Halbzeit der „Baltic Sea Circle Rallye“: Bruckmühler Teams sind schon im Norden Russlands

Hallo Bruckmühl! Martin, Manuel, Melissa, Michael, Florentine und Marco (von links) sind seit zehn Tagen auf der nördlichsten Rallye der Welt. Agrinz

Tag zehn eines unvergesslichen Abenteuers. Die drei Bruckmühler Teams der „Baltic Sea Circle Rallye“ durchqueren am Montag die Republik Karelien in Nordwestrussland – vorbei an endlosen Kiefernwälder und Seen. Nach einem Kasatschok in Murmansk erwartet sie dann eine original russische Saunasession.

Bruckmühl– Doch Manuel, Martin, Michael, Melissa, Marco und Florentine fahren nicht einfach nur durchs Land. Sie haben an jedem Tag auch eine spezielle Aufgabe. Heute sollen sie mit Einheimischen, die sie noch gar nicht kennen, zum Eisfischen zu gehen und am Abend eine echte russische Saunasession erleben.

Start mit vielen Hindernissen

Seit neun Tagen sind sie auf Achse, haben schon die Hälfte der Strecke geschafft und viel erlebt. Schon kurz nach dem Start in Bruckmühl mussten sie einige Hindernisse überwinden, denn schon auf der A 9 in Höhe Ingolstadt macht der erste Oldtimer schlapp.

Fester Bremssattel – Stopp in Ingolstadt

Der Bremssattel des 19 Jahre alten Audi A6 Allroad vom Team „Boarisch Quattro 2“ ist fest. „Erst in der vierten Werkstatt bekamen wir am späten Nachmittag endlich Hilfe“, berichtet Michael. Und so kommen die Teams erst gegen 5 Uhr in Hamburg an.

Probleme mit dem Luftfahrwerk – Reparatur in Hamburg

Dann der nächste Schock: Das Luftfahrwerk des Audi A6 Allroad vom „Team Boarisch Quattro 1“ hat über Nacht die komplette Luft verloren. Zum Glück haben die Bruckmühler einen Puffertag in Hamburg eingeplant. Und so gehen am Samstag alle drei Teams pünktlich an den Start zum nördlichsten Abenteuer der Welt – der „Baltic Sea Circle Rallye“.

Radlager defekt – In Schweden streikt der Defender

Nach 670 Kilometern ist das erste Etappenziel – Osterlen in Schweden – erreicht. Am nächsten Tag geht es nach Uppsala – bis der Defender vom „Team Matilda“ nicht mehr will. Das Radlager.

Unglaubliche Hilfsbereitschaft

„Die Hilfsbereitschaft der Schweden ist unglaublich: Ein Helfer nahm am Sonntagabend eine dreistündige Fahrt auf sich, um unseren Landrover zu reparieren“, berichtet Marco.

Darf es noch ein Steinschlag sein?

Panne vier folgt an Tag drei. Ein Steinschlag in der Frontscheibe des Defenders – Zwischenstopp bei Carglass – danach weiter nach Vilhelmina, in der Nacht mit der Fähre nach Moskenes.

Endlich Erholung beim Eisdriften

Der nächste Tag verspricht endlich ein wenig Erholung und das ersehnte Fahrerlebnis auf einem Eissee. Doch er hat auch einen Haken – die Tagesaufgabe: „Wir sollten den bekanntesten schwedischen Fisch für 200 Kilometer offen im Auto mitnehmen“, erzählt Melissa. Und obwohl „Surströming“ extrem stinkt, halten die Bruckmühler aus und kosten sogar von der schwedische Spezialität. Auf dem Weg nach Narvik machen sie Fotos mit neuen Freunden: Sie müssen Menschen mit den Namen Björn, Jan oder Anders finden. Und schon ist auch diese Aufgabe gelöst.

Bei Minusgraden im Zelt

Dann die Stationen Stroslett und Olderdalen – eine fröhliche Reise mit dem Muss, Witze zu erzählen und lustige Fotos zu machen. Manuel und Martin vom Team „Boarisch Quattro 1“ übernachten bei Minusgraden im Zelt – kein Problem für echte Feuerwehrler.

Ein Schneemann kommt ins Team

Am Freitag nähern sich die Teams dem Nordkap. Sie bewundern Fjordlandschaften, durchqueren einen sechs Kilometer langen Tunnel zur Insel Mageroya, nehmen den Schneemann „Mr. White“ in ihr Team auf und feiern am Abend mit allen 60 Teams „Halbzeit“.

Am Samstag das Nordkap erreicht

Samstag schließlich der Höhepunkt der Reise: das Nordkap mit Blick auf die Barentssee und den Arktischen Ozean. Dann geht es über Lappland in den frostigsten Teil der Rallye nach Finnland.

Ein Kasatschok mit Einheimischen

Gestern passierten die Bruckmühler Teams die russische Grenze und gelangten nach Murmansk. Hier werden sie mit Einheimischen auf einem öffentlichen Platz einen traditionellen Kasatschok tanzen. Wie sie diese Aufgabe gemeistert haben, werden sie in ihrem nächsten Reiseberichte erzählen.

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