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Ein Hoch auf den Ehrenbürger

„Ich würde alles genauso wieder machen“: Altbürgermeister Josef Haas feiert seinen 85. Geburtstag

Vier Generationen beim Jubilar (von links): Urenkel Leopold, Tochter Lydia, Josef und Enkelin Rosalie.
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Vier Generationen beim Jubilar (von links): Urenkel Leopold, Tochter Lydia, Josef und Enkelin Rosalie.
  • VonWerner Stache
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Der Macher von Tuntenhausen: Josef Haas war 30 Jahre der Bürgermeister der Gemeinde. Jetzt hat er seinen 85. Geburtstag gefeiert. Was er alles auf den Weg gebracht hat.

Tuntenhausen – Josef Haas war 30 Jahre Bürgermeister der Gemeinde Tuntenhausen. Nun feierte er im Kreise seiner Familie seinen 85. Geburtstag. Und nahm die vielen Geburtstagsgrüße gerne an.

Keine große Feier möglich

Coronabedingt war eine große Feier nicht möglich; auch viele Gratulanten wählten deshalb nur das Telefon. Das tat der Freude und dem Rückblick des Jubilars aber keinen Abbruch. Wenn jemand fünf Amtsperioden lang als Bürgermeister die Gemeinde geprägt hat, dann ist die Schar der Gratulanten einfach riesengroß.

Neuausstattung der Feuerwehren

Und auch die Projekte, die er in dieser Zeit anstieß. Er initiierte die Neuausstattung der sechs Feuerwehren, baute und eröffnete 1974 den Kindergarten in Ostermünchen, nahm wenig später die Kläranlage Ostermünchen in Betrieb und begann mit dem Bau der Wasserversorgung und des Abwassersystems in der Gemeinde.

Er initiierte auch den Rathausbau in Tuntenhausen, der mittlerweile erweitert wurde, und die Hauptschule in Ostermünchen. Im Kloster Beyharting wurde ein Kindergarten realisiert und in Schönau eine neue Grundschule gebaut. Diese Liste könnte man beliebig fortführen. Wenngleich sich die meisten Gratulanten für die Gesundheit des 85-jährigen Ehrenbürgers interessierten, kamen viele doch unverändert auf die großen Meilensteine seines Wirkens zu sprechen.

Gebietsreform vorbereitet

Die wohl größte Herausforderung für Josef Haas in seinem 30-jährigen Wirken war 1977 die Vorbereitung zur großen Gebietsreform, in der die vier Gemeinden Hohenthann, Beyharting, Tuntenhausen und Lampferding unter einen Hut und auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen waren. Aber der ehrgeizige Politiker meisterte die Gebietsreform.

Und nicht nur das, auch die Menschen in der Gemeinde waren mit seiner Politik einverstanden, wie die folgenden vier Wiederwahlen zeigten. Mit der fünften Wahl, 1996, bescherten sie ihm zudem einen überragenden Erfolg: 94 Prozent der Wähler gaben ihm ihre Stimme.

Er stammt aus Pfaffing

Haas stammt aus Perlach (Gemeinde Pfaffing), wurde dort als viertes von sechs Kindern in die Landwirtschaft der Eltern Regina und Johann Haas hinein geboren. Er zog aber bereits in den 60er-Jahren – als er seine Frau Margarete, die l nach schwerer Krankheit 2018 verstarb, kennenlernte – in die Gemeinde Tuntenhausen, genauer nach Weiching.

Fünf Töchter, zwölf Enkel, ein Urenkel

Dort bauten die beiden mit viel Eigenleistung, wie es nach dem Krieg eben üblich war, ein Eigenheim. Aus der Ehe stammen fünf Töchter, zwölf Enkelkinder und ein Urenkelchen. Sie alle sind der Stolz des Jubilars und halten ihn auf Trab.

Als diplomierter Agraringenieur fand Haas anfangs eine Anstellung in der damaligen Molkerei Gervais in Rosenheim. Es folgte bald darauf der Wechsel in den Staatsdienst; im Landwirtschaftsamt Wasserburg, später dann in Bad Aibling und Rosenheim.

36 Jahre als Kreisrat tätig

1972 wurde Haas auf Bitten von Georg Dettendorfer Bürgermeister von Tuntenhausen und prägte die Gemeinde über Jahrzehnte mit. 36 Jahre war der Jubilar zudem Kreisrat und 24 Jahre Vorstand im Gemeindetag. 2002 schied Haas nach fünf Amtsperioden aus Altersgründen aus dem Bürgermeisteramt aus.

„Man kann etwas bewegen“

Damals wurde dem Jubilar auch der Ehrentitel „Altbürgermeister“ und „Ehrenbürger“ verliehen. Spricht man ihn auf die Vergangenheit an, meint er voller Zufriedenheit: „Ich würde alles genauso wieder machen.“ Dieses positive Fazit zeigt auch die Wertschätzung von Josef Haas für den Job als Bürgermeister: „Man kann etwas bewegen“, meinte er.

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