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Überflutung in Götting

Wer zahlt den Hochwasser-Schaden? Landwirte aus dem Mangfalltal sind ratlos

Aus Wiese wird Teich: Zwei Tage nach dem Unwetter stehen die Felder in Götting teilweise noch unter Wasser.
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Aus Wiese wird Teich: Zwei Tage nach dem Unwetter stehen die Felder in Götting teilweise noch unter Wasser.
  • Korbinian Sautter
    VonKorbinian Sautter
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Keller auspumpen, Schäden inspizieren und den angesammelten Dreck von den Feldern bringen. Im durch das Unwetter schwer getroffene Mangfalltal gibt es nach der Überflutung viel Arbeit. Gerade die Bauern blicken mit Sorge auf ihre verwüsteten Höfe und wissen noch nicht, wie es weiter gehen soll.

Rosenheim – Um die überschwemmten Gebäude vom Schlamm zu befreien, können sich glücklicherweise viele Menschen auf die Hilfe aus dem Landkreis verlassen. „Von überall kommen Verwandte und Bekannte, um mit uns aufzuräumen“, freut sich Maria Limmer, Landwirtin aus Götting. Im Ort der Gemeinde Bruckmühl ist kaum ein Haus von den Wassermassen verschont geblieben. Die dringend benötigte Unterstützung aus Rosenheim oder Wasserburg ist daher laut Limmer mehr als willkommen, um in erster Linie die Wohnhäuser und Höfe wieder instand zusetzen.

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Denn auf den Feldern rund um die Bruckmühler Gemeinde reicht es derzeit gerade einmal für eine erste Bestandsaufnahme, wie Landwirt Hans Görgmayer berichtet: „Da kommt jeden Tag etwas Neues, was wir entdecken und säubern müssen. Da aber noch immer alles nass ist, wissen wir noch gar nicht, mit welchen Geräten wir da anrücken müssen.“ Fest steht allerdings, dass der komplette Ertrag nicht mehr zu gebrauchen sein wird und nicht mal mehr als Futter für die Tiere dient. Denn der Schlamm von teilweise 50 Zentimetern Höhe hat sich laut den Göttinger Landwirten so sehr festgesetzt, dass man von einem Totalausfall ausgehen muss.

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Fraglich ist dabei noch, inwieweit dieser Ausfall entschädigt werden kann. Laut Stefan Meitinger, zuständig für Agrar- und Umweltpolitik beim Bayerischen Bauernverband, haben die meisten Landwirte nur eine Hagelversicherung, die die Schäden einer Überschwemmung nicht abdeckt. Auch die in Silos eingelagerte Nahrung für die Tiere ist häufig nicht versichert. „Das Bayerische Landwirtschaftsministerium erstellt daher in den kommenden Tagen Richtlinien, die in dem speziellen Fall bestimmen sollen, wie die Bauern entschädigt werden.“ Wie viel und vor allem wann die Landwirte die staatliche Unterstützung bekommen, ist aber noch nicht bekannt.

Unterstützung nach dem Unwetter

Für Görgmayer ist das eine absolute Frechheit. Obwohl er noch nicht genau abschätzen kann, wie viel seines Viehfutters unbrauchbar ist, weiß er jetzt schon, dass er neues Getreide einkaufen muss. Sonst muss er die Anzahl seiner Kühe reduzieren. Gemeinsam mit Freunden und Bekannten versucht er derzeit, wenigstens den Strom und die Heizung wieder zum Laufen zu bringen.

„Zusammenhalt ist unvorstellbar“

Auch Silvia Hanfstingl aus Mittenkirchen versucht, den Dreck wieder aus dem Dorf zu kehren, und ist begeistert über die Hilfe aus der Region: „Der Zusammenhalt hier ist unvorstellbar. Selbst aus Nußdorf kamen bei der Überflutung die Helfer und haben mit uns die Nacht durchgemacht.“ Auch wenn kaum ein Keller trocken blieb, sei es dadurch wieder möglich, nach vorne zu blicken.

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