Grünes Licht für geriatrische Rehaklinik in Bruckmühl – Im Sommer beginnt der Bau

So soll die Mangfallklinik aussehen, die an der Kirchdorfer Straße entsteht. 2P Projektentwicklung

Jetzt sind die Weichen für die Geriatrische Rehabilitationsklinik in Bruckmühl endgültig gestellt. Seit einer Woche ist die Satzung über den vorhabenbezogenen Bebauungsplan mit Grünordnungsplan für das Baugebiet an der Kirchdorfer Straße rechtskräftig. Im Sommer erfolgt der erste Spatenstich.

Bruckmühl– Am 6. April wurde der Bauantrag eingereicht. Schon im Dezember 2021 muss die Mangfallklinik fertig sein, damit die Fachklinik Ghersburg für geriatrische Rehabilitation aus Bad Aibling nach Bruckmühl umziehen kann.

Geriatrische Reha mit Wohlfühlatmosphäre

Die 2P Projektentwicklung GmbH aus Mannheim verwirklicht das Projekt nach den funktionalen Ansprüchen des künftigen Betreibers – der Gesundheitsbetriebe Dr. Nikolaus Netzer Verwaltungs-GmbH. „Die Herausforderung des Projektes ist es, auf einer Fläche von 3600 Quadratmetern medizinische und therapeutische Aspekte mit familiärer Wohlfühlatmosphäre zu verbinden“, erläutert 2P-Geschäftsführer Max Zeitz.

Erfahren in der Gestaltung urbaner Quartiere

Gemeinsam mit Geschäftsführer Willy Koch und ihren jeweiligen Projektentwicklungsgesellschaften realisiert er in ganz Deutschland unterschiedliche Bauvorhaben mit urbanen Nutzungsformen – aktuell unter anderem Stadtquartierlösungen in Bremen-Nord und Weinheim. Aber auch Kliniken und Seniorenresidenzen gehören zum Portfolio der 2P-Projektentwicklung.

Rehabilitation hochbetagter Patienten

Ihr jüngstes Projekt ist die Mangfallklinik in Bruckmühl. Ziel der geriatrischen Reha ist es, die körperlichen und geistigen Funktionen hochbetagter Patienten in einer Zeit von mindestens drei Wochen bis zu sechs Monaten zu reaktivieren und sie auf ein selbstbestimmtes Leben in ihrem Zuhause vorzubereiten.

Optimale altersgerechte Versorgung

„Wir möchten in der Mangfallklinik eine optimale altersgerechte Versorgung gewährleisten. Der Klinikalltag beinhaltet vor allem ärztliche Visiten, therapeutischen Einheiten – einzeln und in Gruppen, Regeneration im Außenbereich und eine bestmögliche Wiedereingliederung ins häusliche Umfeld“, erläutert Professor Dr. Nikolaus Netzer.

Kapazität für 56 Patienten

Im zweigeschossigen Gebäude der neuen Mangfallklinik entstehen zehn Einzel- und 23 Doppelzimmer mit eigenen Bädern für 56 Rehabilitationspatienten und auf Wunsch auch Begleitpersonen. Hinzu kommen Speisesaal, Aufenthaltsräume, Zimmer für fünf Ärzte und 28 Pflegekräfte, Psychologen, Sozialdienst und Verwaltung.

Schlaflabor und Hypoxie-Studien

Auch Trainingsräume für Patienten sowie ein Therapiestützpunkt für Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler und Ergotherapeuten sind geplant. Außerdem ein Andachtsraum, ein Café und betriebswirtschaftliche Bereiche.

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In die Rehaklinik integriert werden ein Schlaflabor und Räume für die Hypoxie-Studien des Hermann-Buhl-Forschungsinstitutes. Zudem ist ein Tagespflegebereich für ortsansässige Patienten vorgesehen.

Barrierefreiheit und kurze Wege

Das Raumkonzept basiert auf Barrierefreiheit und kurzen Wegen. Der Charakter einer Klinik wird vermieden. „Wir bauen das Gebäude in U-Form. Alle Zimmer verfügen über Balkone in den begrünten Innenhof. Der Wohnwert, die farbliche Gestaltung, das Beleuchtungskonzept, aber auch der Blick in die Berge und die Grünanlagen tragen dazu bei, dass sich die Patienten während ihres Aufenthaltes wohlfühlen können“, erläutert Zeitz.

Bauantrag wurde eingereicht

Das Team der Marggraf Architekten aus Esslingen hat das Projekt jetzt – gemäß den Festsetzungen des vorhabenbezogenen Bebauungsplans – in die bauplanerische Form gebracht. Am 6. April wurde der Bauantrag eingereicht, schon im Spätsommer soll der erste Spatenstich erfolgen. „Unser zeitliches Konzept ist sehr anspruchsvoll“, erklärt Zeitz. „Im Dezember 2021 soll die Mangfallklinik von der 2P an den Endinvestor und den Betreiber übergeben werden.“

Ärztepensionskasse investiert zehn Millionen Euro

Das Grundstück an der Kirchdorfer Straße verpachtet die Marktgemeinde Bruckmühl über Erbbaurecht. Die Personalvorsorgestiftung der Ärzte und Tierärzte (PAT-BVG) der Schweiz investiert circa zehn Millionen Euro in die Immobilie. „Wir investieren im Interesse unserer Mitglieder in soziale Immobilien wie Kliniken oder Seniorenresidenzen und wollen der Gemeinde ein langfristiger Partner sein“, betont Eugen Patzwald, Deutschlandvertreter der Schweizer Ärztepensionskasse.

Mehrwert auch für Bruckmühler

Wichtig für eine Kommune sei nicht nur, dass sich ein seriöser und langfristiger Partner ansiedle, sondern auch, welcher Mehrwert für ihre Einwohner erwachse. So sichert die neue Mangfallklinik nicht nur die geriatrischen Rehaklinik, die aus dem Gebäude in Bad Aibling ausziehen muss, sondern auch mehr als 50 Arbeitsplätze. Die Bürger der Region profitierten zudem von ambulanten Angeboten wie dem Schlaflabor, der Physiotherapiepraxis und dem Fitnesstraining für geriatrische Patienten des angegliederten Hermann-Buhl-Institutes.

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