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Breitbandausbau in Tuntenhausen

Gemeinderat Tuntenhausen ist sich einig: Hauptsache Glasfaser – wer baut, ist egal

Ob grün oder magenta, ob grüne Glasfaser oder Telekom – wer auch immer den Glasfaserausbau in der Gemeinde Tuntenhausen übernimmt, darf sich auf die Unterstützung der Verwaltung bei der Suche nach geeigneten Trassen verlassen. Mehr aber auch nicht: Kooperationsverträge wird es keine geben.
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Ob grün oder magenta, ob grüne Glasfaser oder Telekom – wer auch immer den Glasfaserausbau in der Gemeinde Tuntenhausen übernimmt, darf sich auf die Unterstützung der Verwaltung bei der Suche nach geeigneten Trassen verlassen. Mehr aber auch nicht: Kooperationsverträge wird es keine geben.
  • VonWerner Stache
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Wer übernimmt denn nun den Glasfaserausbau der Gemeinde Tuntenhausen? Der Newcomer „Unsere Grüne Glasfaser“ oder die Telekom? Oder gar keiner? Die Antwort kennt aktuell keiner, denn die Gemeinde gibt keinem der Bewerber den Vorrang. Eine Entscheidung hat der Gemeinderat aber dennoch getroffen.

Tuntenhausen – Die Gemeinde Tuntenhausen wird sich nicht entscheiden. Wer auch immer den weiteren Breitbandausbau in der Gemeinde übernimmt – ob nun die Grüne Glasfaser oder die Telekom – wird von der Verwaltung unterstützt. Bei eventuellen Nutzungsvereinbarungen für Straßen oder bei der Trassenfindung – nicht aber bei der Kunden-Akquise.

Auch gibt es mit Tuntenhausen weder Kooperationsverträge noch Absichtserklärungen. Das hat der Gemeinderat jetzt einstimmig beschlossen.

Zwei Unternehmen stellen ihre Pläne vor

In der Gemeinderatssitzung im Mai hatten Vertreter der Telekom ihre Pläne hinsichtlich des zukünftigen Glasfaserausbaus im Gemeindegebiet Tuntenhausen erläutert. Im Zuge des aktuellen, geförderten Ausbaus über das „Höfeprogramm“ sollen demnach in den nächsten zwei Jahren auch weitere Grundstücke im Eigenausbau der Telekom mit erschlossen werden. Im Anschluss beabsichtigt die Telekom, den Glasfaserausbau bis 2030 auch flächendeckend bis in die Häuser voranzutreiben. Der Gemeinde sollen durch die weiteren Maßnahmen im Eigenausbau der Telekom keine zusätzlichen Kosten entstehen, versicherten die Telekom-Vertreter. Die Telekom nutzt für ihren Ausbau die vorhandenen Netzstrukturen, welche unter anderem in den vergangenen zehn Jahren mit Fördermitteln des Bundes, des Landes und mit Eigenmitteln der Gemeinde in Höhe von etwa 900.000 Euro gebaut wurden.

In der Gemeinderatssitzung im März hatte auch schon die Firma „Unsere Grüne Glasfaser“ (UGG) – ein Joint Venture- Unternehmen der Telefónica-Gruppe und der Allianz – angeboten, das gesamte Gemeindegebiet eigenwirtschaftlich mit Glasfaser zu versorgen. Ausgenommen hiervon wären die Bereiche, die über das „Höfeprogramm“ von der Telekom erschlossen werden sollen. Für einen Ausbau der UGG müssten jedoch komplett neue Netzstrukturen aufgebaut werden, was zur Folge hätte, dass gemeindeweit neue Kabel in den Gemeindestraßen und zwischen den Orten verlegt werden müssten. Zudem müssten in den Orten zusätzlich neue Kabelverteiler – Gebäude von der Größe einer Fertiggarage – gebaut werden. Eine Nutzung der Netzstruktur der Telekom komme für die UGG nicht in Frage, wie die Telekom-Vetreter in der Mai-Ratssitzung informierten.

„Beide Firmen sind Telekommunikationsunternehmen, welche dem Telekommunikationsgesetz unterliegen und daher berechtigt sind, öffentliche Verkehrswege für die Verlegung von Leitungen zu nutzen“, informierte Bürgermeister Georg Weigl den Gemeinderat. Seitens der Gemeinde bestünden gegen einen Glasfaserausbau beider Firmen keine Einwände. „Es werden jedoch weder Kooperationsverträge noch Absichtserklärungen geschlossen, noch werden Zugeständnisse hinsichtlich Unterstützung zur Kunden-Akquise gegeben, welche den Wettbewerb beeinflussen könnten“, betonte Weigl. Allen Telekommunikationsunternehmen werde versichert, etwaigen Straßenbenutzungsvereinbarungen zuzustimmen und bei der möglichen Trassenfindung mitzuarbeiten.

Kooperationsverträge gibt es für keinen

Nach Beratung beschloss der Gemeinderat einstimmig (16:0): „Die Gemeinde ist mit dem geplanten Glasfaserausbau beider Unternehmen (Telekom und UGG) einverstanden. Es werden jedoch weder Kooperationsverträge noch Absichtserklärungen geschlossen, noch werden Zugeständnisse hinsichtlich der Unterstützung zur Kunden-Akquise gegeben. Die Gemeinde versichert, etwaigen Straßenbenutzungsvereinbarungen zuzustimmen und bei der möglichen Trassenfindung mitzuarbeiten. Die Unternehmen Telekom und UGG sind entsprechend zu informieren.“

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