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SV-DJK baut PV-Anlage

Göttinger Sportler duschen künftig klimaneutral

Die geplante Photovoltaik-Anlage wird auf dem Neubaubereich (rechts) des SV-DJK-Vereinsheimes in Götting errichtet.
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Die geplante Photovoltaik-Anlage wird auf dem Neubaubereich (rechts) des SV-DJK-Vereinsheimes in Götting errichtet.

Die Göttinger Sportler werden bald klimaneutral duschen. Doch nicht nur das. Auch Ladestationen für E-Autos und E-Bikes entstehen auf dem Sportplatz. Was genau geplant ist, und wie die Marktgemeinde hilft.

Bruckmühl – Der SV-DJK Götting will eine Photovoltaikanlage auf seinem Vereinsgelände errichten. Ein entsprechender Antrag auf Investitionskostenzuschuss lag im Bruckmühler Marktgemeinderat nun auf dem Tisch und wurde einhellig befürwortet. Vereinsvorsitzender Konrad Mack hatte im Vorfeld alle wesentlichen Unterlagen eingereicht, die Kämmerer Michael Lindner zusammengefasst hatte.

„Als Sportverein Götting wollen auch wir unseren Beitrag zur Energiewende leisten und dabei neben unseren sportlichen Belangen auch den ökologischen Gedanken hoch halten“, heißt es in der Begründung.

„So hat der Verein in den vergangenen Jahren das alte Vereinsheim Stück für Stück saniert und erweitert“, führte Bürgermeister Richard Richter (CSU/PW) weiter aus. Dabei sei die Heizung von Gas auf Fernwärme aus Biomasse umgestellt worden. „Jetzt würden wir noch gerne den Stromverbrauch über eine vereinseigene PV-Anlage mit Speicher größtenteils auf Sonnenenergie umstellen“, so Mack.

Strom, Warmwasser und Ladestationen

Der Bürgermeister erinnerte das Gremium daran, dass man aufgrund von Voranfragen der drei mitgliederstärksten Sportvereine in Bruckmühl – das sind der SV Bruckmühl, SV-DJK Heufeld und SV-DJK Götting – für Investitionskostenzuschüssen der Marktgemeinderat in seiner November-Sitzung 500.000 Euro für diesen Zweck an Sportvereine in den gemeindlichen Haushalt 2022 eingestellt hatte.

„Im Gremium herrschte damals die einhellige Meinung, dass aufgrund der Corona-Pandemie und der dadurch entstandenen finanziellen Einbußen für die Vereine im Jahr 2022 ein einmalig deutlich höherer Fördersatz zum Tragen kommen soll“, so Richter. Für den vom SV-DJK Götting angedachten Erwerb beziehungsweise die Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage ging man damals von einer Grobkostenschätzung von circa. 64 000 Euro aus.

Der SV-DJK Götting hat eigenen Angaben zufolge mit 14 Anbietern Kontakt aufgenommen sowie Beratung und Angebote eingeholt. „Wir haben auch mit vielen unserer regionalen, örtlichen Firmen gesprochen, haben aber von diesen entweder kein oder wenn, dann ein unzureichendes oder viel zu teures Angebot erhalten“, schlüsselt Mack in seinem Schreiben auf. Die Vorgaben lauteten dabei: 29,6 Kilowattpeak (Kwp) mit circa 28.000 Kilowattstunden (Kwh) Energieleistung im Jahr. Der Verbrauch des Vereinsheimes liege bei 27.000 bis 28.000 Kwh im Jahr. 30 Kilowatt Nutzleistung sind für den Speicher und alle dafür erforderlichen Leistungen.

Aus allen Angeboten hätten vier Anbieter dem Verein Angebote zukommen lassen, die diese Anforderungen entsprochen hätte. Die Firma Solarprofi Schmidt würde zum Zuge kommen. Ihr Angebot ist für eine Photovoltaik-Anlage mit 29,6 Kwp und 32 Kilowatt Speicher mit Heizstab und Steuerung für die Warmwassergewinnung für die Vereinsduschen und -umkleiden sowie eine öffentliche Ladestation für E-Auto und E-Bike.

Ende März wird Anlage errichtet

„Die Anlage liefert circa 28.000 Kwh Strom im Jahr. Mit der Solarenergie wollen wir über einen Heizstab auch die Warmwasserversorgung unserer Umkleiden und Duschen in den Sommermonaten unterstützen. Von den zu erwartenden 28.000 KWh wollen wir über die Anlage, den Speicher und der Warmwassergewinnung etwa 75 Prozent ist circa 21.000 Kwh selber verbrauchen“, schildert Mack.

Die verbleibenden rund 7.000 Kwh stünden dann der öffentlich zugänglichen E-Ladestationen für E-Auto und E-Bike zur Verfügung oder werden ins Netz eingespeist. „Wir denken, dass wir mit dieser Installation, was den Energieverbrauch für unseren Verein betrifft, einen großen Schritt in eine planbare Zukunft machen werden. Für Zeiten, in denen die Anlage und der Speicher die Energielieferung nicht übernehmen können, werden wir wie bisher Strom aus dem Netz beziehen müssen.“

Zudem soll noch ein Schneefanggitter mit einer Höhe von mindestens 25 Zentimetern installiert werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 65.761 Euro. Die Förderung für zwei Ladestationen betrage 1800 Euro, der Zuschuss des DJK-Diözesanverbands 3.200 Euro. An Eigenleistung bringe der Verein 920 Euro ein sowie aus seinen Rücklagen 13.430 Euro. „Es bleibt eine Deckungslücke von 46.410,44 Euro“, schlüsselte Bürgermeister Richter auf. Und: Die freie Rücklage werde voraussichtlich durch den negativen Jahresabschluss 2021 aufgrund Corona noch um bis zu 4.000 Euro verringert.

Die Maßnahme könnte bei Zusage Ende März oder Anfang April erfolgen. „Für die Zwischenfinanzierung beziehungsweise die Finanzierung des Eigenanteils wäre ein Darlehen des Marktes je nach Bedarf von bis zu 15.000 Euro hilfreich für den Verein“, sagte Richter. Die Rückzahlung wäre über die Einsparung der Energiekosten von jährlich circa 6.000 bis 8.000 Euro gewährleistet.

Lediglich Christian Kastl (CSU/PW) meldete sich dann zu Wort und begrüßte als Sportreferent das Vorhaben sowie das Anschreiben von 14 Anbietern. „Jetzt liegt uns nach einem guten Vergleich das günstigste Angebot vor.“

Einstimmig gab sodann der Marktgemeinderat dem SV-DJK Götting grünes Licht für den Erwerb und die Installation der genannten Photovoltaikanlage sowie einen einmaligen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 50.000 Euro. Die Auszahlung erfolge nach Vorlage von Rechnungen im Haushaltsjahr 2022.

Ergänzend werde dem Sportverein zur Zwischenfinanzierung beziehungsweise zur Finanzierung des Eigenanteils ein zinsgünstiges Darlehen von bis zu 15.000 Euro mit einem Zinssatz von 0,5 Prozent und einer maximalen Laufzeit von fünf Jahren gewährt. Nach Abschluss der Arbeiten muss der Verein der Verwaltung eine Endabrechnung mit allen Einnahmen und Ausgaben unaufgefordert vorlegen.

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