Wie hoch wird das Gebäude CO: Stadtrat Kolbermoor feilscht um „Visitenkarte“

Das neue Gebäude im Kreuzungsbereich Conradty-/Hasslerstraße (CO) soll statt sechs nur fünf Etagen umfassen. Bei der Höhe einigte sich der Stadtrat auf 17 Meter. Behnisch Architekten.

Wie hoch darf das geplante Gebäude im Kreuzungsbereich Conradty-/Hasslerstraße werden? Über diese Frage erhitzten sich die Gemüter des Stadtrates in der jüngsten Sitzung. Mit sieben Gegenstimmen einigte man sich auf eine maximale Wandhöhe von 17 Metern.

Kolbermoor

Bauwerk trägt den Namen „CO“

Nach bisherigen Plänen ist das Gebäude, in das auch ein Blockheizkraftwerk integriert werden soll, mit sechs Stockwerken angesetzt. Das war den Mitgliedern des Bauausschusses allerdings zu hoch und so erachtete das Gremium es als sinnvoll, das Thema in den Stadtrat zu verlegen (wir berichteten). Das Gebäude trägt den Namen „CO“. Zum einen soll in den Etagen eins bis drei Gewerbe entstehen, zum anderen könnten in den weiteren Stockwerken Wohnungen realisiert werden. Die Höhe der sechs Etagen belief sich zunächst auf etwa 21 Meter.

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Aber das ist jetzt vom Tisch. Höchstens 17 Meter sollen es werden. Das habe zur Folge, dass man um zwei Geschosse minimieren müsse, erklärte Florian Edler von Hayek. Der Architekt von Behnisch Architekten informierte das Gremium in der Sitzung über die Planungen.

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Eine maximale Höhe von 15,5 Meter forderte Sebastian Daxeder (CSU). Dagmar Levin (SPD) beharrte seitens der SPD auf maximal 17 Meter, dem schlossen sich auch die Grünen an. Kerim Bacak (Parteifreie) sagte indes, dass man nicht um Punkt und Komma diskutieren solle. Er erachte das Gebäude „nicht als Koloss“.

Auch Georg Kustermann (Grüne) war dafür, dass man die Höhe reduziert.

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Schließlich handelt es sich bei dem Gebäude seiner Einschätzung nach um die „Visitenkarte von Kolbermoor“. Es liege ja an der Bahnlinie und an einer Straße, die in die Innenstadt führe.

Daxeder kam auch auf den zeitlichen Ablauf zu sprechen: „Es geht so schnell und daher ist es für uns ein gewisser Planungsdruck“, erklärte er. Hinsichtlich der Planungen wies Rathauschef Kloo daraufhin, dass „kein Zeitdruck besteht und man sich die Pläne anschauen kann“. Es sei ein ganz normales Verfahren. Man müsse den Planern jetzt einfach mitgeben, dass sie alles anpassen sollen.

Architekt von Hayek sagte auf Anfrage unserer Zeitung, dass, wenn alles nach Plan läuft, Anfang 2021 mit dem Bau des Blockheizkraftwerkes (BHKW) begonnen werden könne. Die drei Wärmespeicher sollen eine Höhe von 15,5 Meter haben, die Kamine je nach Leistung bis zu 22 Meter.

Umfassende Energieversorgung

Zunächst sollen mit dem Blockheizkraftwerk rund 130 Wohnungen im Spinnereipark sowie rund 300 Wohnungen auf dem Conradtygelände mit Energie versorgt werden. Das Blockheizkraftwerk könnte aber noch viel mehr Bürger versorgen, wenn Bedarf da sei. Der Rathauschef denkt da beispielsweise an Bereiche in der Innenstadt, die Kolbermoorer Feuerwehr, den Mareis-Saal, den Bahnhof sowie die Mangfallschule. Aber das sei mittelfristig angedacht, binnen fünf bis zehn Jahren.

Darüber hinaus soll ein weiteres Gebäude entstehen – C1. Es soll südlich der Conradtystraße gebaut werden. Beide Gebäude sollen „als eines erscheinen“, erklärt von Hayek.

In C1 sei im Erdgeschoss ein Kindergarten angedacht, in den übrigen Stockwerken Wohnungen.

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