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Seit dem 1. September im Amt

Neue Schwerpunkte und Ziele: Hildtrud Volpert ist jetzt Rektorin der Luitpoldschule in Bad Aibling

Hiltrud Volpert hat zum Schuljahresbeginn die Leitung der Luitpold-Schule übernommen.
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Hiltrud Volpert hat zum Schuljahresbeginn die Leitung der Luitpold-Schule übernommen.
  • VonJohann Baumann
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Am 1. September hat Hiltrud Volpert die Nachfolge von Andrea Wimmer als Leiterin der Luitpold-Grundschule Bad Aibling angetreten. Dort werden 375 Schüler in 17 Klassen von 35 Lehrkräften unterrichtet. Neben einer neuen Schule hat sie Corona-Auflagen zu bewältigen. Jetzt gibt es keine Maskenpflicht mehr. Klappt das?

Bad Aibling – Im Gespräch mit dem „Mangfallbote“ hat die neue Rektorin ihren beruflichen Werdegang geschildert, auf ihre erste Woche nach Schuljahresbeginn in der Luitpoldschule in Bad Aibling zurückgeblickt und ihre mittelfristigen Schwerpunkte und Ziele erläutert. In einem Spannungsfeld zwischen „totalen Maskenverweigerern“ und „sehr ängstlichen Eltern“ bewegen sich aktuell die Schulen. Viel Fragen erreichen dabei die Schulleiter wie Rektorin Hildtrud Volpert von der Aiblinger Luitpoldschule.

Sie hat unter anderem eine Mail einer Mutter bekommen, die vom Gesundheitsamt und Schulamt an sie verwiesen wurde. „Dabei sind wir die ausführenden Organe der Vorgaben aus diesen Behörden“, betont sie. Gleichzeitig erklärt sie aber, dass jedes Kind auch weiterhin, wenn es vom Elternhaus gewünscht ist, Maske tragen könne. Kontrollieren könnten das die Lehrer aber nicht, das liege in der Eigenverantwortung der Schüler.

Aus Westfalen ins schöne Bayern

Die 52-Jährige stammt aus dem westfälischen Nottuln, hat in Coesfeld ihr Abitur abgelegt, anschließend in Münster Geschichte studiert und mit dem Magister abgeschlossen. Später studierte sie in Regensburg Lehramt für die Grundschule, machte ihre ersten pädagogischen Schritte in Maxhütte und Schwandorf und war an verschiedenen Grundschulen im Landkreis Regensburg tätig – zuletzt als Schulleiterin. Sie ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Die Luitpold-Schule in der Harthauser Straße.

Neues Schuljahr ist gut angelaufen

„In der Oberpfalz war das sprachliche Verständnis anfangs nicht so leicht“, erinnert sie sich schmunzelnd. Inzwischen ist Bayern aber zur zweiten Heimat geworden, und sie freut sich auf die Aufgabe in Bad Aibling. Das Schuljahr in der Luitpold-Schule ist gut angelaufen, die 84 Erstklässler in vier Anfangsklassen hatten Spaß an ihrem ersten Schultag. „Wir konnten Gott sei Dank wieder in einen normalen Schulbetrieb einsteigen – unter den geltenden Bedingungen“, unterstreicht sie und ergänzt: „Die Schule läuft wieder. Wir hoffen alle, dass es so bleibt. Die erforderlichen Corona-Negativtests haben die Schüler überwiegend mitgebracht oder sie wurden hier getestet“, berichtet sie rückblickend über den ersten Schultag.

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Bei der Schilderung ihrer ersten „sehr vielfältigen Eindrücke“ an ihrer neuen Wirkungsstätte hebt sie das sehr engagierte Kollegium hervor und weist gleichzeitig auf die „spannende Aufgabenstellung“ hin. So bilden der gebundene Ganztagesunterricht, der Schulbetrieb in zwei Schulgebäuden und auch die Unterrichtung von Kindern mit Migrationshintergrund einige Herausforderung. Aktuell mussten unter anderem der Stundenplan erstellt, die neuen „Pool-Testungen“ („Lolli“-Test) organisiert und Elternanfragen zu Corona beantwortet werden.

Ferner beeinträchtige der Bau des unmittelbar benachbarten, neuen Gebäudes für die Nachmittagsbetreuung das Pausengeschehen. Daher zähle die Gestaltung des verbleibenden Platzes zum kindgerechten Pausenhof zu den künftigen Herausforderungen.

Einrichtung einer Deutsch-Klasse

Als weiteren Schwerpunkt nannte sie die Stärkung der Schülerpartizipation und die Förderung des Demokratieverständnisses bei ihren Schülern, die aus einem sehr heterogenen Einzugsgebiet kämen. Sie sprach sich für die Einrichtung einer Deutsch-Klasse aus für Schüler ohne oder mit wenig Deutschkenntnissen. Ziel sei nach einem Jahr ein guter Übergang in die Regelklassen. „Eine solche Deutsch-Klasse gibt es momentan nur in Rosenheim“, erläutert die Rektorin. Ein wichtiges Thema ist für sie sie die Digitalisierung, für die man „den Schwung von Corona mitnehmen müsse“.

Digitale Medien stärker integrieren

Zwar seien digitale Tafeln und Lehrer-Laptops vorhanden, aber auch für die Schüler sollen Tablets angeschafft und ins digitale Lernen integriert werden. „Den Kindern soll vermittelt werden, wie man digitale Medien sinnvoll für das Lernen nutzen kann“, erklärt sie. Ferner möchte sie ihre Vorliebe für die Musik in den Unterrichtsplan einbringen. „Die Leitung einer Grundschule ist heute sehr herausfordernd. Ich sehe mich als Ansprechpartnerin für das Kollegium, für die Eltern aber auch für die Kinder“, konstatiert sie und fügt abschließend hinzu: „Das Wir zählt – in der Schule und in der Gesellschaft.“

Schulen dankbar für Präsenzunterricht

Auch an den anderen vier Grundschulen in Bad Aibling startete das neue Schuljahr reibungslos. „Die Schulfamilie ist sehr froh, dass der Präsenzunterricht wieder läuft und die Stimmung im Haus ist gut“, berichtet Wolfgang Baumann, Rektor der St. Georg-Schule und ihrer „Dependance“ in Willing.

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Einen guten Schuljahresstart vermeldete Sonderschulrektorin Angelika Held von der Rupert-Egenberger-Schule Sonderpädagogisches Förderzentrum. „Schüler und Lehrer waren noch bestens mit den Corona-Vorschriften aus dem letzten Schuljahr vertraut“, lobte sie.

Sehr positiv fiel auch das „Start-Fazit“ von Rektorin Claudia Kohnle vom Bildungshaus (Träger: Diakonie Rosenheim) im B & O-Gelände Mietraching aus. „Da unsere Erstklässler bereits als Vorschüler bei uns waren, waren Tests und Hygienemaßnahmen schon eingespielt“, schilderte sie. Manche Kinder bevorzugten anstelle des neuen „Lolli“-Tests allerdings lieber den gewohnten „Nasenbohr“-Test.

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