Hochwasser in der Bad Aiblinger Jahnturnhalle: Schäden zum Schulbeginn behoben

Andreas Tancin (links) und Mario Tuzlak von der Firma Zosseder bereiten die ordnungsgemäße Entsorgung der Dämmung vor. Baumann
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Andreas Tancin (links) und Mario Tuzlak von der Firma Zosseder bereiten die ordnungsgemäße Entsorgung der Dämmung vor. Baumann

Über eine Woche ist das jüngste Hochwasser her, doch die Nachwehen sind an vielen Ecken und Enden der Stadt noch spürbar. Die Schäden an der Jahnturnhalle müssen zum Teil aufwändig beseitigt werden. Die Kosten sind noch nicht absehbar.

Von Johann Baumann

Bad Aibling – Das jüngste Hochwasser hat zwar zu keiner großflächigen Überflutung in der Kurstadt geführt, aber doch vielerorts insbesondere in Kellern Schäden verursacht. So auch im Untergeschoss der Bad Aiblinger Jahnturnhalle, wo Grundwasser durch die Lüftungsschächte in den Technikraum eingedrungen ist. Rund 15 Zentimeter hoch stand dort das Wasser, das inzwischen abgepumpt wurde. Der Raum wird aktuell mit Bautrocknern ausgetrocknet.

Dämmmaterial gilt als Sondermüll

Gravierender ist, dass die Dämmung der Lüftungsschächte durchnässt wurde und nun unter den entsprechenden Sondermüll-Vorschriften beseitigt werden muss. Möglicherweise müssen auch Leitungsrohre ersetzt werden.

Die Entsorgung erfolgt nun durch Monteure der Firma Zosseder aus Spielberg. „Zum Glück ist der Boden der Turnhalle vom Hochwasser nicht beschädigt worden. Denn das wäre dann ein weitaus größerer Schaden“, erläuterte Hausmeister Alexander Martin beim Vor-Ort-Termin mit unserer Zeitung.

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Auch in einen direkt an der Tartan-Laufbahn des Sportplatzes gelegenen Lagerraum ist Wasser eingedrungen und hat unter anderem triefende Zeltplanen hinterlassen. Diese werden derzeit draußen in der Sonne getrocknet.

Auch die gesamte Laufbahn am Sportplatz stand nach dem Unwetter unter Wasser. Dieses Oberflächenwasser wird normalerweise mittels der unter dem Spielfeld befindlichen Drainageleitungen in die unmittelbar benachbarte Glonn abgeleitet. Doch deren überaus hoher Wasserpegel verhinderte die Einleitung und staute das Wasser vielmehr zurück.

Höhe des Schadens steht noch nicht fest

Nach Auskunft von Gerhard Barnsteiner, im Bereich Gebäudemanagement der Stadt Bad AIbling tätig, sind die gesamten Schadenskosten derzeit noch nicht abschätzbar. „Hierzu fehlen noch verschiedene Informationen von Firmen“, erklärte der Bauamtsmitarbeiter.

Hinsichtlich der künftigen schulischen Hallennutzung gab die Zweite Bürgermeisterin Kirsten Hieble-Fritz bereits Entwarnung: „Der Schaden wird bis zum Beginn des neuen Schuljahres repariert. Aber wir wissen ohnehin alle noch nicht, wie der Schulbeginn aussehen wird.“

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