Grünflächen sind keine Hundetoiletten

Tuntenhausen – Die Ernte hat begonnen. Die Landwirte fahren den ersten Schnitt von ihren Wiesen ein, und das führt in der landwirtschaftlich geprägten Gemeinde Tuntenhausen gerade wieder zu großem Ärger.

„Viele Landwirte haben sich in der Verwaltung gemeldet, weil die Hundebesitzer ihre Wiesen als Toiletten benutzen“, informiert Bürgermeister Georg Weigl und macht klar: „Auch auf dem Land gilt, dass Hundebesitzer die Exkremente ihrer Tiere zu entfernen haben.“ Wer sich nicht daran halte, begehe eine Ordnungswidrigkeit, müsse mit einer Anzeige wegen Sachbeschädigung und einem Bußgeld von bis zu 150 Euro rechnen. Denn wer glaubt, eine Wiese sei das natürlichste „Örtchen“ für seinen Hund, irrt gewaltig: „Hundekot beschädigt die Wiesen und damit das Futter“, so Weigl. Gelangt Hundekot über die Mahd in die Silage und damit ins Futter, kann das schwerwiegende gesundheitliche Folgen für Kühe haben. Besonders gefährlich ist der Parasit „Neospora caninum“. Überträgt er sich auf die Wiederkäuer, kann er bei trächtigen Tiere die Plazenta oder Föten so stark schädigen, dass es zu einer Fehlgeburt kommt. Weigl: „Deshalb noch einmal der Appell an die Hundehalter: Hundekot gehört nicht auf unsere Wiesen, sondern in den Müll.“ ka

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