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Management soll vor Hochwasser schützen

Sturzflut-Schutz in Vagen: Aufrüsten, um nicht unterzugehen

Nicht ein Fluss führt durch Vagen. Die Straße war geflutet, das Wasser lief in Garagen und Keller. meixner/Re
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Nicht ein Fluss führt durch Vagen. Die Straße war geflutet, das Wasser lief in Garagen und Keller.
  • Silvia Mischi
    VonSilvia Mischi
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Die Wassermassen und wie sie sich am 26. Juli ihren Weg über die Ufer und Felder hinweg gebahnt haben, sind den Vagenern noch lebendig in Erinnerung. Nun wurde eine Arbeitsgruppe zum Thema Hochwasserschutz bei Starkregenereignissen gegründet.

Feldkirchen-Westerham – Ziel ist, Überflutungen und massive Schäden im Ortsteil und entlang des Goldbachs abwenden.

Zahlreiche Gespräche und Begehungen

Mit Vertretern der Gemeinde, Gemeinderäten, Ortsbeirat, aus der Vorstandschaft der Elektrizitäts- & Wasserversorgungsgenossenschaft Vagen eG (EWG) sowie betroffenen Anwohnern gab es in den vergangenen Monaten zahlreiche Gesprächsrunden. „Dabei wurde konstruktiv eine Bestandsaufnahme der Ursachen und Folgen des Starkregens gemacht“, so Meixner gegenüber unserer Zeitung. Drängende Fragen sind dabei: „Wo kommt das Wasser her? Wie kann man weitere Schäden und Überflutungen vermeiden? Wo kann man die Situation verbessern“, schlüsselt der Sprecher der Aktionsgruppe auf.

Zum Thema Hochwasserschutz bei Starkregenereignissen hat sich eine Arbeitsgruppe gegründet.

Wildwasserverbauung und Bachauskehr

Hauptthemen waren die Wildwasserverbauung, der Goldbach, touristischer Druck auf das Naturschutzgebiet und die Bachauskehr. Hierzu wurden Begehungen mit der Gemeinde, des Wasserwirtschaftsamtes sowie des Landratsamtes absolviert. Außerdem wurden und werden Zuständigkeiten geklärt und vereinbart. Mehrfach wurden zudem mit Vertretern der Institutionen auch schon Begehungen durchgeführt. Meixner stellte außerdem im Namen der Ortsliste Vagen einen Antrag an den Gemeinderat, die Förderfähigkeit für ein „Integrales Konzept zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement“ prüfen zu lassen und gegebenenfalls diese Gefährdungsermittlung – auch ohne Zuschuss durch ein Ingenieurbüro durchführen zu lassen.

Mit den Wassermassen kam auch jede Menge Schlamm und Geröll in die Gärten.

„Hier hat der Gemeinderat bereits ein Votum für ein sogenanntes Sturzflutmanagement getroffen“, freut sich Meixner. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz unterstützt bei diesem Konzept Kommunen bei der Ermittlung von Gefahren und Risiken, es werden lokale Schutzziele definiert und örtlich spezifische Maßnahmen aufgezeigt. Versammlungen mit weiteren Anliegern und Organisationen sind in Planung. Die Aufnahme in das Programm wird nun geprüft. „Aber selbst wenn wir nicht partizipieren können, wird ein Ingenieurbüro mit beauftragt werden. Dann übernimmt die Gemeinde die Kosten“, erklärt der Gemeinderat die Entscheidung „seines“ Gremiums. Konkret geht es im Förderprogramm darum, dass der Freistaat kleinere Kommunen bei der Planung von Hochwasserschutz finanziell unterstützt.

Analyse und Risikobeurteilung

Neu an dem Programm ist, dass nicht nur Kommunen mit Gewässern in der Nähe von der Förderung profitieren können, sondern auch solche, die von sogenanntem wild abfließendem Wasser“ betroffen sind. „Genau das ist das Problem“, weiß Meixner. Herauszufinden, wie dieses in den Griff zu bekommen ist, dazu ist eine umfangreiche und kostenintensive Untersuchung nötig. „Dabei sollen unter anderem eine Bestandsanalyse und eine Gefahren- und Risikobeurteilung erfolgen“, so Meixner. Dabei stellen sich die Planer etwa die Fragen, welche Folgen ein Hochwasser haben kann, und welche davon man unbedingt verhindern sollte. „Daraus werden dann Maßnahmen abgeleitet, wie dies zu erreichen ist, dies nenne sich dann ,Integrale Strategie zum kommunalen Sturzflut-Risikomanagement‘“, schildert Meixner.

75 Prozent der Kosten werden gefördert

Wie teuer eine solche Strategie ausfällt, lasse sich derzeit noch nicht abschätzen. Dafür stehe zumindest die Fördersumme bereits fest: Maximal bekommen Kommunen 75 Prozent der Kosten, aber höchstens 150.000 Euro.

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