Singen in der Kematener Kirche zugunsten der notwendigen Renovierung

Herzschlag zur Heimat

Alpenländisches Liedgut für Wärme im Herzen und zur Sanierung der Martinskirche. Foto Strim
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Alpenländisches Liedgut für Wärme im Herzen und zur Sanierung der Martinskirche. Foto Strim

Kematen - "Nirgendwo werden Weihnachtslieder mit innigerem Herzschlag gesungen und gespielt als in unserer Heimat", eine Feststellung, die kein anderer als Fritz Mayr, Moderator vieler Volksmusiksendungen, zu Recht im Rahmen des Weihnachtssingens kurz vor dem Jahreswechsel in Kematen treffen konnte. Abseits vom materialistisch orientierten Vorweihnachtsgedudel in den Kaufhäusern, füllten zahlreiche Besucher bis auf den letzten Platz die Martinskirche am Fuße des Eckersberges.

Als Garanten für einen unvergesslichen Abend hatten Anni und Sepp Engelsberger mit Bläsern der Trachtenkapelle Dettendorf, der Auer Harfenmusi, einer Geigenmusi, dem Kirchenchor Kematen sowie den "Echtler Sängerinnen" künstlerische Volltreffer gelandet.

Zwischendurch wusste Fritz Mayr über Begebenheiten aus der eigenen Kindheit zum Thema Weihnachten, etwa dem Zusammenleben mit Tieren am Schreiner-Mayr-Anwesen in Au, oder über die Krippenausstellung im Nationalmuseum in München spannend und interessant zu berichten. Das Herz am rechten Fleck für Geschichten aber auch zur alpenländischen Volksmusik waren für den Moderator Anlass unter Begleitung von Anni Engelsberger an der Hausorgel, Brummeisentöne aus seinen Maultrommeln zu zaubern.

Die Darbietungen wurden am Schluss nicht nur mit reichlich Applaus belohnt. Vielmehr brachten die Besucher ihren Dank in Form von Spenden in den Sammelkörben zum Ausdruck.

Der Erlös kommt der dringend notwendigen Renovierung der Kirche zugute. Von den Rissen am Verputz an den Fenstern sowie im Deckengewölbe, derzeit mit Dehnungsmessstreifen und Mikrometern überwacht, konnten sich die Zuhörer überzeugen.

In diesem Zusammenhang dankte Pfarrer Albert Hell den Pfarrgemeindebürgern für ihre Mühen mit reichlich Eigeninitiative zur Sanierung der Empore und ist bester Hoffnung, dass sie mit entsprechend Handanlegen ihren Beitrag zum Erhalt der historischen Kirche leisten. pes

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