Herausragende Verdienste: Bad Aiblinger Gebirgschützen ehren Franz Kuchler

Eine handgemalte Porträt-Scheibe überreicht Hauptmann Manfred Ortner an Franz Kuchler (links).
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Eine handgemalte Porträt-Scheibe überreicht Hauptmann Manfred Ortner an Franz Kuchler (links).

Mit einer handgemalten Porträt-Scheibe ehrten die Bad Aiblinger Gebirgsschützen Franz Kuchler für sein großes Engagment.

Bruckmühl – Auf eine große Feier musste Franz Kuchler zwar wegen der Corona-Pandemie verzichten, dennoch besuchte ihn eine größere Abordnung „seiner“ Aiblinger Gebirgsschützen zum 75. Geburtstag. Der Besuch war für die Hauptmannschaft sowie weitere Kameraden und Wegbegleiter selbstverständlich, zählt der Jubilar doch zu den Gründungsmitgliedern der Kompanie und hat in 40 Jahren tiefe Spuren hinterlassen. 35 Jahre davon wirkte Kuchler im Ausschuss, zunächst als Pionier später als Standarten- und Fahnenträger. Sein handwerkliches Geschick war unverzichtbar, so schuf er Gitter und Handlauf für die Schützenkapelle am Aiblinger „Totenberg“ und installierte darin die Marmortafeln, auf denen die verstorbenen aktiven Schützen verewigt sind. Noch heute graviert er deren Namen per Hand ein.

Auch die Eisen-Beschläge am Leonhardi-Wagen der Kompanie sind sein Werk. Seine künstlerische Begabung zeigt sich an den vielen Schützenscheiben, die er per Hand gemalt hat und die so mancher Sieger eines Schießwettbewerbs stolz nach Hause getragen hat.

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Herausragend bei seinen Verdiensten um die Kompanie war seine Tätigkeit als „Stüberlwirt“. 15 Jahre sorgte er dort, unterstützt von Ehefrau Gertrud, für das leibliche Wohl der Kompaniemitglieder. „Ohne den Franz als Wirt hätte es unser Stüberl nie gegeben“, ist sich Ehrenhauptmann Bernd Kneifel sicher. Kuchlers Leidenschaft als „Kompaniekoch“ kam bei Veranstaltungen wie Armbrustschießen, Jubiläen und Weinfesten zum Tragen. Er wurde mit allen Auszeichnungen bedacht, die von der Kompanie sowie vom Bund der Bayerischen Gebirgsschützen vergeben werden können.

Zu seinem Ehrentag hatte Hauptmann Manfred Ortner eine handgemalte Porträt-Scheibe mitgebracht, in die Günter Hein sein ganzes Können als Grafiker und Kirchenmaler investiert hatte. Bei einer Brotzeit mit den Kameraden waren zahlreiche Ereignisse aus seinem Schützenleben Thema.

Auch wenn er sich derzeit aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nur mit dem Rollstuhl fortbewegen kann, strahlt Franz Kuchler Zuversicht aus. Aufgeben ist nicht sein Ding, und so hofft er, zum nächsten hohen Geburtstag wieder in der Gebirgsschützen-Montur dastehen zu können.

„Na brauch i hoit a neie Montur“, meinte er angesichts verloren gegangener „Pfunde“ lapidar. uhe

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