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An Mariä Himmelfahrt (15. August) im Rampenlicht

In Lagerraum aufgetaucht: Dieser Schatz kehrt in die Tuntenhausener Wallfahrtskirche zurück

Zwei Restauratorinnen bei der Arbeit am wiederentdeckten Prozessionsbild.
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Zwei Restauratorinnen bei der Arbeit am Schatz.

Mehr als ein halbes Jahrhundert lag es in einem Lagerraum des Pfarrhofs der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt. Dann wurde es zufällig bei Aufräumarbeiten entdeckt und in zweijähriger Arbeit restauriert. Nun schmückt es wieder die Wallfahrtskirche. Um was es sich bei dem einzigartigen Schatz handelt.

Tuntenhausen – Dieses Prozessionsgemälde ist einzigartig. 70 Jahre lag das Tragebild im Pfarrhaus: In zwei Jahren frisch restauriert durch ein Team des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege schmückt es künftig die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Tuntenhausen.

Die Vorderseite des Bildes.

Offizielle Vorstellung im Festgottesdienst

Das beidseitig bemalte Bildnis ist mittlerweile in die Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Tuntenhausen zurückgekehrt. Am Feiertag Mariä Himmelfahrt, 15. August, wird es ab 10 Uhr in einem Festgottesdienst offiziell wieder der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Ein Tragebild dieser Größe, mit beidseitiger detailreicher Bemalung ist in dieser Form einzigartig. Es vermag noch heute den Betrachter zu rühren. Ein Glück, dass es wieder aufgetaucht ist und für kommende Generationen erhalten werden kann“, erklärt Generalkonservator Professor Mathias Pfeil, Leiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege.

Die Rückseite des Bildes.

Ursprünglich ein dreiteiliger Gemäldezyklus

Das Prozessionsgemälde ist Teil eines ursprünglich dreiteiligen Gemäldezyklus, der die 15 Rosenkranzgeheimnisse thematisiert. Von dem Trio existiert nach heutigem Kenntnisstand nur noch dieses eine. Die Motive der Vorderseite zeigen die fünf Geheimnisse des glorreichen Rosenkranzes und rückseitig thront Maria als Himmelskönigin. An einer Tragestange befestigt führte die Tuntenhausener Rosenkranzbruderschaft ursprünglich die drei Gemälde in ihren Prozessionszügen. Spätestens ab den 30er-Jahren des vorherigen Jahrhunderts hingen die Bilder – vermutlich wegen zunehmend angeschlagenen Zustandes – oberhalb der Empore. Im Zuge einer Orgelerweiterung mussten die Bilder weichen und gerieten in Vergessenheit. Nach erfolgreichem Abschluss der Restaurierung hat das Prozessionsgemälde nun die Rückkehr in seine Heimatkirche angetreten.

„Mit großer Freude empfing die Wallfahrtskirche Basilika Minor Tuntenhausen das Prozessionsbild der Bruderschaft vom Jahr 1624. Das Gemälde war viele Jahre in Vergessenheit geraten. Nun kann es wieder in seinem ursprünglichen Zustand Wallfahrer begeistern“, ergänzt Ryszard Basta, Pfarrer der Wallfahrtsbasilika Mariä Himmelfahrt Tuntenhausen.

„Die Restaurierung des im Pfarrhof wiederentdeckten beidseitig bemalten Rosenkranzgemäldes bildet gleichsam den Abschluss der Gesamtmaßnahmen in Tuntenhausen in den letzten Jahren“, sagt Regina Bauer-Empl, Restauratorin im Erzbischöflichen Ordinariat München. „Das ungewöhnliche, großformatige Prozessionsgemälde, das – anders als ein Fahnenbild – von einem aufwendig gestalteten und mit Rosen bemalten Rahmen eingefasst wird, zeigt die Bedeutung von Tuntenhausen als wichtigen Marienwallfahrtsort auch in der Mitte des 17. Jahrhunderts.“

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