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MIT TEST IN DIE SCHULE, NORMAL IN DIE KITA

In Bruckmühl und Tuntenhausen sind ausreichend Schnelltests für den Start vorrätig

So beginnt ab Montag der Unterricht: In den Schulen in Bruckmühl und Tuntenhausen sind ausreichend Schnelltests für den Start nach den Osterferien vorhanden. Auch die Ergebnisse aus Testzentren werden anerkannt.
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So beginnt ab Montag der Unterricht: In den Schulen in Bruckmühl und Tuntenhausen sind ausreichend Schnelltests für den Start nach den Osterferien vorhanden. Auch die Ergebnisse aus Testzentren werden anerkannt.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Ab Montag dürfen Schüler nur noch am Unterricht teilnehmen, wenn sie an den Schnelltests im Klassenverband teilnehmen oder einen frischen, anerkannten Schnelltest mitbringen. In den Kindereinrichtungen dagegen beginnt wieder der eingeschränkte Regelbetrieb. Was das bedeutet, erklären Beispiele aus Bruckmühl, Schönau und Vagen.

Bruckmühl/Tuntenhausen/Feldkirchen-Westerham – Freitagnachmittag im Mangfalltal. Die Inzidenz im Landkreis liegt bei 86,1. Nach den Osterferien kann der Präsenzunterricht also starten. Gegen 15 Uhr geht in den Schulen das Fax des Kultusministeriums ein, auf das die Schulleitungen seit Mittwoch warteten. Zwar haben sie der Pressekonferenz von Kultusminister Michael Piazolo aufmerksam gelauscht und alle Vorbereitungen für den Schulstart nach den Osterferien getroffen. Ob die allerdings den offiziellen Regelungen des Ministers entsprechen, darüber klärt erst das zwölfseitige Fax wirklich auf.

„Jetzt können wir die Elternbriefe für unsere 500 Schüler verschicken. Zum Glück verfügen wir mit unserem Schulmanager über moderne Kommunikationsmittel“, entschuldigt Ursula Sontheim, die Konrektorin der Justus-von-Liebig-Schule in Heufeld, die kurzfristigen Informationsketten vor dem Wochenende.

Schnelltests reichen für 1,5 Wochen

Am Sonntag kletterte der Inzidenzwert im Landkreis Rosenheim wieder auf 114,4. Nach den Regeln des Kultusministerium heißt das eigentlich Distanzunterricht. Doch für die Schulen im Landkreis gilt die freitägliche Anweisung des Landratsamtes: „Wir sind bis zum 16. April im wechselnden Präsenzunterricht“, bestätigt Rektorin Arabella Quiram auf Anfrage des OVB.

Für den Start in den Wechselunterricht sind ausreichend Corona-Schnelltests an der Schule eingetroffen. Zweimal pro Woche muss jeder Schüler und Lehrer getestet werden. Bei einer Inzidenz über 100 auch öfter. Die Tests reichen für 1,5 Wochen, haben die Pädagogen hochgerechnet. Getestet wird vor Unterrichtsbeginn gemeinsam in den Klassenzimmern. Die Maskenpflicht bleibt trotzdem weiter bestehen.

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Die Abgabe einer ausdrücklichen Einverständniserklärung durch die Eltern sei für die Tests nicht erforderlich, teilt das Kultusministerium mit. Die Heufelder Eltern wurden vorab trotzdem um ihr schriftliches Einverständnis für die Tests in der Schule gebeten. Nicht alle haben unterschrieben. „Private Schnelltests dürfen wir nicht anerkennen, die Ergebnisse aus Testzentren dafür schon“, informiert Sontheim.

So können sich Familien mit ihren Kindern beispielsweise im BRK-Testzentrum am Dr.-Wilhelm-Glasser-Weg 2 (ehemals Krankenhausweg) einen Termin vereinbaren. Das geht ganz einfach über die Homepage des BRK Rosenheim. „Einige Eltern haben schon nachgefragt, ob sie mit ihren Kindern auch zu uns kommen können“, bestätigt Reinhard Geigerseder, der Vorsitzende des Bruckmühler First-Responder-Fördervereins: „Und natürlich dürfen sie das.“

Wer für seine Kinder lieber einen Spucktest wählen möchte, kann sich an die Sebastian-Apotheke im Gewerbepark Heufeldmühle wenden. „Allerdings werden Spucktests nur anerkannt, wenn das Testzentrum an einem Pilotprojekt teilnimmt wie im Fall der Sebastian-Apotheke“, informiert die Konrektorin über die ministeriellen Regeln.

