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Feldkirchen-Westerham investiert in Sicherheit seiner Einwohner

Millionen für Hochwasserschutz: Die Zähmung des Feldkirchener Bachs

Für den Hochwasserschutz am Lauf des Feldkirchener Bachs soll am Pfarrer-Huber-Ring eine Schutzmauer entstehen. Zudem wird das Stauvolumen des Rückhaltebeckens an der Glonner Straße erhöht.
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Für den Hochwasserschutz am Lauf des Feldkirchener Bachs soll am Pfarrer-Huber-Ring eine Schutzmauer entstehen. Zudem wird das Stauvolumen des Rückhaltebeckens an der Glonner Straße erhöht.
  • Kathrin Gerlach
    VonKathrin Gerlach
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Die Gemeinde Feldkirchen-Westerham gibt Millionen Euro für den Hochwasserschutz aus. Dabei geht es vor allem um die Zähmung des Feldkirchener Bachs auf einer Strecke von etwa sechs bis sieben Kilometern und den Schutz von Feldkirchen sowie Feldolling.

Feldkirchen-Westerham – Das größte Hochwasserschutzprojekt im Bereich der Gemeinde Feldkirchen-Westerham ist das Hochwasserrückhaltebecken in Feldolling, das im Auftrag des Freistaates Bayern für 75 Millionen Euro errichtet wird. Doch auch die Gemeinde selbst gibt Millionen Euro für den Hochwasserschutz aus.

Dabei geht es vor allem um die Zähmung des Feldkirchener Bachs auf einer Strecke von etwa sechs bis sieben Kilometern. Da der Bach ein Gewässer dritter Ordnung ist, steht die Gemeinde für dessen Ausbau und Unterhaltung in der Pflicht.

Schutz vor extremen Hochwassern nötig: Bach fließt mitten durch den Ort

Der Feldkirchner Bach hat seinen Ursprung in mehreren Quellbächen westlich des Buchbergs, die im Tal zwischen Percha und Buchberg zusammenfließen. Der Bund Naturschutz Rosenheim beschreibt seinen Verlauf so: „Unterhalb des Stollwerck-Mausoleums mündet ein weiterer Bach aus Oberreit kommend ein. Der Feldkirchner Bach verläuft begradigt neben der Straße und fließt ostwärts Richtung Leiten. Am Ende der Straße Am Saum speist er eine Fischteichanlage und fließt dann auf Feldkirchen zu.“

Aufgabe der Gemeinde ist es, ihn so durch den Ort zu leiten, dass die Anwohner auch vor einem extremen Hochwasser geschützt sind. Deshalb wurden in den vergangenen Jahren schon viele Millionen Euro für den Hochwasserschutz aufgewendet. An Kellerberg, Ölberg, Bucklberg und entlang des Grieblwegs wurden großvolumige Betonrohre verlegt.

„Wir bewegen uns mit dem Bachlauf, haben oben angefangen und wollen in diesem Jahr den Abschnitt von der Leiten bis zum Pfarrer-Huber-Ring angehen“, informiert Bauamtsleiter Hermann Weber.

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Zuletzt wurde das Stauvolumen der Hochwasserrückhaltebecken in der Leiten auf 190.000 Kubikmeter erhöht. Die Gemeinde investierte hier 1,2 Millionen Euro.

Die Rückhaltebecken in der Leiten – für den Laien auf den weitläufigen Wiesen kaum erkennbar – können ein Volumen von 190000 Kubikmetern anstauen.

Schutzmauer für 1,8 Millionen Euro soll entstehen

Jetzt soll am Pfarrer Huber-Ring eine Schutzmauer entstehen, und das Volumen des Beckens an der Glonner Straße von 16 .500 auf 86 .000 Kubikmeter erhöht werden. Die Kosten werden auf 1,8 Millionen Euro geschätzt. „Wir befinden uns derzeit im Planfeststellungsverfahren. Die Unterlagen liegen dem Landratsamt zur Genehmigung vor“, informiert Weber.

Der tatsächliche Baustart hänge von der Genehmigung und den Auflagen des Landratsamtes ab. Weber hofft, dass noch in diesem Jahr gebaut werden kann.

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Parallel dazu haben die Vorbereitungen für den nächsten Abschnitt – den innerörtlichen Hochwasserschutz vom Pfarrer-Huber-Ring bis zur Frühlingsstraße – begonnen. Der Feldkirchener Bach fließt mitten durch den Ort, über den Dorfplatz, an der Kirche und am Kindergarten vorbei – teils unterirdisch verrohrt, teils in einem offenen Bett.

Geld im Haushalt eingeplant

Einige innerörtliche Teilbereiche wurden bereits ausgebaut. Bei anderen sind Maßnahmen aufgrund der Eigentumsverhältnisse nicht möglich. Im nächsten Schritt werden nun Lösungen für die Bereiche am Pfarrkindergarten St. Laurentius und in der Ollinger Straße gesucht.

„Wir wollen immer einen Abschnitt bauen und einen Abschnitt planen, um den Hochwasserschutz kontinuierlich zu verbessern“, erklärt der Bauamtsleiter. Vorsorglich plant die Gemeinde jährlich etwa eine Million Euro für den Hochwasserschutz im Haushalt ein.

Verantwortung reicht bis nach Feldolling

Hat der Feldkirchener Bach den Ort passiert, schlängelt er sich weiter durch die Wiesen, nimmt das Wasser des Klingerbachs auf und erreicht Feldolling. Der Verantwortungsbereich der Gemeinde Feldkirchen-Westerham für Unterhalt und Ausbau des Feldkrichener Baches reicht bis zum Feldollinger Bahngraben nördlich der Bahnstrecke von Holzkirchen nach Rosenheim. Ehe der Hochwasserschutz bis dahin abgeschlossen ist, werden wohl noch mindestens zehn Jahre vergehen, schätzt der Bauamtsleiter.

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