Abschied nach langem Warten

Höhenrain trauert um Sepp Mangstl, der im März an Corona verstorben ist

Pastoralreferent Harald Petersen ging auf dem Sportplatz in Höhenrain auf das Leben und Wirken Sepp Mangstls ein.  Hofstetter
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Pastoralreferent Harald Petersen ging auf dem Sportplatz in Höhenrain auf das Leben und Wirken Sepp Mangstls ein. Hofstetter

Der im März verstorbene Ostermünchner war der erste Corona-Tote in der Region. Mit mehrmonatiger Verspätungen, bedingt durch den Lockdown, verabschieden sich nun viele Höherainer von dem „hervorragenden Musiker und guten Freund“.

von Michael Hofstetter

Höhenrain – Endlich konnten sich zahlreiche Höhenrainer sowie viele Mitglieder der Höhenrainer Ortsvereine vom Sepp Mangstl (54), der am 20. März verstorben war, verabschieden. Der Ostermünchner starb an Covid-19. Ein Gedenkgottesdienst, der vom Höhenrainer Kirchenchor und der Höhenrainer Blasmusik organisiert wurde, bildete den Rahmen. Der Gottesdienst wurde von Pater Baltharaju Banda und Pater Richard Basta zelebriert.

In seiner Predigt ging Pastoralreferent Harald Petersen auch auf das Leben und Wirken von Sepp Mangstl in Höhenrain und darüber hinaus ein. „Sepp Mangstl war ein Vollblutmusiker, der sich in verschiedenen Musikkapellen sowie im Höhenrainer Kirchenchor engagiert und sein musikalisches Talent eingesetzt hat“, sagte er. Ebenso habe Mangstl die Talente der jungen Musiker gefördert und sich zum Wohl der Musikkapellen, der Chöre und der Vereine eingesetzt.

Sepp Mangstl bleibt vielen in Erinnerung. Hofstetter

Auch der Vorsitzende der Höhenrain Blasmusik, Alois Stacheter, erinnerte an die Zeit mit Sepp Mangstl. „So ist es nun 40 Jahre her, dass der Sepp zur Höhenrainer Musikkapelle gekommen ist.“ Im Jahr 2002 wurde Mangstl zum Dirigenten der Höhenrainer Musi.

Viele Vereinskameraden nehmen Abschied

Er spielte weiterhin Flügelhorn und hat 17 Konzerte mit der Kapelle einstudiert. Dazu begleitete er viele Beerdigungen in Höhenrain musikalisch. „Die Höhenrainer Musi verliert mit Sepp Mangstl nicht nur einen hervorragenden Musiker, sondern einen guten Freund“, sagte Stacheter.

Robert Stahuber, Vorsitzender des Höhenrainer Trachtenvereins, bedankte sich auch im Namen von Schützenverein, Veteranenverein sowie der Höhenrainer Feuerwehr für Sepp Mangstls Mitwirkung in den Höhenrainer Vereinen. „Dabei ging es dem Sepp nie um eigenes Ansehen, sondern ausschließlich um ein gutes Gelingen der jeweiligen Veranstaltung.“

In seiner 25-jährigen Mitgliedschaft beim Trachtenverein hatte er zwölf Jahre das Amt des Schriftführers inne, das er zuverlässig und pflichtbewusst ausführte.

Ein engagiertes Mitglied der Gemeinde

Im Namen von Kirchenchor und Pfarrei bedankte sich auch Andreas Messerer für die unzähligen Feste, Jubiläen, Konzerte, Vereinsfeiern, Festgottesdienste und Beerdigungen, die von Sepp Mangstl gestaltet wurden. Messerer hofft, dass das besondere Engagement von Sepp Mangstl, auch andere motiviert, sich ehrenamtlich einzusetzen.

Seit 1995 hat er als aktives Chormitglied im Tenor mitgesungen. Auch erinnerte Messerer an den Chorausflug 2019 nach Rom, wo Mangstl auch bei der Messe im Petersdom mitgesungen hat. Zum Ende der Gedenkfeier zogen die Fahnenabordnungen der Ortsvereine zu einem großen Portrait von Mangstl. Nacheinander neigten sich letztlich die Fahnen zu seiner Ehre und zum letzten Gruß.

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