Gymnasium Bad Aibling: So machen Schüler Werbung für ihre Stadt

Seminarleiterin Ulla Strunz-Rauchenecker (rechts) mit einem Teil der Seminarteilnehmer (von links) Julia Neuwirth, Lisa Schmälzle, Dennis Sacher, Dilay Önder, David Gambos, Mariella Ludwig und Luis Hermann. Baumann

Ruhe finden in der Region: P-Seminar „Selbsterkenntnis und Glück“ am Gymnasium. Aus den Recherchen der Elftklässler sind jetzt Flyer entstanden, die in der Stadt ausliegen. Welche Ausflugstipps das sind, lesen Sie hier.

Von Johann Baumann

Bad Aibling– Ein besonderes regionales Projekt haben 15 Schüler der 11. Klasse des Aiblinger Gymnasiums vollendet: Ihr P-Seminar trägt den Titel „Selbsterkenntnis und Glück“ und möchte unterstreichen, dass bei beiden Begriffen nicht das Materielle dominant sein soll. Die Grundidee stammt von der evangelischen Religionslehrerin Ulla Strunz-Rauchenecker und soll ausdrücken, dass man auch in diesen Zeiten Ruhe finden kann – ohne großes Budget und in der Nähe.

Schöne Orte rund um die Mangfallstadt

Die Pfarrerin im Schuldienst, die ihr erstes P-Seminar leitet, hat ihre „Seminar-Schützlinge“ ermuntert, geeignete Orte und Plätze rund um Bad Aibling ausfindig zu machen und sie zu dokumentieren. Das Resultat: fünf Flyer mit unterschiedlichen Zielen und Empfehlungen, die die Teilnehmer erarbeitet haben.

So hat sich Julia Neuwirth mit dem Aiblinger Kurpark beschäftigt. Sie schildert auch die Geschichte des Kurwesens und beschreibt die Entstehung des Parks. „Für meine Ausarbeitung war eine ganz andere Perspektive notwendig, als wenn man nur im Park spazieren geht“, erläutert sie. Lilly Leuprecht, Leonie Anzinger und Dennis Sacher haben „Schöne Orte an der Mangfall“ gefunden, die sie in ihrem Flyer beschreiben. Sie verwenden die Bezeichnungen „Erholung vom Alltag“ und

„Party-Platz für schöne Sommerabende“ und vermitteln Wissenswertes über den Fluss. „Wir haben diese Orte ausgesucht, damit sie auch von anderen Leuten gefunden werden“, erklärt Dennis.

Ausstellung in Bad Aibling

Eine elf Kilometer lange Radltour „Mietraching - Maxlrain - Bad Aibling“ haben Mariella Ludwig, Lisa Schmälzle und Magdalena König ausgearbeitet. „Unsere Idee war, bei sich zu Hause die Umgebung zu erkunden und nicht immer wegzufahren“, betont Mariella.

Ein „Nahreiseziel“ widmet sich dem „Innspitz“ in Rosenheim, den Dilay Önder und Elis Tuncali besucht haben. Sie weisen auf seine Nähe zum Mangfallpark hin „Mit dem dortigen Ichikawa-Platz wird außerdem die Partnerschaft zwischen Rosenheim und der japanischen Stadt hingewiesen“ stellt Dilay fest und ergänzt: „Die japanische Partnerstadt hat die dort gepflanzten Kirschbäume gespendet.“

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Der Titel des Prospekts von David Gambos und Luis Hermann heißt „Coole Orte für coole Leute von coolen Leuten“. Als Tipps werden darin beispielsweise ein Baum und eine Bank am Zeller Holzweg, der Willinger Weiher und JIM’s Bergwerk genannt. „Das sind Orte, die in der näheren Umgebung und damit für alle greifbar sind und wo man sich entspannen kann“ findet David. Die im September begonnene Seminararbeit fließt in die Abiturbenotung im kommenden Jahr 2021 ein.

Bei den Vorarbeiten zu den Flyern haben die „Seminaristen“ sowohl im Internet als auch vor Ort recherchiert sowie zahlreiche persönliche Gespräche geführt. Die fünf verschiedenen Flyer sollen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Oberstudienrat Oliver Schmid hat in einem sechs-stündigen Marathon mit der neuesten Software die Flyer in ein druckbares Format gebracht. Jetzt wurden die Werke gedruckt und werden verteilt, unter anderen im Rathaus und in verschiedenen Cafés.

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