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Nach Empfehlung des Bauausschusses

Trotz kritischer Stimmen: Großkarolinenfelder Gemeinderat trifft wegweisende Entscheidung

Der Bebauungsplan für den Süden von Großkarolinenfeld wurde endgültig aufgehoben.
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Der Bebauungsplan für den Süden von Großkarolinenfeld wurde endgültig aufgehoben.
  • VonKatharina Heinz
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Der Bebauungsplan „Großkarolinenfeld-Süd“ ist nun endgültig aufgehoben. Der Gemeinderat folgte damit einer Empfehlung aus dem Bauausschuss. Kritische Fragen gab es dennoch.

Großkarolinenfeld - Bürgermeister Bernd Fessler (Parteifrei) erinnerte an den Sachverhalt: Der Bebauungsplan habe sich in der Vergangenheit überholt. Man wolle aber kein Baurecht nehmen, sondern für eine Vereinfachung sorgen. Der Bebauungsplan ist im Jahr 1983 in Kraft getreten und führte in der Praxis zuletzt zu immer mehr Problemen.

In der Praxis immer mehr Probleme

Denn wenngleich sich das Gebiet grundsätzlich nach den Vorgaben entwickelt habe, seien einige Details heute nicht mehr zeitgemäß. Für viele kleine Anlagen wie Antennen oder Sichtschutzwände brauchte man eine Befreiung – ein enormer Bürokratieaufwand, der nun vereinfacht werden soll. „Das heißt aber nicht, dass es keinen rechtlichen Rahmen gibt“, betonte der Bürgermeister.

Bauvorhaben werden in Zukunft nach Paragraf 34 der Bayerischen Bauordnung geregelt. Sie müssen sich demnach in die Eigenart und Umgebungsbebauung einfügen.

„Man braucht trotzdem eine Baugenehmigung“, erklärte Bauamtsleiter Markus Czaja. Unter Umständen könne auch ein Freistellungsverfahren durchgeführt werden.

Großkarolinenfeld-Süd im Überblick. Mit der Aufhebung des Bebauungsplans will die Gemeinde das Baurecht vereinfachen.

Auf die Frage von Gemeinderatsmitglied Dr. Erwin Gutsmiedl (FW-GBV) nach eventuellen Mehrkosten für die Bürger erklärte er: „In der Regel kostet das jetzt weniger.“ Günstig wäre es bisher gewesen, wenn man entsprechend den Vorgaben des Bebauungsplanes gebaut hätte – doch das sei eben fast nie der Fall gewesen. Jede Befreiung, etwa für eine Garage, hatte damit Kosten für einen Planzeichner sowie Gebühren zur Folge. Nun, unter Paragraf 34 BayBO, richten sich die Gebühren für einen Bauantrag nach dem Bauwert.

Kein willkürlichesVorgehen

Die Aufhebung sei nicht willkürlich, machte Czaja zudem deutlich. Gemeinderatsmitglied Martin Wieser (FW-GBV) hatte wissen wollen, warum genau dieser Bebauungsplan aufgehoben werden soll. Man habe sich genau angeschaut, wo die Vorgaben noch funktionieren. Etwa in Großkarolinenfeld-Süd II, wo man erst überplant habe, um mehr Nachverdichtung zu ermöglichen. Dort wurde unter anderem der Kanal ertüchtigt, um zusätzliche Bauvorhaben fassen zu können. Mit 15 zu vier Stimmen beschloss der Gemeinderat schließlich die Aufhebung des Bebauungsplanes Großkarolinenfeld-Süd.

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