Immer mehr nehmen Hilfe an

Anton Betzl, Bettina Kuba und Christa Dürig (von links) koordinieren die Aktion „Brot und Rosen“. Wehle

Bad Aibling – Die Helferak tion „Brot und Rosen“ zieht in Bad Aibling immer größere Kreise.

Aktuell sind es rund 20 Bad Aiblinger Bürger, die den Service in Anspruch nehmen, sagt Anton Betzl, der zusammen mit dem evangelischen Pfarrer Markus Merz die Idee zu diesem Angebot hatte.

Im Wechsel mit Bettina Kuba und Christa Dürig koordiniert er halbtags im evangelischen Gemeindehaus die Anfragen zu Besorgungen und teilt dazu die 75 bis 80 freiwilligen Helfer ein, die diese abwickeln.

„In erster Linie sind es Lebensmittel, die wir zu den Menschen bringen, die das Haus oder ihre Wohnung nicht verlassen sollten oder in Quarantäne sind. Wir versuchen aber, überall zu helfen, wo es geht.“ Die Übergabe erfolge kontaktlos: Die Ware werde vor die Tür gestellt, das Geld in einem Glas oder Umschlag übergeben.

Wichtig ist es Betzl und seinem Team, dass die Menschen, an die sich die Ak tion richtet, die Notwendigkeit einsehen, zu Hause zu bleiben: „Es geht einfach darum, die Risiken zu minimieren, wo immer es geht.“ Man bemühe sich, sich auch auf alle eventuellen Probleme einzustellen. So hätten gerade ältere Menschen oft nicht viel Bargeld zu Hause und seien es gewohnt, dieses regelmäßig am Bankautomaten abzuheben. „Doch genau das sollten Angehörige der Risikogruppen nicht tun. Auch hier finden wir Wege“, versichert Betzl. Unter anderem denke man über einen kleinen Fonds nach, über den die Helfer einen Vorschuss holen können, um die Zeit der Krise zu überbrücken. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind per E-Mail unter brotundrosen.badaibling@elkb.de sowie dienstags und freitags 9 bis 11 Uhr, mittwochs 14 bis 16 Uhr unter Telefon 0 80 61/93 66 05 (Anrufbeantworter) erreichbar. Eva Lagler

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