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Europatag am 9. Mai

„Großartig, so europäisch drauf zu sein“ – Europa-Abgeordnete Angelika Niebler besucht Schüler

Beim Besuch des Gymnasium Bad Aibling erklärt Angelika Niebler die Arbeit im EU-Parlament. Bettinger
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Beim Besuch des Gymnasium Bad Aibling erklärt Angelika Niebler die Arbeit im EU-Parlament. Bettinger
  • VonNicolas Bettinger
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Weil sich das Gymnasium Bad Aibling seit Jahren für Europa engagiert, stattete Europaabgeordnete Angelika Niebler der Schule nun einen Besuch ab. Worüber sie mit den Schülern gesprochen hat und warum ein Cola-Automat keine europäische Angelegenheit ist.

Bad Aibling – Passend zum Europatag kam die Europaabgeordnete Professor Dr. Angelika Niebler am Montag, 9. Mai, in Bad Aibling vorbei. Die Vorsitzende der CSU-Europagruppe stattete am Morgen zunächst dem Gymnasium Bad Aibling einen Besuch ab. Im Jahr 2020 hatte die Schule von der Bayerischen Staatsregierung als einziges bayerisches Gymnasium die Europa-Urkunde erhalten. Damit wurde die Schule für das besondere europäische Engagement, insbesondere durch das Modellprojekt „Europa-Klasse“ und die Teilnahme an mehreren Erasmus-Projekten, ausgezeichnet.

Im Gespräch mit Schülern über Europa

Nun kam Niebler, die stellvertretende Parteivorsitzende der CSU, nach Bad Aibling, um sich mit den Schülern über ihre Erfahrungen auszutauschen. „Ich finde es großartig, dass ihr so europäisch drauf seid“, sagte Niebler im Gespräch mit drei Elftklässlerinnen. Diese berichteten von einem Projekttreffen in Spanien, von dem sie erst am Vortag zurückgekehrt waren. „Es war eine wahnsinnig tolle Erfahrung, die Unterschiede zwischen Spanien und Deutschland zu erleben“, sagte etwa die 18-jährige Schülerin Cora Promberger.

Bürgermeister Stephan Schlier im Gespräch mit Angelika Niebler auf dem Marienplatz.

Von einer „ganz krassen Erfahrung“ sprach auch Hannah Naase. „Andere Leute, anderes Wetter, einfach ein ganz anderes Leben dort“, so die 16-Jährige. Elisabeth Eckel (16) fand es zudem gut, dass der einwöchige Besuch in Spanien mal ganz anders war, als nur ein Urlaub am Strand. „Man hat wirklich etwas über die Kultur und die Menschen erfahren.“ Für Christina Ramolla, Klassenleitung der Europaklasse am Gymnasium Bad Aibling, sei eine wichtige Erkenntnis der Auslandsbesuche, dass dabei auch viele Gemeinsamkeiten herausgearbeitet werden könnten. „Da ist zum Beispiel der Klimaschutz, der Erhalt unseres Planeten“, so Ramolla.

Niebler: „Das ist nicht vom Himmel gefallen, das muss man sich klarmachen“

Wenig später traf die Europaabgeordnete dann noch die Fünftklässler der besagten Europaklasse. Diese gibt es seit dem Schuljahr 2019/2020.

Mit der Europaklasse richtet sich die Schule im Rahmen eines einstündigen Wahlunterrichts an Schüler, die dort in andere europäische Sprachen und Kulturen eintauchen können. Die beteiligten Lehrkräfte leisten dort ihre zusätzliche Arbeit freiwillig und unentgeltlich. Entsprechend international begrüßten die Schüler Niebler mit „good morning“ und „bonjour“. Altersgerecht erklärte die CSU-Politikerin dann den neugierigen Kindern, was das Europäische Parlament eigentlich macht und warum die EU eine solch wichtige Errungenschaft ist.

Dass man heutzutage innerhalb Europas weitestgehend ohne Grenzkontrollen reisen könne oder dass Ausbildungen international anerkannt werden, seien Verdienste der Europäischen Union. „Das ist nicht vom Himmel gefallen, das muss man sich klarmachen“, so Niebler. Auch europäische Partnerschaftsprogramme wie Erasmus würden durch Förderungen der EU ermöglicht.

Natürlich war auch der Krieg in der Ukraine ein Thema während des Niebler-Besuchs. So wollte ein Fünftklässler wissen, warum man denn Waffen an die Ukraine liefert. „So geht es doch dann ewig weiter, sollten wir nicht lieber verhandeln?“ Laut Niebler sei beides immens wichtig. „Wir müssen aber schon auch die Waffen liefern, damit Putin nicht gewinnt.“

Eine Fahne für Europa: Europaabgeordnete Angelika Niebler mit Schulleiter Michael Beer.

In erstaunte Gesichter blickte Niebler wenig später, als sie erklärte, dass man weder eine spezielle Ausbildung noch ein Studium braucht, um Europaabgeordneter zu werden. „Das ist ja das Tolle, dass auch im Parlament die ganze Vielfalt der Gesellschaft vertreten ist.“ Viele Schüler sprachen anschließend Wünsche für Europa aus. Dabei wurde oft mehr Tierschutz gefordert. Ein Schüler sorgte dann für Gelächter, als er sich wünschte, den Wasserspender in einen Colaspender umzufunktionieren. „Das ist in dem Fall keine Angelegenheit des Europäischen Parlaments“, antwortete Niebler lachend.

Eines gab Angelika Niebler den Kindern dann noch mit an die Hand: „Lernt gescheit englisch, das braucht ihr auf jeden Fall, das ist sehr wichtig.“

EU-Infopunkt am Marienplatz

Eine gute Stunde später erschien Niebler an diesem Montag dann noch auf dem bad Aiblinger Marienplatz. Dort hatte die CSU Bad Aibling zu einem „Infopunkt EU“ mit der Europaabgeordneten eingeladen. Etwa mit Bürgermeister Stephan Schlier oder CSU-Stadtrat Erwin Kühnel sprach Niebler vorbeilaufende Bürger gezielt an, um mit ihnen ins Gespräch über Europa zu kommen. „Ich glaube, Europa wird generell unterschätzt“, sagte Bürgermeister Schlier. Denn vieles, was auf europäischer Ebene entschieden und beschlossen werde, betreffe die Kommunen vor Ort ganz unmittelbar.

Für Angelika Niebler ging es nach ihrem Besuch in Bad Aibling weiter nach Berlin. Abschließend sagte sie: „Es ist total motivierend zu sehen, wenn sich Menschen für Europa engagieren. Und ich bin froh, dass das bei vielen jungen Leuten schon so verankert ist.“

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