Handarbeit: Feldkirchen-Westerhamer Feuerwehren füllen 1440 Sandsäcke für Hochwasserschutz

Reine Handarbeit: Abfüllen und verschnüren für den nächsten Hochwassereinsatz.
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Reine Handarbeit: Abfüllen und verschnüren für den nächsten Hochwassereinsatz.

Auch das gibt es bei den Feuerwehren: Kein Brand, keine Straßensperrung – stattdessen Sandsäcke füllen. Diese anstrengende, staubige und aufwendige Arbeit übernahmen jetzt etwa 40 Kameraden der örtlichen Wehren der Gemeinde Feldkirchen-Westerham. Damit sind sie für das nächste Hochwasser gerüstet.

Feldkirchen-Westerham – Auch das gibt es bei den Feuerwehren: Keinen Brand zu löschen oder eine Straße zu sperren – stattdessen Sandsäcke zu füllen. Diese anstrengende, staubige und aufwendige Arbeit wartete jetzt auf etwa 40 Männer und Frauen der örtlichen Wehren der Gemeinde Feldkirchen-Westerham. 20 Tonnen speziell aufbereiteten Sandes mussten in dafür vorgesehene Säcke gefüllt werden.

Diese Aufgabe war dem Hochwasser vom 4. August geschuldet. 1200 Säcke wurden an benachbarte Wehren geliefert und verbaut. Wiederverwendet können diese nicht werden. Also musste für Nachschub gesorgt werden.

20 Tonnen Sand verarbeitet

Im Hof und in der Maschinenhalle von Franz Weber, dem Vorsitzenden des Feuerwehrvereins Feldkirchen-Westerham, ging es im wahrsten Sinn des Wortes rund und noch dazu ganz schön staubig zu. In der Halle war ein Verteiler mit einem großvolumigen Behälter aufgestellt, in den der Sand mit Hilfe eines Frontladers gekippt wurde. Rundherum saßen sechs Männer und Frauen auf Bänken, um den über Hähne herauslaufenden Sand in jeweils 14 Kilogramm schwere Säcke zu füllen.

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20 Tonnen davon hatte ein Teleskoplader in den Verteiler gekippt: Das heißt nach Adam Ries, dass fast 1440 Säcke befüllt werden konnten. Das Tragen von Masken war bei dieser Arbeit für die circa 40 Kameraden aus Feldkirchen-Westerham, Feldolling, Vagen und Ostermünchen mehr als Schutz vor Staub als coronabedingt gedacht.

Reserve von 2000 Sandsäcken

Vorsitzender Franz Weber und Kommandant Sven Gericke dankten allen Helfern mit Getränken, Kaffee und Kuchen, die bei dieser tonnenschweren Aufgabe mitgeholfen haben. Weber erinnerte an den festgelegten Verwendungszweck dieser Sandsäcke: Feldkirchen-Westerham gehört zu den Feuerwehren, die für den Notfall gerüstet sein müssen.

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„Bei einem Starkregenereignis, sprich Hochwasser, müssen wir auch benachbarten Wehren sofort mit 2000 gefüllten Sandsäcken aushelfen können“, so der Vorsitzende. „900 dieser gefüllten Sandsäcke sind bei uns schon auf Wannen verladen und können in kurzer Zeit zu den jeweiligen Gefahrenstellen transportiert werden“, versichert Weber. Mit dem Verlegen dieser eigentlich leicht zu handhabenden Sandsäcke an Bach- und Flussdämmen wird das Überlaufen des Hochwassers verhindert.

20 Tonnen Sand wurden in diesen Verteiler gefüllt, ehe die Kameraden die Sandsäcke füllen konnten. Merk

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