Hans Thiel zum Ehrenbürger der Gemeinde Tuntenhausen ernannt

Hans Thiel (rechts) ist Ehrenbürger der Gemeinde Tuntenhausen. Bürgermeister Georg Weigl (links) überreichte ihm jetzt die Ernennungsurkunde.
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Hans Thiel (rechts) ist Ehrenbürger der Gemeinde Tuntenhausen. Bürgermeister Georg Weigl (links) überreichte ihm jetzt die Ernennungsurkunde.

„Das ist zu viel der Ehre“, sagte Hans Thiel, zutiefst gerührt und mit Tränen in den Augen, als Bürgermeister Georg Weigl ihn zum Ehrenbürger der Gemeinde Tuntenhausen ernennt. Mit anhaltendem Beifall zollt ihm auch der gesamte alte und neue Gemeinderat seine Hochachtung.

Tuntenhausen – Im Rahmen einer Feierstunde in Wallners Landgasthof zur Post wurden jetzt die „alten“ Gemeinderäte offiziell aus dem Gemeinderat verabschiedet. Darunter auch Hans Thiel, der neben Georg Stürzer und Georg Dettendorfer, die leider schon verstorben sind, und Altbürgermeister Josef Haas jetzt der vierte Ehrenbürger der Gemeinde Tuntenhausen ist.

42 Jahre im Dienst der Gemeinde

42 Jahre lang hat sich Hans Thiel für die Gemeinde Tuntenhausen engagiert, ehe er sich mit 76 Jahren dazu entschied, nicht noch einmal zu kandidieren. „Dabei war er viele Jahre lang der Kandidat, der die meisten Stimmen auf sich vereinigte. Daran sieht man, wie beliebt er bei der Bevölkerung ist, und wie wichtig er für unsere Gemeinde ist“, betont der Bürgermeister.

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Thiels Geschichte als Gemeinderat beginnt mit der Geschichte der „Großgemeinde“ Tuntenhausen im Jahr 1978. Seit seinem 35. Lebensjahr war er Gemeinderat, Mitglied des Bauausschusses, mehrere Jahre lang stellvertretender Bürgermeister und Kreisrat. Weigl schätzt, dass er allein in circa 600 Gemeinderatssitzungen mehr als 2000 Stunden für das Gemeinwohl aufbrachte und mit wenigstens 5000 Beschlüssen einer der Weichensteller für die Entwicklung der Gemeinde war. „Ich habe höchstens zweimal gefehlt“, betont Thiel.

Ehrenvorsitzender des Sportvereins

Ungezählt sind die Stunden, die er in Sitzungen des Bauausschusses und Kreistages oder für seine anderen ehrenamtlichen Aktivitäten in seiner Gemeinde unterwegs war. 31 Jahre lang führte Thiel als Vorsitzender den Sportverein Ostermünchen – eine Zeit, in der die Sportanlagen entstanden sind. Heute ist er Ehrenvorsitzender des SVO.

„Wir können stolz darauf sein, so einen Menschen in unserer Mitte zu haben“, würdigte Weigl seine Leistungen voller Hochachtung. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass Menchen wie Hans Thiel ein Ansporn für die Jugend sind. „Wir haben in unserem neuen Gemeinderat viel Potenzial dazugewonnen“, so Weigl.

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„Ich wünsche mir von den Räten, dass sie zum Wohle der Gemeinde tätig sind.“ Hans Thiel, der Geschäftsführer einer Elektrofirma war, nutzt seinen beruflichen und gesellschaftlichen „Ruhestand“, um in Haus und Garten zu werkeln. Er genießt die Stunden mit seinen beiden Töchtern und den drei Enkelinnen, die „mein ganzer Stolz“ sind. Dass er in den letzten Wochen kaum an Gemeinderatssitzungen teilnahm, liegt nicht etwa am Desinteresse. Ganz im Gegenteil: Es sind die coronabedingten Einschränkungen, die ihn davon abhalten.

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