Harmonie und Spielfreude

Bei ihren Neujahrskonzertenzeigte die Blaskapelle unter Leitung von Michael Rokoss wieder ihr Können. Hier wird der „Müller-zu-Prugg“-Marsch stehend gespielt. Baumann

Bruckmühl. – Beschwingt ins neue Jahr startete die Blaskapelle Bruckmühl mit ihren traditionellen Neujahrskonzerten im Doppelpack.

Das Programm bot eine gelungene Mischung aus Werken des Wiener Walzerkönigs Johann Strauß. Den schwungvoll-schneidigen Auftakt bildete der „Kaiser Franz Joseph I. Rettungs-Jubel-Marsch“, in den Strauß auch einige Takte aus Josef Haydns „Kaiserlied“ eingebaut hat.

Flott ging es weiter mit der Schnellpolka „Leichtes Blut“ und danach im Dreivierteltakt mit dem Walzer „Rosen aus dem Süden“ mit Motiven aus der Strauß-Operette „Das Spitzentuch der Königin“. Mit der weiteren Schnellpolka „Auf der Jagd“ wurde das Tempo hochgehalten, bevor dann der mit orientalischen Elementen angereicherte „Ägyptische Marsch“ erklang. Vom jüngeren Strauß-Bruder Josef stammt die gemütliche „Moulinet“-Polka, bei der die Mühlrad-Klänge den Takt gaben und die „Abteilung Schlagwerk“ gefordert war. Beim Stück „Die Teufelsklarinette“ des deutschen Komponisten und Orchesterleiters Guido Henn bewältigte der 16-jährige Georg Kellerer souverän den Solopart. Mit der von Dirigent Michael Rokoss arrangierten Ouvertüre zur Rossini-Oper „Wilhelm Tell“ als offiziellem Programmabschluss stellten sich die Musiker die größte Herausforderung und meisterten sie mit Bravour.

Die Blaskapelle Bruckmühl hat bereits seit November 2019 für das Neujahrskonzert geprobt. Sie zeigte sich unter der Leitung von Michael Rokoss aufs Neue als prächtig harmonierender Klangkörper, der viel Spielfreude versprüht.

Das begeisterte Publikum spendete nicht nur nach den Stücken kräftig Beifall, sondern auch einen langanhalten Schlussapplaus. Es wurde mit dem von Bassist Dr. Michael Stacheter komponierten „Müller-zu-Prugg-Marsch“ als Zugabe belohnt, der von Akteuren teilweise stehend gespielt und gesungen wird. Als klassischer Neujahrskonzert-Ausklang ertönte der „Radetzky-Marsch“.

Für Auflockerung sorgten heiter-informative Anmerkungen und Erläuterungen zu den einzelnen Werken durch Marlene Binder, Dr. Kathrin Haegler, Martina Riedl und Tobias Schwegler. Eröffnet hatte die Konzerte Blaskapellen-Vorstand Thomas Krapichler. Zum Ausklang der Konzerte unterhielt eine Blasmusik-Formation die Besucher mit zünftigen Weisen.

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