Um mit dem „externen“ Test in die Schule gehen zu können, darf dieser bei einer Inzidenz von unter 100 nicht älter als 48 Stunden sein. Steigt die Inzidenz wieder über 100, werden nur Tests anerkannt, die nicht älter als 24 Stunden sind.

Testzentren und Apotheken helfen mit

Normalerweise erhält jeder Bürger einen Schnelltest pro Woche kostenlos und muss weitere selbst bezahlen. Ob das auch für Schüler gilt, dazu haben die Verantwortlichen noch keine Informationen erhalten. Doch: „Wer ins Bruckmühler Corona-Testzentrum kommt, wird auch getestet, ganz egal, wie oft er einen Corona-Schnelltest braucht“, betont FR-Chef Geigerseder. Geöffnet hat das Testzentrum täglich von 11 bis 15 Uhr und 16 bis 19 Uhr.

Kinder, deren Eltern die Tests ganz ablehnen, dürfen die Schule ab Montag nicht mehr besuchen. „Nach Informationen des Kultusministeriums gilt für sie das Distanzlernen, allerdings ohne Anspruch auf Videokonferenzen“, erklärt Sontheim. Wie diese Kinder dann mit Unterrichtsmaterial versorgt werden, liege in der Verantwortung der jeweiligen Schulen.

Pädagogen sind geschult

Auch an der Grundschule in Schönau ist alles für den Wechselunterricht vorbereitet. Rektorin Karin Richter hat für die Testungen zwei Fortbildungen beim BRK absolviert und anschließend ihr Team geschult. „Wenn die Schüler kommen, finden sie auf ihrem Platz den Schnelltest. Die Klassenlehrer und die Notbetreuung werden mit ihnen gemeinsam den Test durchführen“, erklärt Richter.

Da die Eltern vor den Osterferien noch nicht wussten, dass ihr Kind bei einer Testverweigerung das Schulhaus nicht betreten darf, hat die Rektorin noch einmal eine aktuelle Elterninformation versandt. „Damit können wir jetzt davon ausgehen, dass jedes Kind, das ab Montag in die Schule kommt, den Test durchführen darf.“

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Karin Richter kann besorgte Eltern beruhigen: „Die Tests, die wir erhalten haben, muss man nur bis zu zwei Zentimeter in die Nase stecken. Das ist verträglicher für die Kinder als die bisherige Methode.“

Was passiert, wenn ein Test positiv ausfällt? „Dann kümmern sich unsere Pädagogen in einem separaten Zimmer um das Kind, beruhigen und beschäftigen es so lange, bis es von den Eltern abgeholt wird.“

Eingeschränkter Regelbetrieb an Kitas

Während für Kinder ab der ersten Klasse ab Montag eine Testpflicht besteht, kehren die Kindertageseinrichtungen nach zwei Wochen Notbetreuung wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb zurück. Was das bedeutet, verdeutlicht Andrea Steiner, die stellvertretende Leiterin des Pfarrkindergartens in Vagen: „Es sitzen Kinder, Praktikanten und Erzieher aus bis zu 28 verschiedenen Haushalten über Stunden in geschlossenen Räumen, körpernah, die Kinder natürlich ohne Masken und Sicherheitsabstand.“

Befürworten Eltern ein Wechselmodell?

Bei einem positiven Corona-Fall müssten dann 28 Familien für zwei Wochen in Quarantäne. Ihr Vorschlag an das Sozialministerium, die Kindereinrichtungen nach den Ferien stufenweise zu öffnen, blieb unbeantwortet.

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Deshalb ergreifen die Vagener jetzt selbst die Initiative. „Wir erfragen gerade die Akzeptanz der Eltern für kleine, feste Gruppen im fünftägigen Wechselmodell von Mittwoch bis Dienstag. Damit wollen wir Planbarkeit und Sicherheit für die Familien erhöhen und mögliche Infektionsketten nachvollziehbar machen“, so Steiner. Ob die Idee ankommt, und wie sie umgesetzt wird, entscheidet sich in den nächsten Tagen.

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