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Wechsel im Kirchenvorstand

„Ich war auch der Kummerkasten“: Was Ulf Vogel in 16 Jahren als Vertrauensmann der Kirche erlebt hat

Blumensträuße zum einen als Dank für die geleistete Arbeit für Ulf Vogel (re.), der 16 Jahre Vertrauensmann im Kirchenvorstand war, zum anderen als „Vorschusslorbeeren“ für seinen Nachfolger Wolfgang Hintermeier.
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Blumensträuße zum einen als Dank für die geleistete Arbeit für Ulf Vogel (re.), der 16 Jahre Vertrauensmann im Kirchenvorstand war, zum anderen als „Vorschusslorbeeren“ für seinen Nachfolger Wolfgang Hintermeier.
  • VonJohann Baumann
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Seit 2006 war Ulf Vogel der Vertrauensmann im Vorstand der evangelischen Kirche. Jetzt wurde der 56-Jährige verabschiedet. Was er alles auf den Weg gebracht hat, wer sein Nachfolgfer wird.

Bad Aibling – Einen Wechsel gab es jetzt an der Spitze des Kirchvorstands der evangelischen Kirchengemeinde Bad Aibling/Bad Feilnbach : Nach 16 Jahren wurde Ulf Vogel (56) als Vertrauensmann im Rahmen eines Sonntagsgottesdienstes in der Christuskirche verabschiedet. Pfarrer Markus Merz würdigte sein Wirken: „Ulf Vogel verstand seine Verantwortung für den Kirchenvorstand immer als eine geistliche Aufgabe. Alles Organisieren bringt doch nichts, wenn wir nicht Sinn für Gottes neue Welt haben.“

„Wusste ganz praktisch anzupacken“

Darüber hinaus erklärte Merz, dass Vogel zugleich ganz praktisch anzupacken wusste: „Da muss das Dach von Blättern und Moos gereinigt werden. Da ist das Gemeindehaus, das instand zu halten ist. Da sind die Proben des Bläserensembles oder das Vorbereiten des Gemeindefests. Und noch eine andere Seite kennzeichnet Vogel: Ein Tun ganz im Stillen. Ulf Vogel ist ein Zuhörer. Menschen kommen zu ihm und schütten ihm ihr Herz aus und er hört zu. Das war für ihn als Vertrauensmann ganz wichtig. Wir sind dankbar für seinen Dienst.“

Ulf Vogel stammt aus Kirchheim-Bolanden (Rheinland-Pfalz) und fand als Sohn eines Predigers schon früh den Weg in die evangelische Kirche. „Ich bin quasi im kirchlichen Milieu aufgewachsen, habe später Kindergottesdienste gehalten und im Posaunenchor und im Chor mitgemacht“, sagt der Schreinermeister gegenüber den OVB-Heimatzeitungen.

In den 90er-Jahren zog er nach Bad Aibling

1992 suchte er bei der Firma Steelcase (früher: Werndl) eine neue berufliche Herausforderung und arbeitet seitdem dort im IT-Bereich. Seine „privaten Zelte“ schlug er in Bad Aibling auf, wo er schnell kirchlichen Anschluss fand. Er nahm am Gemeindeleben teil, sang im Kirchenchor und wurde schon bei der nächsten anstehenden Wahl in den Kirchvorstand gewählt.

Vogel folgte 2006 auf Rosel Düsel

2006 wurde er dann als Nachfolger von Rosel Düsel zum Vertrauensmann des Kirchenvorstands bestimmt. „Ich sehe diese Funktion als Bindeglied zwischen unserer Kirchengemeinde und den Hauptamtlichen, manchmal auch als Kummerkasten“, erklärt er und ergänzt: „Es geht auch um Fragen und Probleme, die ein Kirchenmitglied nicht direkt mit dem Seelsorger besprechen möchte.“

Rückblickend stellt er fest: „Die 16 Jahre waren eine gute Zeit. Wir haben in diesen Jahren viel erreicht wie den Neubau des Gemeindehauses unter Hanns Martin Krahnert.“ Er habe gute Vorstandsmitglieder und gute Pfarrer an seiner Seite gehabt und mit dieser Kombination habe man die anstehenden Aufgaben gut lösen und gemeinsam durch dick und dünn gehen können. „Und wir haben einen guten Herrgott auf unserer Seite, der uns begleitet“, hebt er hervor.

Neue Freizeit mit Familie verbringen

Künftig möchte er mit etwas weniger Verantwortung die neu gewonnene Freizeit genießen und seiner Frau und den drei Kindern widmen, aber weiterhin dem Kirchenvorstand angehören. Er ist Mitglied beim Trachtenverein „d’Oberlandler“ und hat mit ihnen schon zweimal am Oktoberfest-Trachtenzug teilgenommen. „Darauf bin sich sehr stolz.“

Wolfgang Hintermeier ist der Nachfolger

Beim Gottesdienst, in dem Vogel verabschiedet wurde, wurde auch der neue Vertrauensmann des Kirchenvorstands vorgestellt: Wolfgang Hintermeier. Der 67-jährige ist waschechter Bad Aiblinger und betreibt einen eigenen Kfz-Meisterbetrieb in Kolbermoor. Der seit Jahrzehnten eifrige Kirchgänger ist seit 2020 im Kirchenvorstand. Als absoluten Mittelpunkt seiner neuen Funktion bezeichnet er „das Wohl der Kirchengemeinde“. „Mein Ziel ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den Sorgen der Kirchenmitglieder, denen ich gut und neutral zuhören möchte und mein Glaube an Gott sich im Tun und Handeln zeigt“, konstatiert er.

Glaube soll nach außen hin sichtbar werden

Pfarrer Markus Merz ist sich vollkommen sicher, dass Wolfgang Hintermeier seiner Aufgabe in vollem Umfang gewachsen ist: „Wolfgang Hintermeier wünscht sich, dass der Glaube nach außen hin sichtbar wird und sich im Tun zeigt – diese Sehnsucht zeigt sich in seiner Liebe zu den Gottesdiensten wie zum Feiern von Festen in der Gemeinde, in seiner Liebe zum Zuhören wie in seinem unverwechselbaren Humor“, betont Pfarrer Merz.

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