilnehmer hatten sich vorab für jeweils zwei von neun Arbeitsgruppen anmelden können, von Heimat über Gesundheit, Kultur, Soziales bis zu Sport und Umwelt. In diesen Arbeitsgruppen wurden zunächst erste Ideen gesammelt, die in zwei weiteren Workshops im September und Oktober dann veranstaltungsreif gemacht werden sollen. Mitte November sollen dann die Konzepte soweit stehen, dass sie beim Bezirk eingereicht werden können. Der übernimmt nämlich einen Großteil der Finanzierung des Festivals.

Gemeinsames Kunstwerk

Das, was sich die Organisatoren von den Arbeitsgruppen erhofften, nämlich dass sich hier Einfälle und Ideen gegenseitig befruchten, war tatsächlich der Fall. Da war die Idee, man könnte doch innerhalb der Woche eine Wand, oder auch einen mobilen Gegenstand wie ein Auto als gemeinsames Kunstwerk gestalten. Warum dann diesen neu geschaffenen Kunstort nicht verwenden, um dort die Aiblinger kleine Lesungen abhalten zu lassen oder davor spontan Musik zu machen: Poetry-Slam in Wort und Klang vor Do-it-yourself-Kunst sozusagen.

Moor-Express als rollende Kleinkunstbühne

Von dort aus ging es weiter: Warum während der Festivalwoche nicht auch den Moor-Express als rollende Kleinkunstbühne zu benützen? Hier wie auch in allen anderen Arbeitskreisen ging es immer darum, möglichst viele Aiblinger, nicht zuletzt auch die älteren, einzubinden. Boris Tomschiczek von der Nonfiktionale schlug vor, dass Aiblinger Bürger in dieser Woche einen Film machten, betitelt „Mein Aibling“, in dem verschiedenste Sichtweisen auf die Stadt, zum Beispiel eben auch die von Rollstuhlfahrern oder neuen Einwohnern mit Migrationshintergrund, zu Wort und Bild kämen.

Arbeitsgruppen vernetzen

Ganz von selbst geglückt auch der Versuch, die einzelnen Arbeitsgruppen untereinander zu vernetzen: Die Idee, die Natur in die Stadt zu holen, in dem an einer Hauswand ein vertikaler Garten errichtet wird, dessen jahreszeitliche Veränderung mittels einer Webcam festgehalten wird, verband zum Beispiel Kultur und Umwelt.

Buntes Programm

Fest steht schon jetzt: Das Festival wird bunt. Oder um es mit den Worten von Josef Mederer zu formulieren: „Ich habe mir in den vergangenen Jahren noch jedes Mal gedacht, sobald ich das fertige Programm gesehen habe: Wow!“

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