Kommune droht: Bis zu 1.000 Euro Strafe für Hundehalter, die Hundekot liegen lassen

Hundekot
+
Trotz 59 Tütenspender für Hundekot im Gemeindegebiet – manche lassen es einfach liegen. 

Es stinkt zum Himmel! Einige entsorgen die Hinterlassenschaft ihres Hundes sofort – andere nicht. Die Gemeinde Feldkirchen-Westerham erhebt bis zu 1.000 Euro Strafe gegen Hundehalter, die den Kot ihres Vierbeiners nicht wegräumen.

Feldkirchen-Westerham – Pünktlich zum Frühjahr flitzen die Hunde wieder ausgelassen über die Wiesen. Klar, auch sie lieben die Sonne. Andere spazieren brav mit Herrchen an der Leine durch die Gemeinde. Allen Vierbeinern gemein: Sie hinterlassen ihre Notdurft. Einige Besitzer entsorgen sie brav im Müll, andere lassen sie einfach liegen, wie jetzt in Vagen: Genau neben einer Sitzbank am Sternecker Weg sowie an einer anderen Bank an der Leitzachstraße liegen die Hundehaufen – sehr zum Ärger aller.

Nahe einer Sitzbank – Hundehaufen am Sternecker Weg.

Und dass, obwohl die Kommune im gesamten Gemeindegebiet 59 Hundekot-Tütenspender samt darunter liegendem Mülleimer extra mit Deckel aufgestellt hat – 13 sind es alleine in Vagen.

Einmal wöchentlich werden diese Kot-Eimer vom örtlichen Bauhof geleert. „Im Zuge dessen wird auch eine Sichtung auf Schäden durchgeführt“, erklärt Edeltraud Weimann von der Gemeinde. Sollten die Bauhof-Mitarbeiter Schäden an den Hundetoiletten feststellen, werden sie schnell behoben. Wie schnell? „Wie schnell es der Zeitplan des Bauhofs erlaubt.“ Im Extremfall werden die Hundekot-Tütenspender auch erneuert. Wie teuer diese Unterhaltung ist, konnte die Gemeinde nicht mitteilen.

Höchste Geldbuße bisher: 500 Euro

Allerdings greift die Kommune gegen Bürger, die gegen die Leinenpflicht oder Entsorgungspflicht für Hundekot verstoßen, streng durch: Wer sich nicht an „Kot aufheben und wegwerfen“ hält, muss mit Strafen seitens der Kommune rechnen: „Die Hinterlassenschaften der Hunde sind unaufgefordert und unverzüglich durch den Hundehalter zu beseitigen.

Verstöße gegen die Leinenpflicht oder die Entsorgungspflicht für Hundekot stellen Ordnungswidrigkeiten dar, die mit Geldbußen bis zu 1000 Euro belegt werden kann.“ Und, wie oft musste die Gemeinde Geldbußen erheben? „Es kam schon zu Bußgeldfestsetzungen, allerdings lagen diese deutlich unter der Höchstgrenze von 1000 Euro“, teilt die Gemeinde auf Anfrage des Mangfall-Boten mit. Die höchste Geldbuße lag bisher bei 500 Euro – das kam schon mehrfach vor. Wie oft? Das kann Edeltraud Weimann von der Gemeinde nicht sagen.

Kommentare